Mediterrane Brioche-Schnecken

 

Gestern habe ich mal wieder was aus meinen neuseeländischen Kochzeitschriften ausprobiert. Das Rezept hat so halbwegs gestimmt, die Menge an Mehl war viiiiiel zu wenig, aber das Ergebnis war enorm lecker  – toll zum Mitnehmen oder auch zum Nachmittagskaffee, noch mal kurz im Ofen gewärmt. Die Füllung kann nach Belieben verändert oder ergänzt werden, z.B. mit Oliven oder Kräutern.

Für 12 Schnecken (ein Backblech voll): 

700g Mehl (ich nahm 500g Weizenmehl + 200g Dinkelvollkornmehl)
2 Esslöffel Zucker
1 TL Salz
1,5 Päckchen Trockenhefe
250ml Milch
120g Butter
3 Eier

Füllung:

6 EL karamellisierte Zwiebeln oder Zwiebelmarmelade
50g getrocknete Tomaten, fein gehackt
100g Schafskäse

Hat man keine Zwiebelmarmelade im Haus, müssen vorher die karamellisierten Zwiebeln vorbereitet werden. Macht direkt eine größere Menge, denn der Kram ist auch herrlich auf dem Sandwich, im Kartoffelbrei, zu Ofengemüse,… zu ALLEM. Dazu 500g Zwiebeln (oder mehr) in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Öl anschwitzen. Immer wieder umrühren. Nach einer Weile tritt die Flüssigkeit der Zwiebeln aus und verdampft. Sobald die Zwiebeln anfangen Farbe zu nehmen, etwas Wasser (immer nur 1-2 EL) dazu geben und die Hitze etwas runterdrehen. Zwischendurch kann man auch mal Rotwein oder Balsamicoessig nehmen anstelle von Wasser.
Bis die Zwiebeln mit dieser Methode dunkelbraun karamellisiert sind, dauert es 30-45min. Man muss aber nicht die ganze Zeit dabei stehen, einfach die Hitze niedrig belassen, immer mal wieder rühren und auf das Geräusch achten – wenn’s knistert, muss Wasser dazu, denn dann fangen die Zwiebeln an zu braten.
Wenn die Zwiebeln fertig sind, einfach in ein sauberes Gefäß geben und abkühlen lassen.
Jetzt geht es aber an die Schnecken!

Zunächst 200g des Mehls mit dem Zucker, Salz und der Trockenhefe mischen. Milch und Butter zusammen in einem kleinen Topf erwärmen bzw. schmelzen. Wenn die Butter vollständig geschmolzen ist, die Mischung kurz abkühlen lassen und dann mit der Mehlmischung verquirlen (dazu reicht ein Kochlöffel oder eine Gabel). Mit einem sauberen Tuch abdecken und gehen lassen, bis es sich verdoppelt hat, das dauert ungefähr 40 Minuten.

Wenn der Teig fertig gegangen ist, mit einer Gabel die Eier einzeln darunter rühren, anschließend das restliche Mehl einrühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte auskippen und mit den Händen kneten, bis es eine geschmeidige Masse ist. Ich hatte am Anfang nur die 500g Mehl aus dem Rezept drin und als Resultat klebte der Teig überall, ich denke ich habe mindestens 200g Mehl noch dazu gegeben, vielleicht auch mehr. Der Teig soll nicht mehr an den Händen (oder an der Arbeitsplatte…) kleben bleiben und elastisch sein, dann ist es genug Mehl.

Den Teig dann auf ca. 30x40cm ausrollen (ungefähr so groß wie ein Backblech). Die karamellisierten Zwiebeln (oder Zwiebelmarmelade) darauf verteilen, die fein gehackten getrockneten Tomaten gleichmäßig darauf streuen und den Feta fein darauf zerkrümeln. Von der langen Seite aus zu einer dicken Rolle aufrollen. Die Enden knapp abschneiden, dann in 12 Teile schneiden.
Nun den Ofen auf 190 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Schnecken mit der Schnittseite nach oben darauf legen und noch mal 20min gehen lassen. Danach kommen sie für 20-25min in den Ofen, bis sie oben goldbraun sind.

Warm aus dem Ofen schmecken sie am Besten. Nach dem Abkühlen unbedingt in luftdichten Plastikdosen im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn man sie später essen will, bei 200 Grad 3-4 Minuten warm machen. Wie man das in der Mikrowelle macht, weiß ich nicht, geht aber mit Sicherheit.

Lasst es euch schmecken!

 

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Hummus mit Süßkartoffel

Ohh, Hummus! Könnte ich tagein, tagaus essen. Als wir in Neuseeland mit dem Zelt unterwegs waren haben wir uns viel von Baguette und diversen Dips ernährt – unter Anderem von „Lisa’s“ Dips, da gab es ganz tolle Hummus-Sorten und auch welche mit Schafskäse. Eine meiner Lieblingssorten hatte Süßkartoffel, Kürbis und Kreuzkümmel drin. Nun stieß ich neulich auf ein Rezept für Hummus mit Süßkartoffel und Gewürzen, und der kommt der Sache schon recht nah. Zu dieser Jahreszeit gibt es sowieso keinen Kürbis, und Kürbis aus Dosen finde ich in Deutschland irgendwie nie (in den USA ist das Standard, viele Leute machen damit ihren Pumpkin Pie). Gestern habe ich den Hummus gemacht, um ihn auf Quinoa-Wraps zu schmieren, aber er eignet sich auch als Brotaufstrich, zum Dippen oder einfach zum so essen.
Ich nahm:

ein Glas Kichererbsen (von Alnatura, Abtropfgewicht 220g, oder die entsprechende Menge frisch gekochter Kichererbsen)
150g Süßkartoffel
2-3EL Tahin ohne Salz (von Rapunzel)
5EL Olivenöl
1 TL Cumin
je 1/2 TL Zimt und Muskat
frisch gemahlener Pfeffer, Salz nach Geschmack
eine Knoblauchzehe
den Saft einer Zitrone

Die Vorbereitung geht sehr leicht zur Hand, wenn man ein Glas oder eine Dose Kichererbsen nimmt – obwohl es mit eingeweichten und gekochten Kichererbsen leckerer schmeckt, dann muss man aber auch daran denken, sie am Abend zuvor einzuweichen.
Die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und in reichlich gesalzenem Wasser kochen bis sie gar ist. In ein Sieb abgießen und abkühlen lassen.
Währenddessen die gegarten Kichererbsen in eine Schüssel geben und die restlichen Zutaten dazu geben. Bei den Gewürzen lieber am Anfang etwas zu wenig nehmen und später nachwürzen. Nun die abgekühlte Süßkartoffel dazu geben und alles mischen.

Idealerweise hat man eine Moulinette oder einen anderen guten Mixer, ich hatte leider nur einen Stabmixer zur Hand, wenn der genug Power hat klappt’s aber auch so. Also alles ab in den Mixer oder in ein hohes, stabmixertaugliches Gefäß. Ordentlich durchmixen. Soll der Hummus zum dippen sein, muss vermutlich noch etwas Wasser dazu, damit er cremiger und flüssiger wird. Um ihn in Wraps oder auf Brot zu essen ist eine dick-cremige Konsistenz genau richtig. Nach Belieben mehr Gewürze, Olivenöl und Salz dazu geben.

Die Möglichkeit für Variationen ist bei Hummus unendlich. Im Originalrezept kommt noch Sriracha dazu, das hatte ich aber nicht da und Chilipulver hab ich auch keins gefunden…
In zwei Wochen ziehen wir endlich in unsere neue Wohnung um. Dann wird auch unsere neue Küche eingebaut und ich freue mich schon sehr darauf, sie endlich wieder mit allerlei tollen Lebensmitteln einzurichten. Allein der Gedanke daran, Vorratsgläser zu befüllen, macht mich ganz wuschig…

Rezept inspiriert von http://www.vegetarianventures.com/2012/11/26/spiced-sweet-potato-hummus/

Tomaten-Mozzarella-Muffins

Tomaten-Mozzarella-Muffins mit Basilikum

Spätestens nachmittags habe ich irgendwann Lust auf einen Snack, und meistens gibts dann halt Vollkornbrot (bei Hofer gibt es ein leckeres mit Möhrenraspeln) mit Belag, je nachdem, was grade da ist. Aber eigentlich ist mir das auf Dauer zu langweilig, außerdem weiß ich da nie, wieviele Kalorien ich mir grade wieder reinstopfe. Also habe ich heute mittag Muffins gebacken – herzhafte natürlich! Der erste Versuch ist sehr lecker geworden, mit Tomaten, Mozzarella und frischem Basilikum. Das Rezept habe ich hier gefunden und angepasst, da fehlt ordentlich Salz. Es braucht ein bisschen Arbeit und außerdem drei Schüsseln, also die Küche am Besten vorher aufräumen und ein bisschen Zeit mitbringen.

125g Mozzarella fein würfeln
2 Tomaten überbrühen und abziehen, entkernen und fein würfeln
1 Zwiebel fein würfeln
1 Knoblauchzehe fein würfeln
3-4 EL frischen Basilikum fein hacken

Alles zusammen mischen. Den Knoblauch schmeckt man später nicht raus, nächstes Mal mache ich etwas mehr Zwiebeln dran.

2 Eier
6 EL Olivenöl
250ml Milch

Miteinander verquirlen und unter die Tomaten-Mozzarella-Mischung rühren.

Das ganze dann unter 250g Mehl, durchgesiebt mit 2 TL Salz, 1,5 TL weißen Pfeffer (gemahlen) und 2,5 TL Backpulver, heben. Nur solange rühren bis alles gut vermischt ist.
Die Menge ergibt 12 Muffins. Bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) auf der mittleren Schiene gut 20-25min backen. Ich habe noch etwas Kräuter der Provence auf den Teig gestreut, man könnte auch Oregano oder getrockneten Basilikum nehmen.

Ein Muffin hat 180kcal, meine vermutlich sogar einen Hauch weniger, da ich 0,8%-Milch verwende und die meisten Rezepte auf Voll- oder Halbfettmilch ausgelegt sind. Aus meiner Silikonform sind die Muffins nur so rausgehüpft!

Guten Appetit!

Heute Abend gibt’s – sehr amerikanisch – Sloppy Joes mit Coleslaw!