Soba mit Tofu, Gemüse und Kokosjoghurt

Im Moment probiere ich wieder viele neue vegane Rezepte aus, aber oft schmeiße ich auch einfach Zutaten zusammen, die ich gerne mag und die grade da sind. Dank eines Besuchs im Alnatura-Supermarkt sind momentan viele tolle Sachen im Kühlschrank. Unter Anderem habe ich dort Soba (japanische Buchweizennudeln) mit Süßkartoffeln gefunden, und den Curry-Mango-Tofu von Taifun, den ich sehr gerne mag.

Die Kombination von herzhaften Soba, mild-würzigem Tofu, knackigem Gemüse und der zarten Süße des Kokosjoghurt (von Harvest Moon) ist sehr lecker und ergibt ein prima Mittagessen. Wen’s interessiert: meine Portion hatte 507kcal.

80g Buchweizen-Süßkartoffel-Soba (von Terrasana) 
60g Curry-Mango-Tofu 
2 Frühlingszwiebeln
2 Blätter Wirsing
ein 3cm-Stück Salatgurke 
2 EL Kokosjoghurt 
Sojasauce, Rapsöl, Chiliflocken
1 EL frischer Koriander 

Die Nudeln in reichlich Salzwasser 5-6min gar kochen und danach kurz abschrecken. Währenddessen den Tofu in Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln schräg in Stücke schneiden und den Wirsing in feine Streifen schneiden – dazu am Besten die Blätter einrollen und dann fein schneiden.
Einen Esslöffel Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse und den Tofu darin anbraten (Wirsing als letztes zugeben).
Die Gurke in dünne Scheiben oder Streifen schneiden, Koriander hacken.

Die Nudeln in einen tiefen Teller geben, Gemüse und Tofu darauf verteilen, mit Gurke und Koriander garnieren. Nun mit etwas Sojasauce und Chiliflocken nach Geschmack würzen. Zum Schluss den Kokosjoghurt darauf geben.

Udon mit Tempeh und Gemüse

 

Im Gegensatz zu Tofu ist Tempeh von vornherein fest und hat einen leichten Eigengeschmack (herzhaft, ganz leicht süß, hauchzart nach Pilzen). Es besteht aus fermentierten Sojabohnen und ist damit viel leichter verdaulich als andere Tofuprodukte, und enthält sehr viel Eiweiß in einem fast idealen Verhältnis zu Fett. Kurzum: Jackpot. Leider ist es gar nicht so einfach, Tempeh zu bekommen – ich habe es jetzt im Bio Volet am Herkomerplatz gefunden (toller Laden!). Praktischerweise ist es auch bei mir um die Ecke.

Für eine Portion: 

1 rote Zwiebel
1/2 gelbe Paprika
1 kleine Karotte
50g Tempeh
200g frische Udon-Nudeln

Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Die Paprika in dünne Streifen schneiden, die Karotte schälen und dann mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden. Alles zusammen mit etwas Pflanzenöl in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze anschwitzen.
Während das Gemüse vor sich hin brät, den Tempeh in Würfel schneiden. Zu dem Gemüse geben und rundrum anbraten.
Nun kommen die Saucenzutaten dazu: das Gemüse mit einem Schluck Shoyu (Sojasauce) ablöschen, dann einen Esslöffel Erdnussbutter in die Pfanne geben und schmelzen lassen. Mit einem guten Schluck Wasser, einigen Spritzern Sesamöl und noch einem Schluck Sojasauce gut mischen, bis einem die Konsistenz gefällt.

Die Udonnudeln mit den Fingern auseinanderwurschteln, unter das Gemüse rühren und noch einige Minuten warm ziehen lassen. Die Nudeln sind schon gar und müssen nicht vorher gekocht werden.

Fertig! War richtig lecker! Leider habe ich vergessen, noch etwas Sambal oelek dazu zu geben, das wäre bombe gewesen. Oder ein bisschen Sriracha.

Fenchelpasta mit Parmesan

Was macht man mit Fenchel? Außer ihn nach Möglichkeit im Regal liegen zu lassen? Naja, ich hatte gestern zwei dicke Knollen in der Ökokiste und so schönes Biogemüse kann man ja schlecht wegschmeißen. Also ran an’s Werk und aus Fenchel was Leckeres zaubern. Ich mag Herausforderungen! Man könnte auch sagen, ich wurde gezwungen, aber ich habe bisher nur Rettich von der Kiste ausgeschlossen, ich bin also selber schuld.
Herausgekommen ist eine Fenchelpasta für Zwei, der Hausherr macht nämlich Home Office, so dass ich nicht mal zwei Tage hintereinander Fenchel essen muss. Wäre aber auch nicht so schlimm gewesen, es ist nämlich LECKER geworden.

Für zwei Personen:

2 Zwiebeln
1 Fenchelknolle ohne Grün
200g Bavette 
eine gute Hand voll geriebener Parmesan
2 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer

Zunächst den Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Zwiebeln und Fenchel in 1cm-Spalten schneiden, mischen, auf dem Blech verteilen. Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker mischen, ab in den Ofen. Unter mehrfachem Wenden braucht das Gemüse nun mindestens 30min bis es goldbraun karamellisiert ist.

Wenn die Garzeit auf das Ende zugeht, Nudelwasser aufsetzen und für die Sauce eine kleine Pfanne danebenstellen. Fenchel und Zwiebeln in die Pfanne transferieren, bei mittlerer Hitze Crème fraîche und Parmesan einrühren, abschmecken.
Die gekochte Pasta darunterziehen und servieren.

Hardcore-Fenchelesser können Fenchel und Zwiebel stattdessen auch in der Pfanne garen und mit etwas Pastis oder Pernod ablöschen. Aber das will ich lieber nicht ausprobieren, bei dem Gedanken schüttelt es mich nämlich.

Balkonpasta

Balkonpasta – das sind Nudeln, die man am Besten bei strahlendem Sonnenschein an der frischen Luft isst, weil sie irgendwie „Urlaub!“ schreien. Sie schmecken aber auch im Winter. Ehrlich gesagt wäre ich gar nicht darauf gekommen, dieses Rezept zu posten, weil es so unglaublich simpel ist, aber es kommt bei Freunden ziemlich gut an. Jetzt im Sommer esse ich das mindestens zwei Mal die Woche. Es ist einfach, günstig und gut variierbar.
Leider habe ich nicht daran gedacht, ein schönes Foto zu machen, darum gibt’s stattdessen ein Foto von meinem Balkon. 😀

Für eine Person:

1-2 Zwiebeln (je nach Größe)
eine Knoblauchzehe
einige frische Rosmarinnadeln
eine Hand voll Kirschtomaten (oder eine dicke Tomate)
100g Spaghetti
50g Feta

Die Zwiebeln werden zunächst in Spalten geschnitten. Dafür beide Enden abschneiden, schälen, und dann längs in dünne Stücke schneiden (so werden es keine Halbringe, sondern Spalten). Mit einem guten Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen – bei Zwiebeln ist es nicht wichtig, ob das Öl vorher heiß wird oder nicht – und langsam schmoren. Am Anfang darf die Pfanne ruhig etwas heißer sein damit die Zwiebeln etwas Farbe nehmen und schneller garen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Währenddessen die Knoblauchzehe und den Rosmarin fein hacken und dazu geben, mitschmoren. Die Nudeln können jetzt ins kochende Wasser.
Wenn die Zwiebeln soweit gar sind, die Kirschtomaten halbieren und dazu geben. Sobald die erste Flüssigkeit von den Tomaten verdampft ist, die Pfanne mit etwas Balsamicoessig ablöschen (Achtung, jetzt NICHT das Gesicht über den Herd halten!) und einkochen lassen.
Wenn die Nudeln gar sind, abgießen und mit in die Pfanne geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten. Auf dem Teller dann den gewürfelten oder fein zerkleinerten Feta dazu geben und unterrühren.

Nun den Teller nehmen, sich damit auf Balkon, Terrasse oder auch an den Esstisch setzen und genießen! Ein Glas Rotwein passt hervorragend dazu.

Nachtrag: beim Schreiben habe ich so Lust auf die Pasta bekommen das ich mir zum Mittagessen einen Teller gemacht habe – deswegen gibt’s jetzt doch ein Foto!

Avocado-Miso-Pasta mit Chinakohl

Viel gesünder wird’s nicht! Vollkornspaghetti mit einer cremigen Sauce aus Avocado, hellem Miso und Olivenöl, dazu Frühlingszwiebeln und Chinakohl. Der gemeine Amerikaner benutzt Cavolo nero, eine Grünkohlsorte die man bei uns einfach extrem schwer bekommt. Und schon gar nicht im Juli! Schade, denn er ist sehr gesund und wenn man ihn nicht so totkocht wie die Norddeutschen auch sehr lecker. Stattdessen habe ich mich für Chinakohl entschieden. Den gab es bei uns früher oft als Salat, wenn ich mich recht erinnere.. keine Ahnung warum, vielleicht mochte meine Mama es einfach.

Avocado ist jedenfalls eine meiner großen Lieben, und Vollkornspaghetti habe ich vor einiger Zeit neu entdeckt. Die harmlose Variante mit Vollkorn-Hartweizengrieß ist nämlich gar nicht „schlimm“ und schmeckt kaum anders als die normalen Spaghetti, hat aber deutlich mehr Ballaststoffe und hält dadurch im Vergleich etwas länger satt – oder aber man isst einfach etwas weniger davon. Und Miso? Miso ist unfassbar gesund. Besonders für Veganer!

Für eine Person:

100g Avocado-Fruchtfleisch
2 EL Shiro Miso (z.B. von Arche)
1/2 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
reichlich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Wer einen guten Multizerkleinerer hat, schmeißt einfach alles rein und mixt es zu einer feinen Creme. Wer, wie ich, eine grottige Moulinette hat, macht das Gleiche, schiebt aber nach jedem Miximpuls wieder alles runter und zerquetscht dann entnervt die letzten Avocadostücke mit einer Gabel. Und fischt die nicht gemixten Knoblauchstücke raus.

Dazu eine beliebige Portion Vollkornnudeln in Salzwasser kochen (bei mir waren’s so 80g). Während die Nudeln kochen, einen halben kleinen Chinakohl in feine Streifen schneiden und eine Frühlingszwiebel hacken.
Nudeln, Sauce und Chinakohl mischen. Darauf die Frühlingszwiebeln verteilen, nach Belieben abschmecken (braucht eventuell noch etwas Salz, ich persönlich bin ein totaler Salzfreak und salze quasi ALLES mit Herbaria Kräutersalz nach – hab‘ aber auch keinen Bluthochdruck.) und mit frischen Kräutern vom Balkon dekorieren! Voilà!

Dazu trank ich auf dem Balkon ein Glas selbstgemachte Ingwer-Limonade.. für die kommt auch noch ein Rezept.

Champignons „Bourguignon“ mit Nudeln

Weil es nicht reicht, einmal am Tag zu kochen, koche ich mindestens zwei Mal. Gestern Abend gab’s eine (größtenteils) vegetarische Version von Boeuf Bourguignon, sehr lecker.

Für 2 Personen:

600g Champignons
eine mittelgroße Zwiebel
eine Möhre
eine Knoblauchzehe
Tomatenmark
200ml Rotwein
200ml Gemüse- oder Rinderbrühe
Thymian, Salz, Pfeffer
20g sehr kalte Butter

Zunächst die Champignons in dicke Scheiben schneiden und in etwas Butter und Pflanzenöl scharf anbraten – nur einige Minuten bis sie leicht gebräunt sind, es soll keine Flüssigkeit austreten. Rausnehmen, zur Seite stellen.
Nun die Zwiebel fein würfeln und die Möhre schälen und ebenfalls fein würfeln [leider hatte ich vergessen eine zu kaufen, sie fehlte bei mir daher]. In einem weiteren TL Pflanzenöl anschwitzen. Die Knoblauchzehe hacken und dazu geben, einen TL Thymian und ein paar Dreher Pfeffer dazu.
Wenn die Zwiebel glasig ist, das Tomatenmark dazu geben und kurz anschwitzen. Dann mit dem Rotwein aufgießen und bei hoher Hitze 5-6min auf die Hälfte einreduzieren.

Wenn der Sud einreduziert ist, die Pilze und die Brühe dazu geben und das Ganze 20min köcheln lassen. Nach den 20min abschmecken und mit eiskalter Butter (in kleinen Würfeln) binden. Wenn die Bindung nicht ausreicht (die Butter gibt der Sauce in jedem Fall einen wunderbaren Glanz und einen tollen Geschmack), mit etwas Stärke nachhelfen.

Bei uns gab es dazu Eierbandnudeln und grünen Spargel. Guten Appetit!

Spargel-Maultaschen-Salat mit Kräuterdressing

Nachdem wir die letzte Woche damit verbracht haben, Möbel aufzubauen, Kisten auszupacken, auf Lieferdienste zu warten und unsere Helfer mit Pizza zu versorgen, ist unsere neue Küche jetzt endlich fertig und ich kann mich mit Freude in die neuen Kochabenteuer stürzen. Sie ist soooo toll geworden! Endlich ein großes Induktionskochfeld, eine moderne Spülmaschine, viiiiel Platz auf der Arbeitsplatte, und viel Licht! Nicht zu vergessen ist auch die große Keramikspüle, die man herrlich vollstellen kann. Zu Zweit hat die Montage der Profis knapp 10 Stunden gedauert – wir hätten das nie und nimmer hinbekommen. Gut, das es Menschen gibt, die so was können.

Nachdem es also die letzte Woche eher wenige leckere Dinge gab, kann ich jetzt wieder loslegen. Gestern gab’s einen frühlingshaften Maultaschensalat mit Spargel, der sehr lecker war.

Für 2 Personen:

eine Packung Maultaschen (ich nehme am Liebsten die Kalbfleischtaschen von Bürger)
400g Spargel
3 Scheiben Kochschinken oder Schinkenbraten

Die Maultaschen als allererstes in heiße Brühe legen und durchziehen lassen. In der Brühe können sie bleiben, bis sie am Ende aufgeschnitten werden.
Den Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Wasser aufsetzen und währenddessen schon mal das Dressing zubereiten.

1/2 TL Dijon-Senf
1 TL Creme fraîche
1 TL Balsamico-Essig
2 TL Gemüsebrühe (aus dem Maultaschen-Topf geklaut)
Salz, Pfeffer
2 TL TK-6 Kräuter-Mischung
2 EL Olivenöl

Alles mit einem Schneebesen zusammen mischen (ein Schraubglas zum schütteln geht auch) und nach Geschmack abschmecken.
Den Spargel bissfest kochen, die Maultaschen in Streifen schneiden, zusammen mit dem Dressing in einer Schüssel mischen. Schinken (-braten) in Streifen schneiden und dazu geben. Schon fertig! Mal wieder was aus der Kategorie schnell und einfach.

Frühlingspasta mit grünem Spargel

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So richtig Frühling ist noch nicht, aber heute scheint in München immerhin die Sonne. Mehr sollte man momentan auch gar nicht verlangen, sonst versteckt sie sich gleich wieder.

Da ich vom gestrigen Curry noch grünen Spargel übrig hatte, gab es heute zum Mittagessen einen leckeren Teller Pasta. Schnell ging’s, insgesamt liegt die Zubereitungszeit unter 15 Minuten – also auch geeignet für die Tage, an denen es mal fix gehen muss (ohne Fix-Produkte, mit denen geht’s meist gar nicht so fix..)

300g grünen Spargel
80g Nudeln (ich nahm Mini-Pipe Rigate von Barilla)
1 EL Olivenöl
1 TL rotes Pesto
Salz, Pfeffer
optional: Graved Lachs in Streifen geschnitten
optional: frische Kresse

Während die Nudeln kochen, schneidet man den Spargel in mundgerechte Stücke. Eine Pfanne kommt mit dem Olivenöl auf den Herd, wenn das Öl heiß ist, den Spargel hinein geben. Der darf jetzt unter häufigem wenden oder flippen (wer den Dreh raus hat) vor sich hin schmoren. Wenn die Nudeln gar sind kommen sie dazu. Ist der Spargel bissfest, so gibt man das Pesto (was man da hat, ich hatte eben Pesto Rosso da) dazu und schmort noch ein bisschen weiter. Fertig. Ging schnell, oder?
Das gewisse Etwas gab dann noch ein Rest Graved Lachs der sich im Kühlschrank versteckt hatte sowie ein halbes Beet Kresse, das so vor der Vernachlässigung gerettet wurde. Herrlich!

Apfel-Lauch-Nudeln

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Uh, Lauch. Ein fantastisches und meiner Meinung nach unterschätztes Gemüse (so wie Zwiebeln übrigens auch). Langsam geschmort wird er süßlich-zart, das verträgt sich natürlich besonders gut mit anderen natürlich-süßen Dingen.. wie zum Beispiel Äpfel.

Zwei pastahungrige Personen essen:

300g Tagliatelle (am Liebsten die Barilla Tagliatelle Bolognesi)
eine dicke Stange Lauch
zwei Scheiben Kochschinken
einen großen Apfel
2-3 EL Philadelphia
2-3EL Sauerrahm

Schinken in feine Streifen schneiden (den kann man auch einfach weglassen, aber ich hatte noch welchen da und es war eine feine Komponente), den Lauch längs halbieren, waschen und dann in feine Ringe hacken. Da der Lauch am längsten braucht, kommt nun eine Pfanne mit einem EL Butter auf den Herd und der Lauch dazu. Bei mittlerer Hitze sanft dünsten – er darf KEINE Farbe nehmen!
Den Schinken kann man direkt dazu geben. Während das schmort schält man den Apfel und schneidet ihn in kleine Stückchen (das man ihn auch entkernt ist klar, oder?). Ab zum Lauch, auch der Apfel darf schmoren.
Jetzt kommt ein Topf Nudelwasser auf den Herd. Wenn das Wasser kocht und die Nudeln drin sind ist der richtige Zeitpunkt um das Lauchgemüse mit dem Frischkäse bekannt zu machen. Nach Belieben Philadalphia dazu geben und, wem es so zu dickflüssig ist, noch ein wenig saure Sahne. Mit ordentlich frisch gemahlenem Pfeffer und Salz abschmecken und warm halten.
Über die heißen Nudeln geben und mit geriebenem Bergkäse verfeinern. Garantiert lecker!

Zha Jiang Mian

Ohje war das lecker.
Neulich habe ich hier vom Restaurant „Zoe Ma Ma“ in Boulder berichtet, wo ich am Liebsten Nudeln mit einer würzigen Schweinehack-Sauce und frischem Gemüse gegessen habe, ein Gericht namens Zha Jiang Mian.
Da ich sowohl das Restaurant als auch das Gericht wirklich vermisse habe ich heute versucht, es nachzukochen. Im Internet gibt es tonnenweise Rezepte dazu, aber ich habe es nicht mehr geschafft, richtige fermentierte Bohnensauce im Asia-Laden kaufen zu gehen, dafür hatte ich noch Hoisin-Sauce da, die ja auch zum Großteil aus fermentierten Bohnen besteht.
Das Ergebnis: es ist sehr, sehr lecker geworden und schmeckte fast so gut wie bei Zoe Ma Ma! Dort war die Sauce etwas suppiger, nächstes Mal koche ich sie in einem Topf statt in der Pfanne.
Außerdem nahm ich gemischtes Hackfleisch.

500g Hackfleisch (gemischt oder nur Schwein)
1/2 Zwiebel, fein gehackt
1/2cm Ingwer, fein gehackt
2 Frühlingszwiebeln, das Weiße und Hellgrüne gehackt
3 EL Hoisin-Sauce
Sojasauce

Zwiebeln, Ingwer und Frühlingszwiebeln in etwas Pflanzenöl anschwitzen. Wenn alles etwas Farbe genommen hat, aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Das Hackfleisch rundherum scharf anbraten. Wenn es quasi gar ist, die Zwiebelmischung wieder hinzu geben und mit einem guten Schuss Sojasauce zusammen mischen. Die Hoisin-Sauce dazu geben und gut verrühren. Nun habe ich etwas Wasser dazu gegeben und alles gut 15-20 Minuten vor sich hin köcheln lassen, bis es schön cremig wurde. Abschmecken, eventuell noch mehr Hoisin-Sauce dazu geben. Wenn die Sauce zu dünn geraten ist, einfach die Flüssigkeit mit einem TL Stärke (in Wasser gelöst) binden.

Während die Sauce köchelt, Gurke in feine Streifen schneiden und eine Möhre grob raspeln. Eine Frühlingszwiebel hacken und einen kleinen Bund Koriander entweder abzupfen oder grob durchhacken.
Spaghetti nach Packungsangabe kochen (Scherz, ich gucke nie auf die Packung, einfach Nudeln in gut gesalzenem Wasser kochen bis sie gar sind, irgendwann hat man das im Gefühl) und nach dem Abgießen mit einigen Tropfen Sesamöl (falls man grade welches da hat) mischen. Man könnte natürlich auch Soba, Udon oder gar Mie-Nudeln nehmen (die getrockneten die es bei uns gibt mag ich nicht, wenn, dann welche aus dem Kühlregal im Asia-Laden), aber Spaghetti sind immer da und ich sehe es überhaupt nicht ein, 3 Euro für 250g Soba zu bezahlen.

Die Nudeln auf einen Teller geben, einen gute Kelle Sauce darüber geben und mit Gurke, Möhre, Frühlingszwiebeln und Koriander garniert servieren. Guten Appetit!