Muffuletta

Unsere Party am Samstag war ein Erfolg. Es gab tolle Menschen, leckeres Essen, viel zu viele alkoholische Getränke und am nächsten Tag ein feines Frühstück mit den Übernachtungsgästen mit anschließendem Mini-Sightseeing Rundgang in München inklusive Baden im Eisbach (bei den aktuellen Temperaturen absolut herrlich).
Mit am meisten Anklang fand die Muffuletta, ein dickes Sandwich, welches ich spontan machte, da ich sowieso Tomaten-Focaccia backen wollte…
Muffuletta ist ein Sandwich aus New Orleans mit vielen leckeren Schichten Salami, Schinken, Käse, salzigen Oliven und saftigen Tomaten…

Den Anfang macht ein frisch gebackenes Focaccia. Hierzu einfach nach diesem Rezept vorgehen, den Teig aber nicht teilen sondern einen großen Fladen (ein ganzes Backblech) ausrollen und keine Tomaten obendrauf geben, sondern regelmäßige kleine Vertiefungen mit dem Daumen eindrücken. Nach Rezept backen, etwas abkühlen lassen und mit einem großen Sägemesser durchschneiden. Den Deckel abnehmen und zur Seite stellen.

1/2 Glas Mixed Pickles
80-100g grüne Oliven
200g fein geschnittener Schinken
250g Salami, verschiedene Sorten (z.B. Salame milano, Rauchsalami, Salame felino,..) 
3 Mozzarella-Kugeln, in Scheiben geschnitten
1 Packung Fol Epi Hauchfein
3 dicke Tomaten, in dünne Scheiben geschnitten

Zunächst die Mixed Pickles und die Oliven fein hacken. Dafür entweder mit etwas Olivenöl kurz im Mixer zerkleinern oder mit dem Messer durchhacken. Etwas Olivenöl auf das Unterteil der Focaccia geben und den Olivensalat darauf gleichmäßig verteilen.
Nun kommen die verschiedenen Schichten: ich fange mit einer Sorte Salami an, dann Schinken, Fol Epi, die zweite Sorte Salami, Mozzarella, der restliche Schinken, Tomaten. Jede Schicht sollte den Boden komplett bedecken.
Den Deckel aufsetzen und fest zusammen drücken, am Besten ein paar Stunden mit schweren Töpfen oder Kochbüchern beschweren. Geht aber auch ohne. Eine Stunde durchziehen sollte es aber schon.
In Stücke schneiden und genießen!

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Pfirsich-Prosciutto-Baguette mit Ziegenkäse und Rosmarin

 

Ja, ab und an gibt’s schon auch was mit Tier! Heute zum Beispiel ein fantastisches Sommer-Baguette. Sollte man am Besten auf dem Balkon essen und dazu ein Glas Wein trinken.
Inspiration war dieses Mal ein Rezept aus einer neuseeländischen Kochzeitschrift, aus der ich mir die guten Seiten rausgerissen hatte. Die machten dazu ein Basilikumöl, das schien mir zu aufwändig, außerdem passt Rosmarin so gut zu Pfirsichen (und auf dem Balkon steht ein Rosmarinbusch..)

Für 2 Personen:

ein Baguette (ich nahm ein Steinofen-Aufbackbaguette, bei denen vom Bäcker reicht dann ein Halbes)
1,5-2 Pfirsiche
80g Prosciutto crudo (Parmaschinken, Serranoschinken, Landschinken,…)
75g Ziegenfrischkäse
100g Ricotta
einige Rosmarinnadeln

Das Baguette (eventuell vorher aufbacken) halbieren. Den Ziegenfrischkäse mit dem Ricotta verrühren und auf die Baguetthälften streichen. Die Pfirsiche achteln und mit dem rohen Schinken umwickeln, dekorativ auf das Baguette setzen. Nun noch mit Rosmarin bestreuen – je nach Geschmack mehr oder weniger. Schon fertig! Ging schnell, oder?
Und ist sooooo lecker!

Hummus-Wraps mit mediterranem Salat

 

Solche Wraps gibt es im Café Sol vor den Toren des Zion National Park in Utah. Ich erinnere mich daran wie ich letztes Jahr mit einem dicken, saftigen, vegetarischen Wrap am Fluss saß und die Sonne genoss. Das Balsamico-Dressing tropfte raus, aber das machte gar nichts.
Gestern habe ich frischen, leckeren Hummus gemacht – denn mein neuer Multizerkleinerer ist endlich angekommen! Wie schön, wenn man sich über so was noch freuen kann.. endlich wieder ein Gerät, das dicht ist und womit man im Handumdrehen leckere Dips und Saucen zubereiten kann. Herrlich.

Diese vegetarischen Wraps sind super für einen lauen Sommerabend und vereinen zwei meiner liebsten Lebensmittel: Hummus und Feta. Man könnte sie aber auch fix veganisieren, anstelle von Feta könnte man Tofu nehmen oder „Tofu-Feta“ nach Scott Jurek’s Rezept machen. Habe ich noch nicht probiert, vielleicht probiert es ja von euch jemand aus?

Für einen dicken Wrap:

1 großen Tortilla-Wrap (den größten den es im Supermarkt gibt)
2-3 EL Hummus (gekauft oder selbst gemacht)
1/2 Romanasalatherz, oder eine ähnliche Menge Pflücksalat
6-7 Oliven
50g Feta 
einige Scheiben Gurke
einige Scheiben rote Zwiebel
2-3 Cherrytomaten 
Balsamicocreme 
Salz, Pfeffer

Anstelle von Tomaten und Zwiebeln in Scheiben habe ich ein paar dicke Kirschtomaten und eine halbe Zwiebel in den Mixer geworfen und zu einer feinen Salsa zerkleinert. Davon nahm ich einen EL für den Wrap.

Zuerst den Salat in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Die Oliven halbieren, den Feta zerkrümeln, die Gurke in halbe Scheiben schneiden und entweder die Cherrytomaten vierteln oder einen EL Tomaten-Zwiebel-Gemisch zum Salat geben. Alles mit einem Schuss Balsamicocreme sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack mischen und mindestens 10min durchziehen lassen.

Wenn der Salat schön durchgezogen ist, den Tortilla kurz im Backofen aufwärmen und dann mit dem Hummus bestreichen. Den Salat darauf verteilen und aufrollen. Und reinbeißen!

Champignon-Linsen-Burger nach Scott Jurek

Vor ein paar Monaten las ich „Eat and Run“ von Scott Jurek. Sehr inspirierend, und meine Allzweckwaffe wenn mich jemand fragt, ob man mit veganer Kost noch die Arme heben kann (Scott Jurek ist einer der berühmtesten Ultramarathonläufer der Welt und strikter Veganer). In dem Buch gibt es neben den Erzählungen über sein Leben und seine Karriere auch in jedem Kapitel auch ein Rezept. Neulich hatte ich ja schon von den 8-Grain-Strawberry Pancakes geschrieben, heute geht es um die veganen Burger-Patties.

Vorab ein Wort der Warnung: die Patties werden nicht richtig knusprig und haben auch nicht die gleiche Konsistenz von Hackfleisch (logischerweise). Richtig strikte Fleischfresser, die beim Gedanken an Gemüse schon einen dämlichen Spruch zücken, wird man hiervon nicht begeistern können, zumindest wenn man es als Hamburger bezeichnet.
Alle Anderen werden aber vermutlich ein verdammt leckeres Sandwich essen und sich darüber freuen, dass das auch ohne Hackfleisch geht.
Man muss es ja nicht vegan lassen – bei mir gab’s heute etwas Schafskäse dazu.
Die Patties sind aufwendig in der Herstellung, aber man hat dann auch direkt ca. 12 Stück die sich sehr gut einfrieren lassen.
Ich habe das Rezept von cup-Maßen in Gramm und Milliliter übersetzt, die cup-Maße aber jeweils angegeben, denn so wie ich haben sicher auch andere Leute amerikanische Cup-Messbecher und -Löffel im Haus. Kocht (und backt) man oft amerikanische Rezepte nach, lohnt sich die Anschaffung absolut – man bekommt auf Amazon Sets für um die 10 Euro. (hmmm, ob ich wohl mal ein neues, hübscheres Set brauche….)

Für 12 Patties:

150g (1 cup) trockene grün-braune Linsen (am Besten de Puy, es funktioniert aber sogar mit roten Linsen gut)
1/2 Zwiebel (1/4 cup)
1 EL TK-Petersilie
550ml Wasser

Alles zusammen in einem kleinen Topf aufkochen und dann bei geringer Hitze ca. 45min lang köcheln lassen, bis die Linsen weich sind und das Wasser fast komplett aufgenommen wurde. Währenddessen schon mal die trockenen Zutaten vorbereiten…

80g (3/4 cup) Walnüsse
50g geschroteter Leinsamen

Beides zusammen in einem Multizerkleinerer fein mixen. Darunter dann 125g feine Semmelbrösel, 2 EL Nährhefe und folgende Gewürze mischen:

1 gehäufter TL Meersalz
1/2 TL Paprikapulver
1/4 TL gemahlener schwarzer Pfeffer

Als nächstes – vermutlich kochen die Linsen immer noch – kommt das Gemüse dran.

180g Champignons (3 cups)
1 Zwiebel (1 cup)
50g Blattspinat (1 1/2 cups)

Alles fein hacken und in einer Pfanne mit 2 EL Kokos- oder Olivenöl 10-15min schmoren. Abkühlen lassen.

Wenn die Linsen gar sind und das Wasser weg, den Topf von der Hitze nehmen und 2 EL Dijon-Senf sowie 3 EL Balsamico-Essig unterrühren. Mit einem Kochlöffel zu einem dicken Mus verarbeiten (ein Kartoffelstampfer hilft auch). Auch abkühlen lassen.

Zum Schluss alle Komponenten in einer großen Rührschüssel verrühren und mit den Händen geschmeidig verkneten. Nun am Besten auf zwei flache Gefäße aufgeteilt mindestens 45min in den Kühlschrank stellen.
Daraus werden dann einfach mit den Händen Patties geformt. In der Pfanne mit wenig Fett auf beiden Seiten anbraten, bis das Patty gut gebräunt ist. Ebenso kann man es auf den Grill legen oder in einem Panini-Grill braten.
Belegen kann man es nun wie jeden anderen Hamburger auch: mit Salat, verschiedenen Soßen, Käse, Tomate, Gurke,…

Enjoy!

Hummus mit Süßkartoffel

Ohh, Hummus! Könnte ich tagein, tagaus essen. Als wir in Neuseeland mit dem Zelt unterwegs waren haben wir uns viel von Baguette und diversen Dips ernährt – unter Anderem von „Lisa’s“ Dips, da gab es ganz tolle Hummus-Sorten und auch welche mit Schafskäse. Eine meiner Lieblingssorten hatte Süßkartoffel, Kürbis und Kreuzkümmel drin. Nun stieß ich neulich auf ein Rezept für Hummus mit Süßkartoffel und Gewürzen, und der kommt der Sache schon recht nah. Zu dieser Jahreszeit gibt es sowieso keinen Kürbis, und Kürbis aus Dosen finde ich in Deutschland irgendwie nie (in den USA ist das Standard, viele Leute machen damit ihren Pumpkin Pie). Gestern habe ich den Hummus gemacht, um ihn auf Quinoa-Wraps zu schmieren, aber er eignet sich auch als Brotaufstrich, zum Dippen oder einfach zum so essen.
Ich nahm:

ein Glas Kichererbsen (von Alnatura, Abtropfgewicht 220g, oder die entsprechende Menge frisch gekochter Kichererbsen)
150g Süßkartoffel
2-3EL Tahin ohne Salz (von Rapunzel)
5EL Olivenöl
1 TL Cumin
je 1/2 TL Zimt und Muskat
frisch gemahlener Pfeffer, Salz nach Geschmack
eine Knoblauchzehe
den Saft einer Zitrone

Die Vorbereitung geht sehr leicht zur Hand, wenn man ein Glas oder eine Dose Kichererbsen nimmt – obwohl es mit eingeweichten und gekochten Kichererbsen leckerer schmeckt, dann muss man aber auch daran denken, sie am Abend zuvor einzuweichen.
Die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und in reichlich gesalzenem Wasser kochen bis sie gar ist. In ein Sieb abgießen und abkühlen lassen.
Währenddessen die gegarten Kichererbsen in eine Schüssel geben und die restlichen Zutaten dazu geben. Bei den Gewürzen lieber am Anfang etwas zu wenig nehmen und später nachwürzen. Nun die abgekühlte Süßkartoffel dazu geben und alles mischen.

Idealerweise hat man eine Moulinette oder einen anderen guten Mixer, ich hatte leider nur einen Stabmixer zur Hand, wenn der genug Power hat klappt’s aber auch so. Also alles ab in den Mixer oder in ein hohes, stabmixertaugliches Gefäß. Ordentlich durchmixen. Soll der Hummus zum dippen sein, muss vermutlich noch etwas Wasser dazu, damit er cremiger und flüssiger wird. Um ihn in Wraps oder auf Brot zu essen ist eine dick-cremige Konsistenz genau richtig. Nach Belieben mehr Gewürze, Olivenöl und Salz dazu geben.

Die Möglichkeit für Variationen ist bei Hummus unendlich. Im Originalrezept kommt noch Sriracha dazu, das hatte ich aber nicht da und Chilipulver hab ich auch keins gefunden…
In zwei Wochen ziehen wir endlich in unsere neue Wohnung um. Dann wird auch unsere neue Küche eingebaut und ich freue mich schon sehr darauf, sie endlich wieder mit allerlei tollen Lebensmitteln einzurichten. Allein der Gedanke daran, Vorratsgläser zu befüllen, macht mich ganz wuschig…

Rezept inspiriert von http://www.vegetarianventures.com/2012/11/26/spiced-sweet-potato-hummus/

Hamburgerbrötchen

Hamburgerbrötchen im Brioche-Stil

Was ist der erste Schritt zu einem fantastischen Burger? Großartige Buns. Die Dinger, die man im Laden bekommt, sind meistens viel zu weich und weichen sofort durch. Richtige deutsche Brötchen sind viel zu hart, da tut einem danach der Gaumen weh. Was ist also die Lösung? Klar, selber backen. Seit ich die großartige Seite A Hamburger Today entdeckt habe, stöbere ich öfters nach Rezepten um die sowieso schon ziemlich tollen Burger, die es bei uns ab und zu gibt, noch ein kleines bisschen toller zu machen.

Also habe ich mich an einem Rezept versucht was lecker aussah und sich anhörte. Ich backe eigentlich nicht viel, aber in letzter Zeit habe ich da irgendwie Ambitionen. Das Rezept stammt von einem meiner Lieblings-Kochblogs, smittenkitchen: light brioche burger buns

Hier nun das Rezept für deutsche (und österreichische 😉 ) Küchen:

2 TL Trockenhefe
3 EL warme Milch
250ml warmes Wasser (40°C)
2,5 EL Zucker

Alles zusammen mischen und etwa 5min stehen lassen. Währenddessen schonmal 500g Mehl mit 1,5 TL Salz verrühren. 2,5 TL weiche Butter dazu geben und mit den Händen verkneten, so dass sich Krümel formen. Ein Ei verquirlen.

Als nächstes mit einem Teigschaber die Hefemischung und das Ei unterrühren, bis sich ein klebriger Teig ergibt. Diesen dann auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und gut 10min durchkneten. Den Teig ordentlich schlagen und dabei nicht allzu viel Mehl dazugeben. Er wird sehr klebrig, aber je feuchter der Teig ist, desto besser werden später die Brötchen.
Dann den Teig in einer Schüssel, mit Klarsichtfolie abgedeckt, gut 1-2h (je nachdem, wie warm die Wohnung ist) gehen lassen, bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat. Rausholen, in 8 gleich große Stücke teilen und vorsichtig in runde Bälle formen. Auf ein Backblech mit Backpapier setzen, eine Lage Klarsichtfolie mit Öl bestreichen und die Teigbälle damit abdecken. Nochmal eine gute Stunde gehen lassen.

Nun ein tiefes Backblech mit Wasser füllen (ca. 1cm hoch) und ganz unten in den Ofen setzen. Auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Vorsicht beim aufmachen – da kommt ordentlich Dampf raus! Ich war natürlich zu unvorsichtig und habe gleich mal Damp in die Augen bekommen. Autsch. Sorgt für schön trockene Augen.
Die Buns mit etwas verquirltem Ei (1 Ei vermischt mit 1TL Wasser) bestreichen und nach Belieben Sesam draufstreuen. Im Ofen backen bis sie oben leicht braun sind, ungefähr 15 Minuten.
Herausnehmen, auf einem Rost abkühlen lassen.

Die Dinger sind so unglaublich lecker, dass ich mich grade bemühen muss, sie nicht allesamt mit ein wenig Butter bestrichen zu mampfen. Definitiv taugen die auch fürs Sonntagsfrühstück!

Die restlichen Bestandteile zu einem großartigen Burger gibts später. Ich probier da mal was Neues aus.

Sloppy Joes mit Coleslaw

Spaghetti mit Sloppy Joe Sauce und Coleslaw


Neulich wollte ich Sloppy Joes machen, ein echter amerikanischer Klassiker. Das einzige Problem: in keinem der drei Supermärkte, die in Laufweite liegen, gabs Burgerbrötchen. Was sind überhaupt Sloppy Joes?! .. im Prinzip ist es eine Hackfleischsauce, die man in Burgerbrötchen löffelt und dann versucht, zu essen. In meiner amerikanischen High School gabs das öfters in der Mensa, am Ende sah man immer aus wie sau, aber lecker wars.

Also gab es die Sloppy Joe Sauce mit Coleslaw als Spaghettisauce. Auch das war verdammt lecker und wir haben gottseidank noch eine Portion weggefroren.

Sloppy Joe Ragout

600g Hackfleisch
1 Paprikaschote, fein gehackt
1 Stück Sellerie, fein gehackt (ca. 2 Hand voll)
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Das Hackfleisch portionsweise bei hoher Hitze rundrum scharf anbraten, es sollte von allen Seiten gut gebräunt sein. Die Hitze runterschalten und Zwiebel, Sellerie, Paprika und Knoblauch dazu geben. Wenn die Zwiebeln glasig werden und das Gemüse langsam weich wird, die Saucenzutaten dazu geben: 125ml Ketchup, 500ml Tomatenpüree, 1 TL Worcestersauce, 1 TL brauner Zucker, 1 TL Balsamicoessig, 1/2 TL Thymian, Salz, Pfeffer. Gut umrühren und ungefähr 20min köcheln lassen.

Coleslaw

1/2 Zwiebel, in sehr feine Halbringe geschnitten
1/2 Kopf Weißkohl, fein geschnitten
1 Apfel, in feine Stifte geschnitten

Alles in einer Schüssel mischen. Karotte kann man auch noch reinraspeln, ich mags aber nicht so gerne. Für das Dressing nun 3 TL Mayonnaise, 1 TL groben Senf (à l’ancienne) und 2 TL Saurrahm mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Gut mischen und über die Kohl-Zwiebel-Apfel-Mischung geben. Vor dem Servieren einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Wir haben das ganze nun – wie man auf dem Bild sieht – über Spaghetti serviert. Hat wunderbar geschmeckt, nächstes Mal gibt’s die Sauce aber auf Burger Buns!

Guacamole Bacon Cheeseburgers

Guacamole Bacon Cheeseburgers mit Sweet Potato Fries


Burger. So ein einfaches, aber geniales Essen. Auf meiner Quer-durch-die-USA-Reise vor einem Jahr (ach je.. so lange ist das jetzt schon wieder her..) habe ich versucht, den besten Burger der USA zu finden. DEN besten Burger habe ich dann in der Red Coat Tavern in Detroit gefunden. Aber auch wenn ich hier solche Burger einfach nicht im Restaurant finde, habe ich zumindest rausgefunden, welche Zutaten auf meinen Lieblingsburger drauf müssen.. Die heute waren echt gut, noch feiner ist es allerdings, frisch durchgewolftes Roastbeef zu nehmen. Kostet aber leider entsprechend – eher für die besonderen Anlässe.
Ich hab für drei Personen gekocht. Dennis hatte mal wieder Glück. 😉

750g Hackfleisch (gemischt oder nur Rind)
ein Ei
2-3 EL Semmelbrösel
1-2 EL Worcestersauce
1/2 TL Salz
reichlich frisch gemahlener Pfeffer

Alles ordentlich verkneten und 6 dicke Patties daraus formen. Kalt stellen.

Guacamole

3 Avocadohälften
1 Frühlingszwiebel, sehr fein gehackt
1-2 EL gehackter Koriander
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
eine Prise Salz
eine halbe ausgepresste Limette

Alles miteinander vermengen beziehungsweise vermatschen.

Burgersauce

3 EL Sauerrahm
3 EL Mayonnaise
2 EL Ketchup
1 EL Worcestersauce
1 EL Balsamicoessig
1 TL Senf

Alles miteinander verrühren, abschmecken. Wie ’ne Art Cocktailsauce, nur geiler.

Der Rest ist ganz einfach: Speck anbraten, in dem ausgelaufenen Fett die Patties braten – nur ein paar Minuten von beiden Seiten, wenn sie ganz innen noch leicht roh sind, sind sie genau richtig. Am Ende kann – sollte! – man noch ordentlich Käse drauflegen und anschmelzen. Wir haben Chili-Cheddar genommen, sehr lecker.  Auf einem getoasteten Burgerbrötchen Salat, Gurke, Pattie mit Käse und Speck, Guacamole, Burgersauce und was man sonst noch so mag stapeln… mjam.

Dazu gab es…

Sweet Potato Fries

Süßkartoffeln schälen und in Pommes-Streifen schneiden. Mit Olivenöl, etwas Cayenne-Pfeffer, Salz, Pfeffer und etwas Zimt würzen und gut mischen. Bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze) im Ofen backen, ungefähr 20 Minuten. Ab und zu die Ofentür aufmachen und den Dampf rauslassen, so werden die Pommes knuspriger. Richtig knusprig werden sie aber sowieso nicht, dafür müsste man sie frittieren. Ich mag sie so aber sehr gerne.

Roastbeef und Bohnen

Roastbeef-Sandwiches und Bohnensalat mit Vinaigrette


Zum Abendessen gibt es heute leckere Sandwiches. Wie ich grade auf die Kombination komme, die ich heute mache, ist schnell erzählt: im Januar war ich auf meinem Cross-USA-Trip in Charleston, South Carolina. Dort fand ich nach einem Tag ein Café, in dem ich dann die folgenden 5 Tage ungelogen täglich gegessen habe – das five loaves café .. da bekommt man für unter $10 wahnsinnig leckere Sandwichs, Suppen und Salate, man kann sich jeweils zwei Sachen aussuchen. Also zum Beispiel ein halbes Peppercorn and Coriander Roastbeef Sandwich und dazu eine Tomaten-Estragon-Suppe mit Krabbenfleisch. Oder ein halbes „Parker“ Sandwich mit gegrilltem Schweinefilet, Gorgonzola, karamellisierten Zwiebeln, Babyspinat und Tomate und dazu ein halber Cobb Salat.. (mit der Kombi habe ich die 18h-Busfahrt Charleston-NYC überlebt!)

Die Sandwiches wollte ich schon immer mal versuchen zu imitieren, teilweise mit einigen Anpassungen. Von nun an gibt es also jede Woche ein solches köstliches Sandwich!
Und weil das als Abendessen ein bisschen wenig ist, gibts noch einen schnellen Bohnensalat dazu.

1 Mini-Ciabatta (oder ein großes Baguettebrötchen)

Einen großen TL groben Senf (Dijon à l’ancienne) mit 1/2 TL Honig verrühren. Eine Ciabatta-Hälfte damit bestreichen. Die andere Hälfte mit Mayo bestreichen [eigentlich wollte ich Estragonmayo machen, aber prompt gibt es heute keinen frischen Estragon zu kaufen] und mit frischer Kresse bestreuen. Einige Scheiben sehr dünn geschnittenes Roastbeef darauf legen. Darauf dann in Streifen geschnittenen Salat, Tomate und Käse (Provolone, Gouda,…). Einige Kapern fein hacken, drauf damit und mit der anderen Hälfte abdecken. Fertig.

Für den Bohnensalat zunächst eine halbe Zwiebel sehr fein hacken und die Zwiebelwürfel in einer Schüssel mit einem guten Spritzer Zitronensaft ziehen lassen. Das nimmt der Zwiebel die Schärfe. Währenddessen eine große Dose weiße Bohnen abtropfen lassen, die Bohnen aber nicht abwaschen.
Für die Vinaigrette 2TL Weinessig (weiß oder rot, das ist egal) mit 1TL Olivenöl und 1/2 TL Kräuter der Provence verquirlen. Über die Bohnen geben, die Zwiebeln aus dem Zitronensaft heben und leicht auspressen, zu den Bohnen geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Bohnensalat kann man gut vorbereiten, der zieht dann schön durch und ist noch leckerer.
Fotos gibt es später!

Außerdem stehen diese Woche auf dem Plan: Thunfischpasta mit Weißwein und Kapern (morgen), herzhafte Muffins, Roti aus Trinidad (das tolle Kochbuch, das wir aus Trinidad mitgebracht haben, muss endlich mal verwendet werden!) und Hühnerbrustfilets mit Cassis-Sauce…