Mejadra

Gestern gab es (passend zum Regen) eine herrlich gemütliche Mischung aus Reis, Linsen und Zwiebeln, gut gewürzt und mit einem frischen, zitronigen Salat.
Mejadra oder Mujaddara ist ein Gericht aus dem arabischen Raum, meine Version basiert auf dem Rezept von Yotam Ottolenghi in seinem Kochbuch „Jerusalem“. Ich habe die Gewürze etwas verändert und die Zwiebeln gebraten anstatt sie zu frittieren, ansonsten ist es aber gleich geblieben. Geht schnell, ist günstig und recht gesund.
Die hier genannten Mengen reichen für zwei Personen.

125g grün-braune Linsen
100g Reis
zwei Zwiebeln, in Spalten geschnitten

1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Kurkuma
1/2 TL Zucker
3/4 TL gemahlener Piment
1/2 TL gemahlener Zimt
3/4-1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/4 TL Salz

Als Erstes die Linsen mit reichlich Wasser aufsetzen und ca. 15min kochen, bis sie gar aber bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen. Während die Linsen kochen, die Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, bei hoher Hitze scharf anbraten (in neutralem Pflanzenöl) und dann bei mittlerer Hitze weiter schmoren. Sie sollen Farbe nehmen, aber natürlich nicht verbrennen.

Als nächstes schon mal die ganzen Gewürze mischen und bereit stellen. Den Reis abmessen und 175ml Wasser bereit stellen.
In einem Topf 2 EL Öl erhitzen und die Gewürzmischung hinein geben. Kurz (30sek) anschwitzen. Den Reis dazu geben, alles umrühren so das alles gut vermengt ist und die Reiskörner von den Gewürzen umhüllt sind. Dann kommen die Linsen und das Wasser rein. Aufkochen, Deckel drauf und bei sehr geringer Hitze (es soll grade so köcheln) 15min lang garen. Dabei allerhöchstens einmal umrühren wenn man es gar nicht lassen kann.
Nach den 15min den Topf von der Hitze nehmen, den Deckel abnehmen, mit einem sauberen Geschirrtopf den Topf abdecken und den Deckel wieder drauf. Nun mindestens 10min lang stehen lassen. Der Reis sollte dann gar sein.
Zum Schluss die geschmorten Zwiebeln unterrühren und abschmecken.

Dazu passt ein Salat mit einem frischen Dressing. Dafür beispielsweise 1 TL gehackte Petersilie, 1 EL frischen Zitronensaft und 2-3 EL Olivenöl mit Salz und Pfeffer verquirlen. Abschmecken und zum gewaschenen Salat geben.
Ich habe auch noch schnell ein paar Röstzwiebeln darüber geworfen, für den Knusper-Faktor. Lecker.

Süßkartoffelchili mit schwarzen Bohnen und Quinoa

Wenn ich für andere Leute koche, gibt es oft vegane Gerichte. Den meisten Leuten darf man das aber nicht erzählen, sonst kommt danach garantiert der Kommentar „gar nicht schlecht, für ein veganes Gericht!“. Ich kann da ja nur mit den Augen rollen. Verrät man aber gar nicht, das da jetzt keine tierischen Zutaten drin sind, merkt’s in der Regel auch Keiner… koooomisch! Dieses Rezept eignet sich prima für Feiern bei der sowohl Vegetarier/Veganer als auch Allesfresser kommen, oder einfach für einen Dienstagabend.

Gestern war mir langweilig, also habe ich mich mal an einer Neukreation versucht. Inspiration war dieses Rezept, das schien mir aber irgendwie zu eindimensional und noch dazu wollte ich etwas mehr Nährwert in einen Topf bringen. Das Ergebnis ist herrlich lecker, sättigend aber gesund und vielseitig wandelbar. Die Mengen muss ich jetzt ein bisschen schätzen – ich habe nichts abgewogen, den Quinoa und die Bohnen nur per cup-Maß aus ihren Vorratsgläsern geholt. Aber so lange das Verhältnis ungefähr stimmt, kann man hier nicht wirklich viel falsch machen!

1 Zwiebel, grob gehackt
1/2 Zucchini, in Würfel geschnitten (ca. 150g)
1 mittelgroße Süßkartoffel, geschält und in mundgroße Stücke geschnitten
ca. 120g schwarze Bohnen, entweder über Nacht eingeweicht, oder kurz aufgekocht und dann 2-3 Stunden eingeweicht
ca. 120g Quinoa, heiß abgespült
100ml Tomatenpuree
Chilipulver, Cumin, Salz, Pfeffer

Da ich keine Bohnen eingeweicht hatte, habe ich sie nach der Schnellkochmethode zubereitet: die Bohnen mit Wasser in einen Topf geben und aufkochen, einige Minuten kochen lassen, dann den Deckel drauf, von der Hitze nehmen und ein paar Stunden einweichen. Bei Bedarf mehr Wasser dazu geben.
Als die Bohnen gut eingeweicht haben, habe ich sie abgewaschen und mit frischem Wasser aufgesetzt. Die dürfen schon mal etwas köcheln während die anderen Zutaten geschnippelt werden.
Nun das restliche Gemüse – Zucchini, Süßkartoffel und Zwiebel – dazu geben, ordentlich Cumin rein und ca. 45min köcheln. Die Bohnen brauchen mindestens eine Stunde, bei mir oft sogar deutlich länger. Wer schlau ist, hat sowieso immer einen Topf gekochte Bohnen im Kühlschrank, dann braucht man das Chili nur so lange kochen bis die Süßkartoffeln gar sind.

Sind die Bohnen halbwegs gar, kommt das Tomatenpuree und das Chilipulver (nach Belieben) dazu. Salzen erst, wenn die Bohnen gar sind – sonst bleiben sie hart!
Nun noch mal 30min vor sich hin köcheln lassen und ab und zu umrühren.
Zum Schluss kommt der Quinoa dazu. Falls mittlerweile zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, einfach noch mal etwas aufgießen und den Quinoa reinschmeißen. Weitere 20min kochen, bis er gar ist und sich ein dickes, leckeres Chili ergibt. Würzen – Salz, Pfeffer, eventuell mehr Schärfe – und ab auf den Teller damit!

Dazu passt frische Avocado, Petersilie oder Koriander und Brot.