Zwiebelkuchen mit Speck

Zugegeben, das Rezept ist geklaut. Oder inspiriert worden. Wie auch immer. Auf der Homepage meiner Biokiste gibt es eine Rezepte-Sektion und da hab ich’s gefunden. Also, die Quelle: http://www.tagwerk-oekokiste.de

Aber es ist einfach zu gut um es nicht zu teilen! Ich könnte es blecheweise futtern.

Der Teig:

250g Mehl
1/2 TL Salz
1/2 Würfel Hefe 
150ml Milch 
50g Butter

Mehl und Salz verrühren. Butter und 100ml der Milch zusammen auf kleiner Hitze schmelzen. Die restliche Milch benutzen, um die Hefe aufzulösen. Wenn die Butter aufgelöst ist, zum Mehl kippen, die Hefe dazu. Einfach verrühren, kurz durchkneten und dann an einem warmen Ort eine Stunde zugedeckt gehen lassen. Gelingt quasi garantiert.

Während der Teig vor sich hin geht, wird der Belag zubereitet.

1kg Zwiebeln
150g gewürfelter Speck
2 Eier
150g saure Sahne
Salz, Pfeffer

Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne den Speck auslassen und die Zwiebeln darin dünsten bis sie hellbraun sind. Ich mache das immer in zwei Durchgängen, da ich nicht alle Zwiebeln in eine Pfanne bekomme. Ruhig etwas Farbe nehmen lassen, aber sie sollen natürlich nicht anbrennen.
Zwiebeln und Speck dann in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Eier und saure Sahne hinein rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn der Teig gegangen ist, auf einem Backblech ausrollen (vorher Backpapier drunter, eh klar) und noch mal 10min gehen lassen. Die Zwiebelmasse darauf verteilen und bei 210 Grad (Ober- und Unterhitze) ca. 30min in den Ofen schieben. Wenn der Teigrand gebräunt ist und die Eiermasse vollständig gestockt ist, ist der leckere Zwiebelkuchen fertig!

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Mediterrane Brioche-Schnecken

 

Gestern habe ich mal wieder was aus meinen neuseeländischen Kochzeitschriften ausprobiert. Das Rezept hat so halbwegs gestimmt, die Menge an Mehl war viiiiiel zu wenig, aber das Ergebnis war enorm lecker  – toll zum Mitnehmen oder auch zum Nachmittagskaffee, noch mal kurz im Ofen gewärmt. Die Füllung kann nach Belieben verändert oder ergänzt werden, z.B. mit Oliven oder Kräutern.

Für 12 Schnecken (ein Backblech voll): 

700g Mehl (ich nahm 500g Weizenmehl + 200g Dinkelvollkornmehl)
2 Esslöffel Zucker
1 TL Salz
1,5 Päckchen Trockenhefe
250ml Milch
120g Butter
3 Eier

Füllung:

6 EL karamellisierte Zwiebeln oder Zwiebelmarmelade
50g getrocknete Tomaten, fein gehackt
100g Schafskäse

Hat man keine Zwiebelmarmelade im Haus, müssen vorher die karamellisierten Zwiebeln vorbereitet werden. Macht direkt eine größere Menge, denn der Kram ist auch herrlich auf dem Sandwich, im Kartoffelbrei, zu Ofengemüse,… zu ALLEM. Dazu 500g Zwiebeln (oder mehr) in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Öl anschwitzen. Immer wieder umrühren. Nach einer Weile tritt die Flüssigkeit der Zwiebeln aus und verdampft. Sobald die Zwiebeln anfangen Farbe zu nehmen, etwas Wasser (immer nur 1-2 EL) dazu geben und die Hitze etwas runterdrehen. Zwischendurch kann man auch mal Rotwein oder Balsamicoessig nehmen anstelle von Wasser.
Bis die Zwiebeln mit dieser Methode dunkelbraun karamellisiert sind, dauert es 30-45min. Man muss aber nicht die ganze Zeit dabei stehen, einfach die Hitze niedrig belassen, immer mal wieder rühren und auf das Geräusch achten – wenn’s knistert, muss Wasser dazu, denn dann fangen die Zwiebeln an zu braten.
Wenn die Zwiebeln fertig sind, einfach in ein sauberes Gefäß geben und abkühlen lassen.
Jetzt geht es aber an die Schnecken!

Zunächst 200g des Mehls mit dem Zucker, Salz und der Trockenhefe mischen. Milch und Butter zusammen in einem kleinen Topf erwärmen bzw. schmelzen. Wenn die Butter vollständig geschmolzen ist, die Mischung kurz abkühlen lassen und dann mit der Mehlmischung verquirlen (dazu reicht ein Kochlöffel oder eine Gabel). Mit einem sauberen Tuch abdecken und gehen lassen, bis es sich verdoppelt hat, das dauert ungefähr 40 Minuten.

Wenn der Teig fertig gegangen ist, mit einer Gabel die Eier einzeln darunter rühren, anschließend das restliche Mehl einrühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte auskippen und mit den Händen kneten, bis es eine geschmeidige Masse ist. Ich hatte am Anfang nur die 500g Mehl aus dem Rezept drin und als Resultat klebte der Teig überall, ich denke ich habe mindestens 200g Mehl noch dazu gegeben, vielleicht auch mehr. Der Teig soll nicht mehr an den Händen (oder an der Arbeitsplatte…) kleben bleiben und elastisch sein, dann ist es genug Mehl.

Den Teig dann auf ca. 30x40cm ausrollen (ungefähr so groß wie ein Backblech). Die karamellisierten Zwiebeln (oder Zwiebelmarmelade) darauf verteilen, die fein gehackten getrockneten Tomaten gleichmäßig darauf streuen und den Feta fein darauf zerkrümeln. Von der langen Seite aus zu einer dicken Rolle aufrollen. Die Enden knapp abschneiden, dann in 12 Teile schneiden.
Nun den Ofen auf 190 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Schnecken mit der Schnittseite nach oben darauf legen und noch mal 20min gehen lassen. Danach kommen sie für 20-25min in den Ofen, bis sie oben goldbraun sind.

Warm aus dem Ofen schmecken sie am Besten. Nach dem Abkühlen unbedingt in luftdichten Plastikdosen im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn man sie später essen will, bei 200 Grad 3-4 Minuten warm machen. Wie man das in der Mikrowelle macht, weiß ich nicht, geht aber mit Sicherheit.

Lasst es euch schmecken!

 

Biskuitrolle mit Zitrone und Erdbeere

Gestern habe ich einen riesigen Stapel Kekse mit Nutellafüllung gebacken (Bestechung für die Nachbarn da wir morgen eine Party schmeißen), und als ob mir noch nicht schlecht genug gewesen wäre, habe ich heute noch eine Biskuitrolle hinterher geschoben. Die ist aber der Geburtstagskuchen für meinen Freund der sie heute zum Kaffee genießen darf. Das Rezept ist von meiner Familie und hat mir schon hervorragende Dienste geleistet als ich in den USA mal ein „deutsches Dessert“ mitbringen musste. Leicht zu variieren, im Original gibt es sie meist mit Himbeeren, aber meine bessere Hälfte mag ja kein gatschiges Obst. Da ich neulich Erdbeermarmelade gekocht habe, gab es unter der Zitronensahne dann eine Schicht Erdbeer.

Für eine Rolle:

4 Eier, getrennt
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75g Mehl
50g Speisestärke
3 EL lauwarmes Wasser
1 Messerspitze Backpulver

Den Ofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Eier trennen, Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Nach und nach Mehl, Stärke, Backpulver und Wasser dazu geben. Ist der Teig zu fest, noch einen EL Wasser dazu geben.
Die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unterheben. Den Teig auf ein Backblech (mit Backpapier drauf, versteht sich) streichen – schön gleichmäßig bitte – und im vorgeheizten Backofen ca. 8-10min backen, bis der Teig oben hellbraun abgebacken ist. Am Besten dabei stehen bleiben, manchmal dauert es 7 Minuten, manchmal 11. Kommt ja auch auf den Ofen an.
Wenn der Biskuit fast fertig gebacken ist, ein sauberes Küchentuch mit Zucker bestreuen. Den Biskuit aus dem Ofen nehmen und sofort auf das Küchentuch stürzen (geht einfacher als man erst denkt, ich zweifle jedes Mal wieder). Das Backpapier sofort mit kaltem Wasser bestreichen und vorsichtig abziehen. Den Teig in dem Küchentuch aufrollen und vorsichtig zur Seite legen, bis er abgekühlt ist.

300ml kalte Schlagsahne 
2 Päckchen Sahnesteif
1 TL Zitronenschale, gerieben oder fein gehackt
3-4 EL Zitronensaft

Sahne mit Sahnesteif aufschlagen. Es geht auch ohne Sahnesteif, besonders wenn man die Rolle sowieso am gleichen Tag isst, aber mit Sahnesteif ist das Ergebnis fester und stabiler.
Zitronenschale und -saft unter die Sahne heben.

Wenn der Teig abgekühlt ist, vorsichtig wieder abrollen und mit einer dünnen Schicht Erdbeermarmelade bestreichen. Die Sahne 1cm dick darauf verteilen und wieder aufrollen. Etwas Sahne wird immer rausgequetscht, die einfach direkt vom Finger schlecken…
Die Enden abschneiden (und essen) und schon hat man eine schicke, leckere, sommerliche Zitronen-Erdbeer-Sahnerolle!

Tomaten-Focaccia mit Würzöl

 

Momentan hab ich’s irgendwie mit Kochzeitschriften. Naja, eher mit der „Living at Home“, da sind ja nur teilweise Rezepte drin. Meine Familie hat die immer und mittlerweile kaufe ich sie selber auch. Neulich lachte mich ein Rezept für Tomaten-Focaccia an, welches ich postwendend nachbacken musste, passend für meinen Geschmack natürlich.
Frisch aus dem Ofen schmeckt es am Besten, soll es länger aufbewahrt werden, würde ich es noch mal kurz aufbacken.

Für zwei Fladen: 

1 Hefewürfel
600g Weizenmehl
4 EL Tomatenmark
50ml Olivenöl
1 TL Meersalz
350ml warmes Wasser

400g verschiedene Tomaten 

Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit dem Wasser auflösen, zur Seite stellen. Das Mehl mit dem Salz mischen, Hefewasser, Öl und Tomatenmark dazugeben, mit den Knethaken eines Handmixers gut verkneten. In einer Schüssel an einem warmen Ort 30min gehen lassen.
Danach aus der Schüssel holen, durchkneten, halbieren und zu ovalen, ca. 2cm dicken Fladen formen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Fladen darauf legen. Noch mal 45min gehen lassen.

Wenn die Fladen gegangen sind, gleichmäßig kleine Vertiefungen mit dem Daumen eindrücken. Die Tomaten schneiden – Cherrytomaten halbieren, größere Tomaten in 1,5cm dicke Scheiben schneiden – und gleichmäßig auf den Fladen verteilen, dabei leicht in den Teig drücken.

Nun den Ofen auf 200 Grad vorheizen und das Würzöl herstellen:

1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Abrieb einer Zitrone
1 TL frischer Rosmarin, gehackt
70ml Olivenöl

Das Öl mit den restlichen Zutaten verrühren. Über die Fladen träufeln (das es an den Seiten runterläuft, ist normal und macht nichts, so wird der Boden schön knusprig). Dann noch 1-2 TL Fleur de Sel je Fladen darüber streuen und in den Ofen schieben.

Nach gut 25min aus dem Ofen nehmen und warm servieren, eventuell noch mit etwas Olivenöl beträufeln.
Super zum Grillen oder einfach so!

 

5-Korn-Pfannkuchen mit Erdbeeren


Guten Morgen! Nachdem ich gestern mit einer Freundin zusammen die veganen Lentil and Mushroom Burger aus Scott Jurek’s Buch „Eat and Run“ ausprobiert habe (voller Erfolg!) gab es heute noch ein Rezept aus dem Buch: 8-Grain Strawberry Pancakes. Ich hatte keine Lust, 8 Sorten Mehl zu kaufen – das bekomme ich ja nie aufgebraucht – und habe deshalb eine 5-Korn-Mischung (geschrotet) gekauft. Dummerweise habe ich keinen richtig guten Mixer, meine Moulinette ist nicht so toll, deshalb hat auch das nochmalige durchmixen kein feines Mehl ergeben. Das ist noch verbesserungswürdig, aber lecker war’s trotzdem.

Für zwei Portionen:

125g 5-Korn-Mischung, fein gemahlen, oder eine beliebige Mischung aus mindestens 5 verschiedenen Getreidesorten
1 TL Backpulver
1/4 TL Meersalz
1 TL Vanillezucker
40g gemahlene Chia-Samen (oder Leinsamen, geschrotet)

Alles in einer Schüssel gut durchmischen. Dann die restlichen Zutaten dazu geben:

1 EL Agavennektar oder Ahornsirup
1,5 EL Olivenöl
230ml Sojamilch (oder jegliche andere vegane Getreidemilch)

Alles mit einem Schneebesen gut verrühren. Erdbeeren nach Belieben (bei mir waren es etwa 150g) in Scheiben schneiden und untermischen.
In einer Pfannen nun etwas Kokosöl (oder neutrales Pflanzenöl) erhitzen und die Pfannkuchen ganz normal ausbacken. Mit Obst nach Belieben und Ahornsirup servieren.

Eine sehr gesunde Alternative zu normalen Pfannkuchen, geben ordentlich Energie und sind trotzdem fix gemacht. Nächstes Mal nehme ich feiner gemahlenes Mehl, aber ansonsten gab es an dem Ergebnis nichts zu beanstanden. Die Chia-Samen (oder Leinsamen) binden den Teig anstelle von Eiern.

Käsegebäck

Käsegebäck

Von meiner Familie habe ich zum Geburtstag einen tollen, selbstbefuellten Adventskalender bekommen – eine halbe Ewigkeit hat’s gedauert, bis das Ding über den Ozean war, aber seitdem freue ich mich jeden Tag darüber.

Unter Anderem sind Rezepte drin, für Weihnachtsplätzchen und andere Leckereien. Dabei ist ein meiner Meinung nach ganz besonders Tolles: Käsegebäck. Es entstammt einem relativ alten Kochbuch von „Frau Antje“, in dem im Prinzip einfach nur viele Rezepte mit Gouda zu finden sind.
Aber für mich wurde es liebevoll auf hübschem Papier notiert und klein gefaltet, damit es in eine Streichholzschachtel passt…


Ein, zwei Bleche Käsegebäck sind schnell in den Ofen geschoben wenn man grade Plätzchen macht und es ist eine willkommene, salzige Abwechslung zum Süßkram. Mir wird immer irgendwann schlecht von dem süßen Geruch.. und so sieht das meine Cousine auch, die mir dieses Rezept geschickt hat.

Heute habe ich für die Weihnachtsfeier unseres Instituts Plätzchen, Bananenbrot und Kartoffelgratin gemacht, da passte das Käsegebäck noch gut in den Ofenbelegungszeitplan!

Man nehme…

200g geriebenen Käse (original: alten Gouda, ich hatte noch Asiago, Parmesan und mexikanische Käsemischung da)
200g kalte Butter, in kleine Stücke geschnitten 
200g Mehl
2 Eigelb

Die kalte Butter zum Mehl geben und beides miteinander verreiben. Am Ende hat man im Prinzip feine Streusel.

Dann den Käse rein schmeissen, darunter mischen. Zum Schluss die Eigelb hinzugeben und alles zu einem glatten Mürbeteig verkneten.
Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde kalt stellen.
Danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (vorher kurz aufwärmen lassen, dann geht es einfacher). Ich kann mit Mürbeteig nicht sonderlich gut umgehen, aber mit dem klappte es ganz gut, ich habe den Teig einfach erst mit den Händen in eine fingerdicke Fläche gedrückt und dann mit einem Glas glatt gerollt.

Jetzt kann man den Ofen schon mal auf 200 Grad vorheizen.

Dann daraus das Gebäck ausstechen – Plätzchenausstecher hatte ich leider keine da, also habe ich den Deckel eines Zimtglases entfremdet. Ein Ei verquirlen und die Plätzchen damit bestreichen. Zum Schluss  bestreut man sie mit Kräutern – zum Beispiel Paprika, Oregano, Kümmel, Würzmischungen, …

Nach ungefähr 10 Minuten im Ofen müssten sie fertig sein. Bei mir hat’s etwas länger gedauert, aber das ist auf 1800m über dem Meer auch normal, da dauert alles etwas länger.

Hmmmm, lecker!

Cinnamon Sticky Buns

Cinnamon Sticky Buns

Achtung, dies ist kein Rezept zum Abnehmen. Es ist ungeeignet für Menschen die sich bei leckeren Sachen nicht beherrschen können und man sollte die doppelte Menge einplanen, wenn man damit andere Leute beglücken will. Kurz: Cinnamon Sticky Buns. Eine amerikanische Leckerei, die ich ein bisschen an europäische Gegebenheiten angepasst habe, es fehlen nämlich die Pecannüsse, die hier einfach sauteuer und selten zu kriegen sind. In den Südstaaten der USA dagegen kann man sie pflücken wie hierzulande Haselnüsse aus dem eigenen Garten.

Nein, wirklich, ich backe selten und noch seltener was Süßes mit Hefeteig, aber die Dinger muss ich unbedingt mal wieder machen. Es gab sie vor ein paar Monaten, als wir Besuch aus Deutschland hatten, mit dem Hintergedanken das ich dann nicht Gefahr laufe, ALLES alleine aufzufuttern. Hätte auch ganz gut funktioniert wenn ich nicht zusätzlich noch Brownies gebacken hätte.
Mir schmeckten sie sowohl frisch aus dem Ofen als auch einen Tag später sehr, sehr gut. Also, eigentlich immer. Okay, genug geschwärmt, hier kommt das Rezept. Bitte nachbacken! Und daran denken, dass die Dinge über Nacht gehen müssen.

60ml warmes Wasser mit einem Päckchen Trockenhefe und 1TL Zucker verrühren. Kurz stehen lassen bis sich die Hefe aufgelöst hat. Dann mit 180ml Milch, 40g Zucker, 4 Esslöffel Butter, drei Eigelb, 1 Esslöffel frische, fein gehackte Orangenzeste, 1 1/4 Teelöffel Salz verrühren. Mit insgesamt 500g Mehl zu einem Teig verarbeiten, am Besten mit dem Knethaken der Rührmaschine. Da mein Handrührer nicht sonderlich leistungsstark ist, habe ich nach dem Zusammenmischen aller Zutaten zum manuellen Kneten gewechselt. Wenn der Teig ein bisschen zu feucht ist, einfach ein wenig Mehl dazu geben. Kneten bis der Teig glatt und elastisch ist, dann mit etwas Butter einstreichen und in eine Schüssel geben. Mit Plastikfolie abdecken und an einem warmen Platz 1-2h gehen lassen, bis dich der Teig ungefähr verdoppelt hat.
Dann aus der Schüssel rausholen, kurz durchkneten und auf der bemehlten Arbeitsfläche 20min ruhen lassen. Währendessen schonmal die Füllung vorbereiten.

Dafür 100g braunen Rohrohrzucker (am Besten den ‚feuchten‘) mit einem Esslöffel gemahlenem Zimt vermischen. 4 Esslöffel Butter schmelzen.
Den Teig in ein 30x45cm großes Rechteck auswalzen. Mit der beschmolzenen Butter bestreichen und mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen.

Nun den Teig längs aufrollen und in 15 gleich große Teile schneiden.
Als nächstes das ‚Topping‘ zubereiten: 150g braunen Zucker mit zwei Esslöffeln Honig und einem Esslöffel Ahornsirup sowie 4 Esslöffel Butter verrühren und in einem kleinen Topf heiß werden lassen bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker aufgelöst ist. In eine Auflaufform (ca. 22x33cm) gießen und gleichmäßig verteilen. Wer hat, kann jetzt 100g gehackte Pecannüsse darüber verteilen. Ich habe sie weggelassen.

Die Teigschnecken aufrecht in die Form setzen (so, dass man das ’schneckige‘ sieht), nah aneinander, sie sollen sich berühren. Mit Plastikfolie abdecken und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Am nächsten Tag (..zum Frühstück schmecken sie auch sehr gut!) aus dem Kühlschrank holen, die Folie abmachen und den Ofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
30-35min backen, bis sie golden sind. Rausholen und sofort stürzen (z.B. auf eine Silpatmatte oder eine große Platte), dabei gut aufpassen, das man kein heißes Karamell abbekommt. Kurz abkühlen lassen und dann: genießen!

Hamburgerbrötchen

Hamburgerbrötchen im Brioche-Stil

Was ist der erste Schritt zu einem fantastischen Burger? Großartige Buns. Die Dinger, die man im Laden bekommt, sind meistens viel zu weich und weichen sofort durch. Richtige deutsche Brötchen sind viel zu hart, da tut einem danach der Gaumen weh. Was ist also die Lösung? Klar, selber backen. Seit ich die großartige Seite A Hamburger Today entdeckt habe, stöbere ich öfters nach Rezepten um die sowieso schon ziemlich tollen Burger, die es bei uns ab und zu gibt, noch ein kleines bisschen toller zu machen.

Also habe ich mich an einem Rezept versucht was lecker aussah und sich anhörte. Ich backe eigentlich nicht viel, aber in letzter Zeit habe ich da irgendwie Ambitionen. Das Rezept stammt von einem meiner Lieblings-Kochblogs, smittenkitchen: light brioche burger buns

Hier nun das Rezept für deutsche (und österreichische 😉 ) Küchen:

2 TL Trockenhefe
3 EL warme Milch
250ml warmes Wasser (40°C)
2,5 EL Zucker

Alles zusammen mischen und etwa 5min stehen lassen. Währenddessen schonmal 500g Mehl mit 1,5 TL Salz verrühren. 2,5 TL weiche Butter dazu geben und mit den Händen verkneten, so dass sich Krümel formen. Ein Ei verquirlen.

Als nächstes mit einem Teigschaber die Hefemischung und das Ei unterrühren, bis sich ein klebriger Teig ergibt. Diesen dann auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und gut 10min durchkneten. Den Teig ordentlich schlagen und dabei nicht allzu viel Mehl dazugeben. Er wird sehr klebrig, aber je feuchter der Teig ist, desto besser werden später die Brötchen.
Dann den Teig in einer Schüssel, mit Klarsichtfolie abgedeckt, gut 1-2h (je nachdem, wie warm die Wohnung ist) gehen lassen, bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat. Rausholen, in 8 gleich große Stücke teilen und vorsichtig in runde Bälle formen. Auf ein Backblech mit Backpapier setzen, eine Lage Klarsichtfolie mit Öl bestreichen und die Teigbälle damit abdecken. Nochmal eine gute Stunde gehen lassen.

Nun ein tiefes Backblech mit Wasser füllen (ca. 1cm hoch) und ganz unten in den Ofen setzen. Auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Vorsicht beim aufmachen – da kommt ordentlich Dampf raus! Ich war natürlich zu unvorsichtig und habe gleich mal Damp in die Augen bekommen. Autsch. Sorgt für schön trockene Augen.
Die Buns mit etwas verquirltem Ei (1 Ei vermischt mit 1TL Wasser) bestreichen und nach Belieben Sesam draufstreuen. Im Ofen backen bis sie oben leicht braun sind, ungefähr 15 Minuten.
Herausnehmen, auf einem Rost abkühlen lassen.

Die Dinger sind so unglaublich lecker, dass ich mich grade bemühen muss, sie nicht allesamt mit ein wenig Butter bestrichen zu mampfen. Definitiv taugen die auch fürs Sonntagsfrühstück!

Die restlichen Bestandteile zu einem großartigen Burger gibts später. Ich probier da mal was Neues aus.

Ziegenkäsetarte

Ziegenkäsetarte mit Tomaten-Avocado-Salat

Seit ich aus Frankreich eine Teflon-Quicheform mitgebracht habe, aus der jeder Teig nur so raushüpft und die extrem einfach zu reinigen ist, mache ich sehr gerne verschiedene herzhafte und süße Tartes und Quiches. Neulich gab es eine Ziegenkäsetarte, die sehr einfach und sehr lecker ist, dazu einen Tomaten-Avocado-Salat. Eine prima Vorspeise, oder auch Hauptspeise, wenn man zwei Stücke Tarte isst.

Die Tarte kann man sowohl mit Mürbeteig als auch mit Blätterteig machen. Ich hasse es, Mürbeteig zu machen, und hier gibt es keinen herzhaften fertigen zu kaufen (in Frankreich schon!), deshalb nehme ich eigentlich immer Blätterteig.

1 Blätterteig
300g Ziegenkäserolle, die Rinde abgeschnitten und in Scheiben geschnitten
4 Eier
150g Crème fraîche
1,5 TL Kräuter der Provence
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen. Eine Quicheform (Durchmesse 26cm) mit dem Blätterteig auslegen, die Ziegenkäsescheiben darauf gleichmäßig verteilen. Die Eier gut mit Creme fraiche und den Gewürzen verquirlen und darüber gießen. Im Ofen ungefähr 40min backen, wobei ich sie nach spätestens 30min mit Alufolie abdecke, da sonst der Blätterteig zu dunkel und knusprig wird.

Bei mir geht der Eierüberzug immer ziemlich „auf“, ich pieks dann einfach mit einem Messer ein paar Mal rein. Beim Abkühlen entweicht die Luft wieder.
Also einfach kurz abkühlen lassen und dann am Besten noch warm essen.

Für den Tomaten-Avocado-Salat habe ich einfach 5 reife Tomaten entkernt und gewürfelt, eine gewürfelte Avocado dazu gegeben und mit etwas Olivenöl, einem Hauch Zitronenöl (meins ist von Kattus), Balsamicocreme, Salz und frisch gemahlenem scharzen Pfeffer würzen. Dazu kam noch ein TL frisch gehacktes Koriandergrün, Basilikum oder Petersilie würde aber auch passen.

Bon appetit!

Tomaten-Mozzarella-Muffins

Tomaten-Mozzarella-Muffins mit Basilikum

Spätestens nachmittags habe ich irgendwann Lust auf einen Snack, und meistens gibts dann halt Vollkornbrot (bei Hofer gibt es ein leckeres mit Möhrenraspeln) mit Belag, je nachdem, was grade da ist. Aber eigentlich ist mir das auf Dauer zu langweilig, außerdem weiß ich da nie, wieviele Kalorien ich mir grade wieder reinstopfe. Also habe ich heute mittag Muffins gebacken – herzhafte natürlich! Der erste Versuch ist sehr lecker geworden, mit Tomaten, Mozzarella und frischem Basilikum. Das Rezept habe ich hier gefunden und angepasst, da fehlt ordentlich Salz. Es braucht ein bisschen Arbeit und außerdem drei Schüsseln, also die Küche am Besten vorher aufräumen und ein bisschen Zeit mitbringen.

125g Mozzarella fein würfeln
2 Tomaten überbrühen und abziehen, entkernen und fein würfeln
1 Zwiebel fein würfeln
1 Knoblauchzehe fein würfeln
3-4 EL frischen Basilikum fein hacken

Alles zusammen mischen. Den Knoblauch schmeckt man später nicht raus, nächstes Mal mache ich etwas mehr Zwiebeln dran.

2 Eier
6 EL Olivenöl
250ml Milch

Miteinander verquirlen und unter die Tomaten-Mozzarella-Mischung rühren.

Das ganze dann unter 250g Mehl, durchgesiebt mit 2 TL Salz, 1,5 TL weißen Pfeffer (gemahlen) und 2,5 TL Backpulver, heben. Nur solange rühren bis alles gut vermischt ist.
Die Menge ergibt 12 Muffins. Bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene gut 20-25min backen. Ich habe noch etwas Kräuter der Provence auf den Teig gestreut, man könnte auch Oregano oder getrockneten Basilikum nehmen.

Ein Muffin hat 180kcal, meine vermutlich sogar einen Hauch weniger, da ich 0,8%-Milch verwende und die meisten Rezepte auf Voll- oder Halbfettmilch ausgelegt sind. Aus meiner Silikonform sind die Muffins nur so rausgehüpft!

Guten Appetit!

Heute Abend gibt’s – sehr amerikanisch – Sloppy Joes mit Coleslaw!