Hummus mit Süßkartoffel

Ohh, Hummus! Könnte ich tagein, tagaus essen. Als wir in Neuseeland mit dem Zelt unterwegs waren haben wir uns viel von Baguette und diversen Dips ernährt – unter Anderem von „Lisa’s“ Dips, da gab es ganz tolle Hummus-Sorten und auch welche mit Schafskäse. Eine meiner Lieblingssorten hatte Süßkartoffel, Kürbis und Kreuzkümmel drin. Nun stieß ich neulich auf ein Rezept für Hummus mit Süßkartoffel und Gewürzen, und der kommt der Sache schon recht nah. Zu dieser Jahreszeit gibt es sowieso keinen Kürbis, und Kürbis aus Dosen finde ich in Deutschland irgendwie nie (in den USA ist das Standard, viele Leute machen damit ihren Pumpkin Pie). Gestern habe ich den Hummus gemacht, um ihn auf Quinoa-Wraps zu schmieren, aber er eignet sich auch als Brotaufstrich, zum Dippen oder einfach zum so essen.
Ich nahm:

ein Glas Kichererbsen (von Alnatura, Abtropfgewicht 220g, oder die entsprechende Menge frisch gekochter Kichererbsen)
150g Süßkartoffel
2-3EL Tahin ohne Salz (von Rapunzel)
5EL Olivenöl
1 TL Cumin
je 1/2 TL Zimt und Muskat
frisch gemahlener Pfeffer, Salz nach Geschmack
eine Knoblauchzehe
den Saft einer Zitrone

Die Vorbereitung geht sehr leicht zur Hand, wenn man ein Glas oder eine Dose Kichererbsen nimmt – obwohl es mit eingeweichten und gekochten Kichererbsen leckerer schmeckt, dann muss man aber auch daran denken, sie am Abend zuvor einzuweichen.
Die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und in reichlich gesalzenem Wasser kochen bis sie gar ist. In ein Sieb abgießen und abkühlen lassen.
Währenddessen die gegarten Kichererbsen in eine Schüssel geben und die restlichen Zutaten dazu geben. Bei den Gewürzen lieber am Anfang etwas zu wenig nehmen und später nachwürzen. Nun die abgekühlte Süßkartoffel dazu geben und alles mischen.

Idealerweise hat man eine Moulinette oder einen anderen guten Mixer, ich hatte leider nur einen Stabmixer zur Hand, wenn der genug Power hat klappt’s aber auch so. Also alles ab in den Mixer oder in ein hohes, stabmixertaugliches Gefäß. Ordentlich durchmixen. Soll der Hummus zum dippen sein, muss vermutlich noch etwas Wasser dazu, damit er cremiger und flüssiger wird. Um ihn in Wraps oder auf Brot zu essen ist eine dick-cremige Konsistenz genau richtig. Nach Belieben mehr Gewürze, Olivenöl und Salz dazu geben.

Die Möglichkeit für Variationen ist bei Hummus unendlich. Im Originalrezept kommt noch Sriracha dazu, das hatte ich aber nicht da und Chilipulver hab ich auch keins gefunden…
In zwei Wochen ziehen wir endlich in unsere neue Wohnung um. Dann wird auch unsere neue Küche eingebaut und ich freue mich schon sehr darauf, sie endlich wieder mit allerlei tollen Lebensmitteln einzurichten. Allein der Gedanke daran, Vorratsgläser zu befüllen, macht mich ganz wuschig…

Rezept inspiriert von http://www.vegetarianventures.com/2012/11/26/spiced-sweet-potato-hummus/

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Burrito Bowl, mal anders

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Ich lese ja viele Rezepte im Internet. Es gibt so viele tolle Kochblogs, da kann man sich stundenlang vergnügen. Nicht selten finde ich dabei Rezepte, die ich quasi sofort machen muss. Heute war so ein Tag. Ich stolperte über ein Rezept für Creamy Avocado Rice und wusste direkt, das wird mein Abendessen – mit ein paar Zusätzen.

Als ich dann in der Küche stand hatte ich natürlich keine genauen Mengen mehr im Kopf, also hab ich’s einfach nach Gefühl gemacht. Da in dem Rezept was von burrito bowl stand (und ich sofort an Chipotle denken musste) habe ich eben eine Solche improvisiert – nur gesünder und vegan.

ca. 65-80g Reis
eine kleine Avocado
eine Limette
Koriander
1/2 Zwiebel
1/2 Dose Chilibohnen (besser noch wären schwarze Bohnen, findet man aber so schwer)
Tofu nach Geschmack

Zunächst muss der Reis gar werden. Ich bevorzuge hier die Wasser-Reis-Methode, koche also den Reis in viel Wasser und gieße ihn dann ab. Zum Reis kommt eine halbe Limette und eine gute Prise Salz.
Während der Reis kocht, zermansche ich die Avocado zusammen mit dem Saft einer halben Limette und etwas kleingehacktem Koriander. Quasi eine simple Guacamole.
Den Tofu – ich hatte noch japanische Bratfilets von Taifun die sehr lecker sind, die Pizza-Sorte von Taifun hätte aber besser gepasst, oder einfach normalen Tofu mit Tomatenmark, Cumin usw. marinieren – habe ich nur in Würfel geschnitten, weiter nix.

Die Chilibohnen in einem kleinen Topf erhitzen und eine halbe fein geschnittene Zwiebel unterrühren. Erhitzen und mit einer Gabel grob manschen.

Wenn der Reis gar ist, abgießen und direkt mit der Avocado mischen, so dass es schön cremig wird. Ohne Alles ist das jetzt schon lecker. In einen tiefen Teller etwas Salat geben. Den Rest einfach draufstapeln, Gabel rein, los geht’s!

Frühlingspasta mit grünem Spargel

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So richtig Frühling ist noch nicht, aber heute scheint in München immerhin die Sonne. Mehr sollte man momentan auch gar nicht verlangen, sonst versteckt sie sich gleich wieder.

Da ich vom gestrigen Curry noch grünen Spargel übrig hatte, gab es heute zum Mittagessen einen leckeren Teller Pasta. Schnell ging’s, insgesamt liegt die Zubereitungszeit unter 15 Minuten – also auch geeignet für die Tage, an denen es mal fix gehen muss (ohne Fix-Produkte, mit denen geht’s meist gar nicht so fix..)

300g grünen Spargel
80g Nudeln (ich nahm Mini-Pipe Rigate von Barilla)
1 EL Olivenöl
1 TL rotes Pesto
Salz, Pfeffer
optional: Graved Lachs in Streifen geschnitten
optional: frische Kresse

Während die Nudeln kochen, schneidet man den Spargel in mundgerechte Stücke. Eine Pfanne kommt mit dem Olivenöl auf den Herd, wenn das Öl heiß ist, den Spargel hinein geben. Der darf jetzt unter häufigem wenden oder flippen (wer den Dreh raus hat) vor sich hin schmoren. Wenn die Nudeln gar sind kommen sie dazu. Ist der Spargel bissfest, so gibt man das Pesto (was man da hat, ich hatte eben Pesto Rosso da) dazu und schmort noch ein bisschen weiter. Fertig. Ging schnell, oder?
Das gewisse Etwas gab dann noch ein Rest Graved Lachs der sich im Kühlschrank versteckt hatte sowie ein halbes Beet Kresse, das so vor der Vernachlässigung gerettet wurde. Herrlich!

Veganes Thai-Curry mit Kokosmilch

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Gestern hatte ich mal wieder Lust auf was scharfes, samtiges mit viel Gemüse. Schon lange sehe ich das Fleisch nicht mehr als integralen Bestandteil eines Curries an – hauptsache, es ist leckeres Gemüse drin, das nicht totgekocht wurde. Aber wenn man es selber macht, kann man dafür ja Sorge tragen!

Für einen großen Teller Curry:

eine Zwiebel
150g Süßkartoffel
100g Karotte
100g Brokkoli
100g grüner Spargel
100g Zuckerschoten
2 TL Rote Thai-Curry Paste, z.B. von alnatura
200ml Kokosmilch
200ml Wasser
Salz

Da das Gemüse unterschiedliche Garzeiten hat, muss man ein mise en place vorbereiten, also alles vorher schnippeln und bereit stellen. Die Süßkartoffel und die Karotte werden geschält und in Würfel (mit ca. 1cm Kantenlänge) geschnitten. Die Zwiebel am Besten in feine Spalten schneiden. Vom Brokkoli gut 100g Röschen abtrennen, und mit den Zuckerschoten muss man erst Mal gar nix machen. Vom grünen Spargel die holzigen Enden abtrennen und dann in mundgerechte Stücke schneiden oder brechen. Süßkartoffel und Karotte können zusammen in eine Schüssel, Brokkoli und Spargel auch.

Jetzt geht’s los: in einem Topf einen TL neutrales Pflanzenöl oder Kokosfett (gesunde und leckere Alternative) erhitzen. Die Zwiebeln dazu geben und ein paar Minuten anschwitzen. Dann die Süßkartoffel und Karotte rein, wieder ein paar Minuten anschwitzen. Jetzt kommt die Currypaste dazu, kurz umrühren und direkt die Kokosmilch und das Wasser (dazu einfach den Karton mit der Kokosmilch noch mal auffüllen) dazu geben. Prise Salz rein und erst mal 10-15min köcheln lassen bis das Gemüse fast gar ist. Wenn die Süßkartoffel weich ist, Brokkoli und Spargel dazu geben und den Deckel drauf setzen. Eventuell muss noch ein Schluck Wasser dazu, aber es macht nichts, wenn der Brokkoli nicht komplett in Flüssigkeit ist – er wird quasi auf dem Curry gedämpft. Wenn der Brokkoli dann bissfest ist, kommen auch die Zuckerschoten dazu. Jetzt dauert es noch wenige Minuten und das Curry ist fertig! Mit Salz abschmecken und servieren.

Fun Fact: vor einem Jahr hätte ich weder Karotte noch Brokkoli oder grünen Spargel zu „leckerem Gemüse“ gezählt und sie schon gar nicht als Hauptdarsteller in so einem Gericht gewählt. Tja, so ändern sich die Dinge!

Apfel-Lauch-Nudeln

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Uh, Lauch. Ein fantastisches und meiner Meinung nach unterschätztes Gemüse (so wie Zwiebeln übrigens auch). Langsam geschmort wird er süßlich-zart, das verträgt sich natürlich besonders gut mit anderen natürlich-süßen Dingen.. wie zum Beispiel Äpfel.

Zwei pastahungrige Personen essen:

300g Tagliatelle (am Liebsten die Barilla Tagliatelle Bolognesi)
eine dicke Stange Lauch
zwei Scheiben Kochschinken
einen großen Apfel
2-3 EL Philadelphia
2-3EL Sauerrahm

Schinken in feine Streifen schneiden (den kann man auch einfach weglassen, aber ich hatte noch welchen da und es war eine feine Komponente), den Lauch längs halbieren, waschen und dann in feine Ringe hacken. Da der Lauch am längsten braucht, kommt nun eine Pfanne mit einem EL Butter auf den Herd und der Lauch dazu. Bei mittlerer Hitze sanft dünsten – er darf KEINE Farbe nehmen!
Den Schinken kann man direkt dazu geben. Während das schmort schält man den Apfel und schneidet ihn in kleine Stückchen (das man ihn auch entkernt ist klar, oder?). Ab zum Lauch, auch der Apfel darf schmoren.
Jetzt kommt ein Topf Nudelwasser auf den Herd. Wenn das Wasser kocht und die Nudeln drin sind ist der richtige Zeitpunkt um das Lauchgemüse mit dem Frischkäse bekannt zu machen. Nach Belieben Philadalphia dazu geben und, wem es so zu dickflüssig ist, noch ein wenig saure Sahne. Mit ordentlich frisch gemahlenem Pfeffer und Salz abschmecken und warm halten.
Über die heißen Nudeln geben und mit geriebenem Bergkäse verfeinern. Garantiert lecker!

Quinoa-Salat mit Avocado und Mango

ImageDieser Salat hat es in sich. Er ist nicht nur furchtbar gesund, sondern auch schrecklich lecker, schnell und einfach gemacht und prima zum Mitnehmen. Quinoa ist ein südamerikanisches Pseudo-Getreide, eigentlich sind es Samen. Vom Geschmack her ist er leicht nussig, ansonsten ähnlich wie Couscous oder Bulgur, mit dem Unterschied das Quinoa von Natur aus glutenfrei und sehr proteinreich ist. Macht diesen Salat für eure nächste Feier (Veganer und Vegetarier werden sich freuen) oder einfach zum Abendessen. Da ich momentan meist für eine Person koche, gebe ich die Mengen für eine gute Portion an – die lassen sich dann beliebig multiplizieren. Ich kaufe Quinoa von Alnatura.

100g Quinoa
1 kleine Avocado
1/2 Mango (je nach Größe, etwa 100g Fruchtfleisch)
zwei Frühlingszwiebeln
eine Tomate

Dressing:
1 EL Olivenöl
Saft einer halben Limette
gute Prise Cumin
Salz, Pfeffer

Als erstes wird der Quinoa zubereitet. Dazu in ein feines Sieb geben und mit heißem Wasser ordentlich waschen, so wird er später nicht bitter (ein Schritt, den ich bei meinen allerersten Quinoa-Versuchen ausgelassen hatte, danach habe ich das jahrelang nicht mehr probiert…). 250ml Wasser aufkochen und den Quinoa einrühren. Der muss jetzt so 20min köcheln, danach macht man den Deckel drauf und lässt ihn noch 10min ausquellen.

Während das Pseudo-Getreide vor sich hin kocht, kann man schon mal den Rest schnippeln. Avocado, Mango und Tomate in kleine Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln fein hacken, das Dressing anrühren (oder – wie ich es gerne mache – in einem Schraubglas schütteln). Wer mag, schneidet noch 50g Ziegenfeta. Dann schon mal die Zutaten mit dem Dressing vermischen und etwas durchziehen lassen.
Wenn der Quinoa fertig ist, einfach auf einen tiefen Teller geben und den Rest obendrauf. Mischen, essen, glücklich lächeln.