Blechgemüse mit Süßkartoffeln

Blechgemüse mit Süßkartoffeln


Momentan sind wir leider ein bisschen schreibfaul, aber jetzt ist das Semester endlich vorbei und uns fallen wieder spannendere Sachen zum Kochen ein.  In diesem Sinne danke an die treuen Leser, denn trotz unserer Faulheit sind sie immernoch unerwartet zahlreich 🙂 Letzte Woche haben wir uns mal etwas ausgiebiger der Wiener Restaurantszene gewidmet und dabei unter Anderem ein großartigers chinesisches Restaurant, ON, gefunden. Außerdem einen kleinen Japaner fast um die Ecke und eine Pizzeria, tatsächlich um die Ecke, bei der es jeden Dienstag und Samstag jede Pizza um 5 Euro gibt. Dennis, Tobi und ich befanden die Pizza für sehr lecker – ob das wohl ein wöchentliches Date wird?! Nun gut, mal sehen.

Nächste Woche wird es nochmal einen großen Topf von dem Roti-Curry geben, es war einfach zu lecker. Heute widmet sich Tobi einer köstlichen Rindfleischsuppe mit viel Gemüse und Kartoffeln – ich liebe diese Suppe und freue mich jetzt schon drauf!

Eines der leckersten Gerichte letzte Woche war das Blechgemüse mit Süßkartoffeln, Schafskäse und Putenschnitzeln. Die Putendinger kamen mariniert aus dem Hofer, die wollte ich mal testen, waren auch gar nicht so übel. Das Blechgemüse ist etwas, was man relativ frei nach Lust und Laune machen kann – je nachdem, was man da hat. Wir hatten alles mögliche da und daher waren drin…

2 große Süßkartoffeln, in Spalten geschnitten
2 Zwiebeln, in Viertel geschnitten
ein paar Möhren, in Stücke geschnitten
1/2 Zucchini, in Scheiben geschnitten
2 Spitzpaprika, in Stücke geschnitten

Alles mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver und – wichtig – etwas Zimt würzen. Gut mischen. Auf einem Blech verteilen und erst mal bei 180 Grad heiß werden lassen, so dass das Öl blubbert. Dann den Ofen runter auf 150 Grad schalten und das ganze so lange backen, bis die Süßkartoffeln gar sind. Ausschalten, kurz rausholen und Schafskäse drüber bröckeln. Nochmal in den Ofen schieben, bis der Käse schön zerlaufen ist und an einigen Stellen schon etwas gebräunt. Gibt einen tollen Kontrast zu den Süßkartoffeln!

Aber ich liebe Süßkartoffeln ja sowieso. Ein tolles, einfaches, vegetarisches Gericht das auch ohne die Putenschnitzel eine vollwertige Mahlzeit ergibt. Man kann es auch noch mit normalen Kartoffeln ergänzen.

Gleich werde ich noch Eierlikör-Schoko-Muffins posten 🙂

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Reisauflauf mit Huhn und Brokkoli

Reisauflauf mit Huhn, Brokkoli und Champignons


Gestern war es mal wieder ein Ofengericht. Die Menge hat diesesmal exakt für zwei hungrige Menschen gereicht. Eigentlich ist es ein sehr simples Gericht, ich hab‘ mir allerdings etwas Mühe gemacht da ich Hähnchenoberkeulen ausgelöst habe – klar, wir haben ungefähr 5 verschiedene Ausbeinmesser in unterschiedlichen Flexibilitätsstufen, aber selbst damit war es noch nervig, weil ich einfach nicht geübt genug bin. Aber: Übung macht den Meister und das dunkle Fleisch schmeckt in einem solchen Auflauf einfach besser.

500g Hähnchenoberkeulen (oder ganze Schenkel, oder eine Mischung), ausgelöst – oder Hähnchenbrust, wer’s vorzieht (dann aber nur 300g)
350g Brokkoli (nur die Röschen)
250g Champignons, in Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt

Den Ofen auf 195°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Das Hähnchenfleisch rundherum anbraten, zur Seite stellen. In der gleichen Pfanne die Zwiebelwürfel anbraten bis sie glasig werden, dann den Knoblauch dazu geben. Umrühren, und dann ab in eine mittelgroße Auflaufform. Als nächstes die Pilze – ohne zusätzliches Fett, in der selben Pfanne – braten. Nach einigen Minuten wird die Feuchtigkeit der Pilze austreten. Wenn sie schön gebräunt sind, zu den Zwiebeln und Knoblauch in die Auflaufform geben. Die Brokkoliröschen roh mit dazu geben.

Nun in der Pfanne etwa 60ml Sherry (oder Weißwein) aufkochen und die ganzen Röststoffe am Pfannenboden abkratzen. Den Sherry auf 1 TL einkochen, die Pfanne vom Herd nehmen und 350ml Hühnerbrühe dazu gießen. Dann kommen noch 1 TL Salz, 1 TL Kräuter der Provence , 1/2 TL Oregano und 1/2 TL Paprikapulver dazu. 50ml Sahne und 100ml saure Sahne dazu gießen und gut umrühren.

In die Auflaufform nun 100g rohen (!) Reis geben. Mit der Flüssigkeit auffüllen und alles gut umrühren. Die Hühnerstücke oben drauf setzen und etwas reindrühen. Mit Alufolie dicht abdecken und gut 45min im Ofen garen. Eventuell zwischendurch einmal rausholen und alles umrühren, sonst gart der Reis ungleichmäßig.
Wer mag (so wie wir) kann dann die Alufolie abmachen und das Ganze nochmal 10min mit Käse überbacken.

Fertig! Sehr lecker. Leider ist es nicht so einfach, davon ein richtig appetitliches Foto zu machen, aber ich habe mein Bestes gegeben!

Chicken Enchiladas

Chicken Enchiladas


Hiermit beende ich offiziell die Winterpause! Es wird wieder gebloggt, und erstmal muss ich die ganzen leckeren Dinge nachholen, die wir in den letzten Wochen so fabriziert haben. Es geht los mit einem Gericht, mit dem man Tobi schnell aus der Reserve lockt: Chicken Enchiladas. Im Prinzip nichts Anderes als gefüllte, überbackene Tortillas zu denen man Guacamole und Creme fraiche reicht. In der Praxis unheimlich lecker.

Wir machen immer gleich eine Menge davon, ich nehme für 8 Tortillas entweder 3-4 Hühnerbeine oder, wer dem dunklen Fleisch abgeneigt ist, 500g Hühnerbrust. Mit Beinen schmeckt’s aber besser und günstiger sind die normalerweise auch. Ich heize den Ofen auf 180 Grad vor und brate die Hühnerbeine nach vorheriger Würzung mit Pfeffer, Paprika, Cumin und Salz scharf an, danach dürfen sie eine gute halbe Stunde im Ofen backen, bis sich das Fleisch leicht von den Knochen löst.

In der Zwischenzeit kann man schon mal die Tomaten-Chili-Sauce machen: eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken, mit reichlich Öl andünsten. 500g Tomatenpüree (oder gehackte Tomaten) dazugeben, zum Kochen bringen. Mit Cayenne, Pfeffer, Salz und reichlich Cumin würzen, eventuell noch etwas Wasser hinzugeben. Eine gute halbe Stunde vor sich hin köcheln lassen. Wer hat, kann einige Teelöffel Adobo Sauce von Chipotle Chilies in Adobo hinzugeben, das macht die Sauce ganz wunderbar rauchig-scharf. Den Rest kann man ja dann für die Chipotle Meatballs verwenden 🙂

Das Hähnchenfleisch zerrupfe ich dann grob und mische es mit einigen Esslöffeln Tomaten-Chili-Sauce, so dass es mit Sauce benetzt ist, aber nicht darin schwimmt. Jetzt werden damit die Weizentortillas gefüllt. Manchmal mache ich noch eine frische Salsa aus frischen Tomaten (entkernt), Frühlingszwiebeln, Koriander, Cumin und etwas Olivenöl und packe die mit in die Tortillas. Schwarze Bohnen, Mais und ähnliches Gemüse macht sich auch gut – aber dann könnte man ja eigentlich auch gleich Gemüse-Enchiladas machen.
Die Tortillas ordentlich rollen und dicht nebeneinander in die Ofenform legen. Die restliche Tomatensauce darüber geben – die Enchiladas sollten nicht bis oben hin schwimmen, im Zweifelsfall einfach etwas von der Sauce übrig lassen und andersweitig verwenden, zum Beispiel für eine Arrabiata – dann mit einigen Esslöffeln Creme fraiche beträufeln, Frühlingszwiebeln (in Ringe geschnitten) drüberstreuen und eine ordentliche Schicht geriebenen Käse. Ab in den Ofen bis der Käse schön gebräunt ist.

Dazu passt eine frische Guacamole besonders gut. Einfach das reife, weiche Fleisch von zwei Avocados mit grobem schwarzen Pfeffer, einer Prise Salz, sehr fein gehackten Frühlingszwiebeln und einem guten Spritzer Limettensaft sowie reichlich frischem, gehackten Koriander mit einer Gabel zerquetschen. Abschmecken, fertig.

Als Nächstes kommt ein Rezept aus Jamie’s America dran, auf das wir schon lange geschielt haben: Southern Ham and Beans. Sehr köstlich – seid gespannt! Außerdem gab es noch Spaghetti Meatballs, ein Wintertiramisu mit Lebkuchen und Kirschen und heute macht Tobi Königsberger Klopse (die darf er euch dann aber selber beschreiben). Ein paar Weihnachtsleckereien gebe ich auch noch zum Besten: Saté-Spieße, Eierlikör-Schoko-Muffins, Filo-Teigtaschen mit Schafskäse,…

Shepherd’s Pie

Shepherd’s Pie


Draußen schneit es und seit unsere Heizung wieder richtig heizt, muss man sich auch nicht mehr in drei Decken wickeln. Trotzdem ist mir nach etwas richtig Deftigem, was von Innen durchwärmt – also gibt es heute Auflauf. Und zwar nicht irgendeinen, nein, sondern Shepherd’s Pie. Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Kartoffelbrei zu überbacken, sollte eine Medaille bekommen!

Die Anregung kommt von der Jamie Oliver Homepage, aus der „Home Cooking Skills“ Ecke. Das Original-Rezept findet ihr hier:

http://www.jamieoliver.com/recipes/home-cooking-skills/shepherd-s-pie

Heute mittag geht’s auf den Naschmarkt, um Lammhack zu besorgen, das bekommt man nämlich in den Supermärkten nicht. Kartoffeln sind sowieso noch reichlich da, aber ein Trip zu Hofer wird mir wohl trotzdem nicht erspart bleiben, denn die 2kg Zwiebeln, die wir vor nicht mal zwei Wochen gekauft haben, haben sich schon wieder in Luft aufgelöst.
Tobi wird zur Abwechslung am Sonntag kochen und euch erzählen, was aus der spontanen Idee, Fasan zu machen dann tatsächlich geworden ist! Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, ich weiß nicht, ob ich schon jemals bewusst Fasan gegessen habe. Flugente gab’s früher immer bei meiner Oma, und Wachteln kenne ich auch – Geflügel, nur „wilder“.

Morgen gibt es unterdessen wieder etwas vegetarisches: eine Lasagne mit Kürbis und Lauch-Spinat-Gemüse. Mal schauen ob sie uns überzeugen kann! Aber erstmal geht’s jetzt los mit dem Shepherd’s Pie – hier ist meine Version für zwei Personen, die keinen Stangensellerie mögen…

1/2 Zwiebel, ein Stück Sellerie, eine Möhre und eine Knoblauchzehe hacken
eine kleine Hand voll frischen Rosmarin abzupfen
500g frisches Lammhackfleisch
1/2 400g-Dose Tomaten
125ml Brühe

Die Zwiebel, Sellerie, Möhre und Knoblauch und fast alle Rosmarinnadeln in heißem Olivenöl sautieren. Etwa 10min kochen bis alles etwas weich geworden ist. Das Lammhackfleisch dazu geben und bei hoher Hitze rundrum bräunen. Nun überschüssige Flüssigkeit abgießen, die Tomaten, Brühe und Salz und Pfeffer dazugeben. Aufkochen und eine gute Stunde vor sich hin köcheln lassen.
Währenddessen schonmal die Kartoffeldecke zubereiten:

750g Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden

In gut gesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind. Abgießen, ein ordentliches Stück Butter, einen Schuss Milch, Salz, etwas Muskat dazu geben und durchstampfen. Wer keinen Kartoffelstampfer hat, kann das auch mit der Gabel machen, es dauert nur etwas länger. Bitte nicht mit dem Mixer – dann gibt’s Kartoffelkleister!

In eine Auflaufform zuerst die Hackfleischsauce geben und dann mit dem Kartoffelbrei abdecken. Die restlichen Rosmarinnadeln in den Kartoffelbrei stecken, mit etwas Olivenöl beträufeln und für ca. 25min bei 200 Grad in den Ofen packen.

Dazu gab es Erbsen mit Parmesan – ich hab‘ einfach TK-Erbsen in kochendes Wasser gegeben und 2-3min erhitzt, abgegossen, ein Stückchen Butter dazu, geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer. Ein Schuss Sahne macht sich auch gut. Statt Erbsen könnte man auch gut Brokkoli, Lauchgemüse oder grüne Bohnen machen.


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