Kürbissuppe mit Schwarzer Salsa

Diese Suppe hat sich geweigert, ein schönes Foto abzugeben – dabei war sie doch so lecker! Besonders die „Schwarze Salsa“ hat es mir angetan, die werde ich noch öfter machen.

Das Rezept stammt aus Mark Bittman’s „VB6 Cookbook“ und heißt dort „Orange soup with black salsa“. Ich habe sein Rezept etwas abgewandelt.
Die Menge reicht für zwei bis drei Personen als Hauptspeise oder für 4-5 als Vorspeise.

Salsa

200g Schwarze Bohnen (gekocht)
1 mittelgroßer säuerlicher Apfel
1 kleine rote Zwiebel
1 EL gehackter, frischer Koriander
1 EL Apfelessig
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel nach Geschmack

Die Zwiebel fein hacken, den Apfel in kleine Stücke schneiden. Beides mit den gekochten Bohnen (wenn sie aus der Dose sind: vorher abspülen!) vermischen. Mit Essig, Koriander, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken.

Suppe

350g Kürbis* (Butternut oder Hokkaido eignen sich gut)
350g Süßkartoffel*
1 Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl 
1/2 TL Chiliflocken
1 TL Kreuzkümmel
1,25l Gemüsebrühe oder Wasser

Kürbis und Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden, Zwiebel und Knoblauch grob hacken.
Zwiebel und Knoblauch in dem Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze anschwitzen (etwa 5min). Dann das Gemüse, Chili, Kreuzkümmel und ca. 1/2 TL Salz dazu geben, umrühren und eine gute Minute anschwitzen bis es nach den Gewürzen duftet.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und dann bei niedriger Hitze köcheln bis das Gemüse gar ist – das dauert ca. 20-25min.
Mit dem Zauberstab pürieren und nach Belieben mit etwas Wasser verdünnen.

In Schalen mit einigen Löffeln Salsa garnieren und servieren!

*die Mengenverhältnisse von Kürbis und Süßkartoffel sind hier variabel. Man kann auch NUR Kürbis oder NUR Süßkartoffel nehmen.

Advertisements

Juliana’s Linsensuppe mit Spinat und Parmesan

Als ich im Dezember letzten Jahres mit Juliana Buhring in Italien trainierte, machte sie uns an einem Nachmittag diese Linsensuppe. Mit Linsen und Spinat hat sie viel Eiweiß und Eisen, Olivenöl und Parmesan geben gute Fette und Kalorien und nach einem langen Tag auf dem Rad gibt es kaum was Besseres, vor Allem wenn es nicht allzu warm draußen ist. Die Suppe ist, wenn man den Parmesan weg lässt, auch eine super Proteinquelle für Veganer, allerdings verpasst man ohne den Parmesan wirklich etwas.

Das besondere Etwas geben Parmesan-Rinden, also nächstes Mal die Endstücke nicht wegschmeißen sondern in den Froster packen. Ich sammele dort immer die Rinden und verwende sie dann in Suppen und Eintöpfen.

Mit Mengenangaben ist es ein bisschen schwierig, da ich die Linsen nicht abgewogen habe. Aber das Grundprinzip ist simpel, wie die Verhältnisse genau sein sollen, kann ja jeder selber entscheiden!

Für 2-4 Portionen (zwei, wenn man grade 5h trainiert hat, wobei, dann esse ich den Pott auch alleine…)

2 Zehen Knoblauch, fein gehackt oder durchgepresst
3 EL gutes Olivenöl
250g braune oder schwarze Linsen
2 Parmesanrindenstücke
1/2-1 Packung TK-Blattspinat oder 500g frischen Blattspinat
etwas Chili, Salz, Pfeffer

Zunächst einen Topf auf mittlere Hitze stellen und das Öl darin erhitzen. Den Knoblauch anschwitzen. Dann kommen ca. 250g braune oder schwarze Linsen dazu. Kurz im Öl wenden, dann den Topf mit Wasser aufgießen und aufkochen lassen. Eine gute Prise Chili (nach Geschmack) dazu geben, oder etwas frische Chilischote. Ich nehme getrocknete Chiliflocken bei denen ich die Schärfe einschätzen kann.
Die Linsen nun mindestens 25min ohne die Zugabe von Salz (!) fast gar kochen lassen. Nach 10min gebe ich zwei Parmesan-Rindenstücke dazu. Wer zu früh Salz reinkippt, bekommt die Linsen nie weich!
Wenn die Linsen fast gar sind, kommt eine halbe Packung TK-Blattspinat (aufgetaut und ausgepresst) dazu. Mit frischem Spinat geht es auch, dann braucht man ca. 500g frischen Blattspinat, je nach Geschmack.

Sobald die Linsen gar sind, kräftig salzen und pfeffern. Gemüsebrühe kann man auch nehmen, aber dann bitte eine gute.
Durchziehen lassen, abschmecken, in einer Schale anrichten, Parmesan frisch darüber reiben. Fertig!
Die Parmesanrinden kann man mitservieren und mit dem Löffel aufkratzen oder auch wegschmeißen.

Corn Chowder

Ohh, Herbst. Wie sehr ich dich liebe. Die Daunendecke ist nachts wieder schön kuschelig warm, abends duftet die Luft, an den ersten kühlen Regentagen kann man sich ohne schlechtes Gewissen in die Kuscheldecke wickeln und die Sonne ist trotzdem noch so kräftig das es richtig warme Tage gibt.
Der September ist landwirtschaftlich gesehen einer der produktivsten Monate überhaupt. Habt ihr einen Saisonkalender? Momentan kann man die gesamte Bandbreite an Gemüse ausnutzen, direkt hier aus deutschem Freilandanbau. Mit dem Rennrad fahre ich hier immer durch die Gemüsefelder, die Kohlköpfe sehen schon gut aus!
In meiner wöchentlichen Ökokiste von Tagwerk waren unter Anderem 4 richtig frische Maiskolben, die müssen grade erst geerntet worden sein. Ich wusste natürlich schon, das sie drin sein werden und freue mich seit Tagen auf das erste Corn Chowder der Saison.

Kurze Begriffslehre: Chowder ist eine stückige Suppe, die in der Regel mit Milch oder Sahne zubereitet wird. Klassiker sind beispielsweise New England Clam Chowder (mit Muscheln) und eben das Corn Chowder.
Bevor man daraus Suppe machen kann, muss man nur aufpassen, das man nicht alle Kolben frisch knabbert…

Macht das Corn Chowder nur mit frischen Maiskolben vom Markt, nicht mit Supermarktmais, der schon viel zu lange liegt und dadurch nicht zart, saftig und süß sondern mehlig und muffig ist.

Für 4 Portionen:

3-4 frische Maiskolben
1 Zwiebel
1 Karotte
1 Stange Sellerie
750ml Vollmilch
2 kleine Kartoffeln
2-3 EL gegrillte Paprika (aus dem Glas)

Die Maiskolben von der Hülle und der Seide befreien und mit einem scharfen Messer – am Besten funktioniert eine Konditorsäge – nah am Kolben die Maiskörner abschneiden. Das geht am Besten in einer tiefen Schüssel. Die Maiskörner zur Seite stellen, die Kolben in Hälften brechen.
Zwiebel, Sellerie und Karotte schälen und in feine Würfel hacken. In 2-3 EL Butter (es muss Butter sein!) anschwitzen. Dann die Maiskolben dazu geben, mit 750ml Vollmilch aufgießen, ein Lorbeerblatt dazu geben und mindestens 45min bei sehr niedriger Hitze vor sich hin köcheln lassen. Wenn es zu heiß ist, brennt die Milch an, also erst aufkochen und dann so sanft wie möglich garen. Sollte es doch anbrennen, umgehend in einen neuen Topf umfüllen!

Dann die Maiskolben und das Lorbeerblatt herausnehmen. Kartoffeln und Paprika in Würfel schneiden und zusammen mit 1 TL Salz und frischem schwarzen Pfeffer hinzu geben. Wieder aufkochen und gut 15min köcheln, bis die Kartoffeln gar sind. Nun die Maiskörner und 1 TL frischen Thymian (oder 1/4 TL getrockneten) hinzugeben und noch mal aufkochen. Danach am Besten noch ein paar Stunden durchziehen lassen. Am Besten schmeckt das chowder ohnehin am nächsten Tag.

Zum Servieren mit etwas geriebenem Gruyère oder Cheddar bestreuen. Tabasco Chipotle oder Cholula Hot Sauce passen auch ganz vorzüglich.

Schnelle Knoblauchsuppe

 

…ohne Knoblauchatem, versprochen! Diese Suppe geht schnell und man braucht dafür ein Minimum an Zutaten. Praktisch, wenn man nix mehr im Haus hat oder der Monat mal wieder vor dem Geld zu Ende war… 😉

Heute kamen auch endlich meine frischen Udon-Nudeln an, die man hier nirgends im Laden bekommt – auf Amazon als „Plus“ Produkt aber schon. Wir haben die in Neuseeland extrem oft gegessen, weil sie schnell gemacht sind und dabei trotzdem nur drei Inhaltsstoffe haben: Weizenmehl, Wasser, Salz. In Neuseeland hat eine Packung meist so 1 Euro gekostet, hier bekomme ich 6 Stück für 3,50 Euro!
Und da ich gestern auch endlich Tempeh im Bioladen gefunden habe gibt’s heute Abend Udonnudeln mit Möhren, Zwiebeln, Paprika, Tempeh und Scott Jurek’s Red Curry Almond Sauce, abgewandelt mit Erdnussbutter da ich keine Mandelbutter da habe.

Zum Mittagessen nach dem Rennradeln gab’s aber erst Mal diese Suppe.


Für 2 Portionen: 

3 Knoblauchzehen
1/2 TL Salz
150g Tomaten

Die Knoblauchzehen pellen, in Stücke schneiden und mit dem Salz zu einer feinen Paste reiben (im Mörser oder auf einem Brett mit dem Messerrücken). Die Tomaten klein schneiden und den Strunk entfernen.
In einem kleinen Topf 1-2 EL Olivenöl (oder Butter) erhitzen. Knoblauch und Tomaten dazu geben, einige Minuten dünsten bis alles weich ist – jetzt riecht es schon ganz lecker! Ordentlich frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazu geben.
Mit 500ml Wasser oder Brühe aufgießen und mindestens 5min lang köcheln lassen. Optional kann man die Suppe nun durch ein Sieb abseihen, was ich immer mache. Also in ein Gefäß durch ein Sieb gießen und das Gemüse mit einem Löffel noch richtig auspressen.
Abschmecken und fertig!

Dazu gab es bei mir selbst gemachte Croutons aus den Weißbrotresten vom Abendessen sowie einige Basilikumblättchen frisch von der Pflanze.

Süßkartoffelchili mit schwarzen Bohnen und Quinoa

Wenn ich für andere Leute koche, gibt es oft vegane Gerichte. Den meisten Leuten darf man das aber nicht erzählen, sonst kommt danach garantiert der Kommentar „gar nicht schlecht, für ein veganes Gericht!“. Ich kann da ja nur mit den Augen rollen. Verrät man aber gar nicht, das da jetzt keine tierischen Zutaten drin sind, merkt’s in der Regel auch Keiner… koooomisch! Dieses Rezept eignet sich prima für Feiern bei der sowohl Vegetarier/Veganer als auch Allesfresser kommen, oder einfach für einen Dienstagabend.

Gestern war mir langweilig, also habe ich mich mal an einer Neukreation versucht. Inspiration war dieses Rezept, das schien mir aber irgendwie zu eindimensional und noch dazu wollte ich etwas mehr Nährwert in einen Topf bringen. Das Ergebnis ist herrlich lecker, sättigend aber gesund und vielseitig wandelbar. Die Mengen muss ich jetzt ein bisschen schätzen – ich habe nichts abgewogen, den Quinoa und die Bohnen nur per cup-Maß aus ihren Vorratsgläsern geholt. Aber so lange das Verhältnis ungefähr stimmt, kann man hier nicht wirklich viel falsch machen!

1 Zwiebel, grob gehackt
1/2 Zucchini, in Würfel geschnitten (ca. 150g)
1 mittelgroße Süßkartoffel, geschält und in mundgroße Stücke geschnitten
ca. 120g schwarze Bohnen, entweder über Nacht eingeweicht, oder kurz aufgekocht und dann 2-3 Stunden eingeweicht
ca. 120g Quinoa, heiß abgespült
100ml Tomatenpuree
Chilipulver, Cumin, Salz, Pfeffer

Da ich keine Bohnen eingeweicht hatte, habe ich sie nach der Schnellkochmethode zubereitet: die Bohnen mit Wasser in einen Topf geben und aufkochen, einige Minuten kochen lassen, dann den Deckel drauf, von der Hitze nehmen und ein paar Stunden einweichen. Bei Bedarf mehr Wasser dazu geben.
Als die Bohnen gut eingeweicht haben, habe ich sie abgewaschen und mit frischem Wasser aufgesetzt. Die dürfen schon mal etwas köcheln während die anderen Zutaten geschnippelt werden.
Nun das restliche Gemüse – Zucchini, Süßkartoffel und Zwiebel – dazu geben, ordentlich Cumin rein und ca. 45min köcheln. Die Bohnen brauchen mindestens eine Stunde, bei mir oft sogar deutlich länger. Wer schlau ist, hat sowieso immer einen Topf gekochte Bohnen im Kühlschrank, dann braucht man das Chili nur so lange kochen bis die Süßkartoffeln gar sind.

Sind die Bohnen halbwegs gar, kommt das Tomatenpuree und das Chilipulver (nach Belieben) dazu. Salzen erst, wenn die Bohnen gar sind – sonst bleiben sie hart!
Nun noch mal 30min vor sich hin köcheln lassen und ab und zu umrühren.
Zum Schluss kommt der Quinoa dazu. Falls mittlerweile zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, einfach noch mal etwas aufgießen und den Quinoa reinschmeißen. Weitere 20min kochen, bis er gar ist und sich ein dickes, leckeres Chili ergibt. Würzen – Salz, Pfeffer, eventuell mehr Schärfe – und ab auf den Teller damit!

Dazu passt frische Avocado, Petersilie oder Koriander und Brot.

Herzhafte schwarze Bohnen

Mhhh, schwarze Bohnen. Schrieb ich nicht neulich noch, dass der Avocadoreis mit schwarzen Bohnen noch besser gewesen wäre? Tja, seit ich mich daran gewöhnt habe, trockene Hülsenfrüchte zu verwenden (man muss halt nur dran denken, sie rechtzeitig einzuweichen) kann ich auch wieder mit schwarzen Bohnen kochen. Während die nämlich in Dosen höchstens mal in Chilisauce verkauft werden (hier in Deutschland), bekommt man sie in gut sortierten Naturkostläden (oder im Internet) trocken. Ich kaufe meine im Alnatura-Supermarkt, sie sind von davert.
Schon gestern hatte ich Lust auf Bohnen und recherchierte Rezepte dazu. Meine Wahl fiel auf dieses hier, eigentlich für einen richtig ordentlichen Topf Bohnen, aber es hat auch mit meiner kleineren Menge funktioniert. Dazu gab es den Avocadoreis aus den Burrito Bowls und frische Tomate; das ergab ein herrliches veganes Essen (pssst, wenn man das überzeugten Fleischessern nicht verrät, merken sie es gar nicht!). Leider fehlte mir der Koriander, ich muss dringend welchen anpflanzen. Ich kann nur erahnen wie fantastisch das Essen mit Koriander geschmeckt hätte!
Es braucht lange – gute 2 Stunden – aber man muss dabei kaum was machen. Die hier angegebene Menge ist entweder für eine Person oder eine Beilage für 2.

100g Schwarze Bohnen, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht
eine Zwiebel
eine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Die Zwiebel hacken und in einem TL Pflanzenöl anschwitzen, bis sie glasig ist. Dann den gehackten Knoblauch dazu geben, die Bohnen hinein geben und alles 2cm hoch mit Wasser bedecken. KEIN Salz dazu geben, erst mal nur Kreuzkümmel und etwas Pfeffer. Die Bohnen werden sonst nicht weich!
Aufkochen und dann eine Stunde sanft köcheln ohne umzurühren. Der Deckel sollte dabei nur ganz leicht gekippt sein.

Nach der Stunde erst mal gut umrühren und dann, wer hat, eine gute Hand voll gehackten Koriander dazu geben. Deckel wieder drauf und eine weitere Stunde köcheln.
Danach sollten die Bohnen butterzart sein. Nun muss viel Salz rein – bei mir waren es sicher 2 TL Meersalz, aber fangt lieber mit einem TL an und arbeitet euch hoch. Die Hitze hochdrehen und den Sud runterkochen. Ich habe am Ende mit 1/2 TL Stärke abgebunden, wenn man mehr Geduld hat, braucht man das aber gar nicht mal.

Die Bohnen schmecken lecker einfach so, oder mit Limette und Koriander als Eintopf. Reis und Avocado sind beste Freunde mit schwarzen Bohnen! Man könnte sie auch herrlich als Füllung für Burritos oder Tacos verwenden.

Veganes Thai-Curry mit Kokosmilch

Image

Gestern hatte ich mal wieder Lust auf was scharfes, samtiges mit viel Gemüse. Schon lange sehe ich das Fleisch nicht mehr als integralen Bestandteil eines Curries an – hauptsache, es ist leckeres Gemüse drin, das nicht totgekocht wurde. Aber wenn man es selber macht, kann man dafür ja Sorge tragen!

Für einen großen Teller Curry:

eine Zwiebel
150g Süßkartoffel
100g Karotte
100g Brokkoli
100g grüner Spargel
100g Zuckerschoten
2 TL Rote Thai-Curry Paste, z.B. von alnatura
200ml Kokosmilch
200ml Wasser
Salz

Da das Gemüse unterschiedliche Garzeiten hat, muss man ein mise en place vorbereiten, also alles vorher schnippeln und bereit stellen. Die Süßkartoffel und die Karotte werden geschält und in Würfel (mit ca. 1cm Kantenlänge) geschnitten. Die Zwiebel am Besten in feine Spalten schneiden. Vom Brokkoli gut 100g Röschen abtrennen, und mit den Zuckerschoten muss man erst Mal gar nix machen. Vom grünen Spargel die holzigen Enden abtrennen und dann in mundgerechte Stücke schneiden oder brechen. Süßkartoffel und Karotte können zusammen in eine Schüssel, Brokkoli und Spargel auch.

Jetzt geht’s los: in einem Topf einen TL neutrales Pflanzenöl oder Kokosfett (gesunde und leckere Alternative) erhitzen. Die Zwiebeln dazu geben und ein paar Minuten anschwitzen. Dann die Süßkartoffel und Karotte rein, wieder ein paar Minuten anschwitzen. Jetzt kommt die Currypaste dazu, kurz umrühren und direkt die Kokosmilch und das Wasser (dazu einfach den Karton mit der Kokosmilch noch mal auffüllen) dazu geben. Prise Salz rein und erst mal 10-15min köcheln lassen bis das Gemüse fast gar ist. Wenn die Süßkartoffel weich ist, Brokkoli und Spargel dazu geben und den Deckel drauf setzen. Eventuell muss noch ein Schluck Wasser dazu, aber es macht nichts, wenn der Brokkoli nicht komplett in Flüssigkeit ist – er wird quasi auf dem Curry gedämpft. Wenn der Brokkoli dann bissfest ist, kommen auch die Zuckerschoten dazu. Jetzt dauert es noch wenige Minuten und das Curry ist fertig! Mit Salz abschmecken und servieren.

Fun Fact: vor einem Jahr hätte ich weder Karotte noch Brokkoli oder grünen Spargel zu „leckerem Gemüse“ gezählt und sie schon gar nicht als Hauptdarsteller in so einem Gericht gewählt. Tja, so ändern sich die Dinge!

Geschmortes Kaninchen mit Pfifferlingen

Geschmortes Kaninchen mit Pfifferlingen

Leider ist mir kein schönes Foto gelungen… 😦

Hmm, Kaninchen! Eigentlich ist das ja eher ein Herbstgericht, aber hier in Österreich gibt es jetzt schon schöne Pfifferlinge, hauptsächlich aus Osteuropa. Ich habe auf dem Naschmarkt bei einem regionalen Bauern ein ganzes Kaninchen bestellt, das kam dann auch sehr frisch an (am Vortag geschlachtet), deshalb habe ich es noch zwei Tage im Kühlschrank liegen lassen. Kaninchen sollte mindestens einen Tag und höchstens eine Woche gekühlt abhängen, sonst ist das Fleisch recht zäh. Wenn man es aber sowieso schmort, macht es aber keinen riesen Unterschied. Man bekommt natürlich auch Kaninchen zerlegt im Supermarkt (oder gefroren), aber ich finde, wenn man schon sowas kocht, dann sollte es auch ein Tier sein, welches bis dahin artgerecht hoppeln durfte und auf Bestellung geschlachtet wird, und nicht nach „Supermarktplan“.

Wer ein Kaninchen als Haustier hat und sich nicht vorstellen kann, eins zu essen, den lade ich jetzt herzlich ein, sich ein anderes Rezept auszusuchen, da ich unter Anderem Bilder vom rohen, zerlegten Kaninchen und den Innereien zeigen werde.
Als Kind hatten die Nachbarn meiner Tante Stallkaninchen, die als Schlachttiere gehalten wurden. Zusammen mit meiner Cousine habe ich die gefüttert, gestreichelt und sogar mit einem kleinen Hundegeschirr über die Wiese hoppeln lassen, aber mir wurde früh beigebracht, dass die zum Essen da sind. Ich wusste also, wo mein Essen herkam wenn es Kaninchenbraten gab, und hab‘ mich gefreut, dass es den Tierchen Zeit ihres Lebens gut ging.

Zutaten:

1 Kaninchen, ohne Kopf, in Portionen zerlegt (eine super Anleitung dafür findet ihr bei Hank Shaw von Hunter, Angler, Gardener, Cook)
400g frische Pfifferlinge
20g getrocknete Steinpilze, in 500m heißem Wasser eingelegt
200g Champignons oder Kräutersaitlinge
750ml Hühnerbrühe
2 Knollen Knoblauch
3 große Schalotten
3 EL Butter
250ml Sherry oder Weißwein
1 große Pastinake oder gemischtes Wurzelgemüse (Möhre, Sellerie, Petersilienwurzel), geschält und in Stücke geschnitten

1. Das Kaninchen zerteilen, falls es nicht schon zerteilt ist. Fett, Sehnen und Silberhaut ordentlich abtrennen, das rächt sich sonst beim Essen. Ich war froh, dass wir unsere Messer grade haben schärfen lassen, so konnte ich mit dem frisch geschärften flexiblen Ausbeiner alles gut erledigen (und ich hab mich auch nur vier oder fünf mal geschnitten…). Das Fleisch gut salzen und 30min bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Nun ein optionaler Schritt: Wildsaucen und -eintöpfe bindet man oft mit einem sogenannten ‚Pfeffer‘, meist ist das Blut. In diesem Fall nimmt man die Leber des Kaninchens, hackt sie sehr fein, vermischt sie gut mit 1,5EL Creme fraiche und presst das dann durch ein feines Sieb. Das resultiert in einer rosanen Creme, die später den Eintopf bindet. Die Leber an sich schmeckt man nicht raus, aber wer sich mit dem Gedanken nicht anfreunden kann, lässt das einfach weg und bindet mit Creme fraiche pur oder Stärke.
Mein Kaninchen sah am Ende so aus:

2. Den Ofen auf 190°C vorheizen. Von den beiden Knollen Knoblauch das obere Drittel abschneiden, auf ein Stück Alufolie setzen, mit Olivenöl beträufeln. Die Folienpäckchen lose zumachen und ca. 1h im Ofen backen, bis der Knoblauch schön braun, weich und süß ist.

3. Während der Knoblauch gart, die Pilze waschen (wer eine Pilzbürste hat, nur abbürsten, ansonsten kurz (!) mit kaltem Wasser abspülen) und in mittelgroße Stücke schneiden. Die Steinpilze aus dem Einweichwasser holen und klein hacken, das Wasser durch einen Kaffee- oder Teefilter gießen (ein Stück Küchenrolle ginge auch) und zur Seite stellen (das braucht man später noch!)
Die Schalotten fein hacken.
Wenn der Knoblauch fertig ist, die Zehen in das Steinpilzwasser drücken und miteinander verquirlen.

4. Nun hat man ein schönes mise en place und kann loslegen: eine große Kasserolle auf den Herd stellen und heiß werden lassen. Die Pilze hineingeben und solange anrösten, bis das Wasser austritt. Das wird sehr viel sein – einfach solange bei mittlerer bis hoher Hitze braten, bis fast alle Flüssigkeit weg ist. Die Pilze herausnehmen und zur Seite stellen.
Als nächstes die Butter zerlassen. Die Kaninchenstücke trocken tupfen und nacheinander von allen Seiten bräunen. Herausnehmen, zur Seite stellen.
Nun die Schalotten in der heißen Butter anschwitzen, bis sie glasig werden. Den Sherry oder Weißwein hinzugeben und auf die Hälfte einreduzieren.

5. Jetzt kommen 750ml Hühnerbrühe, 1 TL getrockneter Thymian, die Steinpilzwasser-Knoblauch-Mischung und eine gute Prise Salz dazu. Gut verrühren. Die Pilze, das Wurzelgemüse und das Kaninchen in den Topf geben und aufkochen.
Nun muss das Ganze mindestens 90min bei offenem Topf langsam vor sich hin köcheln. Ab und zu umrühren, mehr braucht man nicht tun.

Wenn das Fleisch fast vom Knochen fällt, fischt man es am Besten raus und löst das Fleisch ab. In Stücke geschnitten kommt es dann zurück in die Sauce, so lässt es sich später leichter Essen.
Wenn man die Sauce jetzt noch binden möchte, hat man drei Optionen: entweder mit Stärke (dazu einfach 1 EL Stärke mit 2EL Wasser vermischen, in die Sauce einrühren und nochmal aufkochen), mit Creme fraiche oder mit der Lebermischung, diese aber nur in die nicht mehr kochende Sauce einrühren und auf keinen Fall nochmal aufkochen.

Serviert habe ich das Ganze dann mit Baguette, einem Zwiebelgratin mit Parmesan und Rotwein. Lecker! Die Reste gibt es heute Abend mit Pasta, Preiselbeeren und karamellisierten Zwiebeln.

Spicy Meat Gumbo

Südstaaten-Gumbo mit Huhn und Chorizo

Erstmal – die Pause ist vorbei. Es wird wieder gebloggt. Technisch gesehen schuldet Tobi euch noch eine Zillion Posts, aber irgendwie ist er zu faul, sie nachzutragen. Fotos sind jedenfalls vorhanden und sobald er motiviert (oder gelangweilt) genug ist, kommen da noch einige Rezepte.

Heute gibts aber erstmal das Rezept von Montagabend: Gumbo. Das ist in den Südstaaten der USA eine Glaubenssache, ein richtiges Gumbo basiert immer auf der sogenannten Roux (eine Mehlschwitze) mit der ‚holy trinity‘ – Zwiebeln, Paprika und Staudensellerie. Eigentlich hasse ich ja Staudensellerie, aber irgendwie habe ich momentan Lust drauf, vielleicht komme ich ja doch noch auf den Geschmack.

Mit dem Gumbo, dessen Rezept aus dem Buch ‚Jamie’s America‘ von Jamie Oliver stammt, habe ich schon ein paar Leute überzeugt, sogar echte Köche 😉 Es ist auch einfach saulecker. In dem Bild oben seht ihr eine Version ohne Chorizo, da ich versuche, etwas gesunder zu kochen,  aber ich gebe euch lieber das Originalrezept, das ist nämlich einfach umwerfend.

Man braucht für 6-8 Personen:

4 Hühnerschenkel inkl. Unterschenkel, mariniert mit 1TL Paprika, 1TL Cayenne, Salz, Pfeffer
400g Chorizo in dicke Scheiben geschnitten
4 dicke Streifen Räucherspeck, in mittelgroße Stücke geschnitten
1 große Zwiebel, fein gehackt
1 Paprika, fein gehackt
4 Stangen Sellerie, fein gehackt
6 Zehen Knoblauch, grob gehackt
1kg Süßkartoffeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten
6 Stängel frischen Thymian (oder 2 TL getrockneten)
4 Lorbeerblätter
1,5l heiße Hühnerbrühe, am Besten selbstgemacht (und entfettet!)

Wenn man nur für 2-4 Personen kocht, kann man recht ökonomisch kochen: Wir haben anstatt Hühnerbeine zu kaufen einfach ein ganzes Huhn genommen, die Beine und Flügel (außer der Flügelspitzen) für das Gumbo verwendet, aus der Karkasse und den Flügeln mit Suppengemüse die Hühnerbrühe gekocht und die Hühnerbrüste andersweitig verwendet.

Das marinierte Huhn, die Chorizo und den Speck in etwas Olivenöl bei mittlerer Hitze rundherum knusprig anbraten. Herausnehmen, aber das ganze leckere Fett im Topf lassen. Die Hitze runterdrehen und Zwiebel, Paprika und Sellerie langsam anschwitzen, bis das Gemüse weich wird. Dann 3 gehäufte EL Mehl hineingeben und sofort ordentlich umrühren, damit nichts am Boden hängen bleibt und das Mehl sich gut mit dem Fett verbindet. Ab jetzt darf man den Topf für gut 15min nicht mehr verlassen: kontinuierlich rühren (am Besten mit einem Spatel) bis das Mehl hellbraun (Erdnussbutter ist ein guter Richtwert) ist. Je dunkler das Mehl wird, desto intensiver wird der Geschmack, manche machen das bis zu 45min, bis das Mehl wirklich dunkelbraun ist. Mir reicht hellbraun aber aus. Wenn die Roux fertig ist, den Knoblauch, das Fleisch, die Süßkartoffeln, Thymian und Lorbeerblätter dazugeben und nochmal einige Minuten zusammen braten.

Nun gießt man das ganze mit der Hühnerbrühe auf, dreht die Hitze hoch bis alles kocht und lässt es dann bei mittlerer bis niedriger Hitze mindestens eine Stunde vor sich hin köcheln. Wir hatten unser Gumbo am Montag gut 3h auf dem Herd, weil wir zwischendurch ins Theater gegangen sind, und das Huhn ist so herrlich auseinander gefallen, das war echt gut.

Zum Schluss die Süßkartoffeln noch etwas zerstampfen, wenn sie nicht sowieso schon komplett in das Gumbo reingekocht sind. Abschmecken,  und zum Servieren etwas gehackte Petersilie und Frühlingszwiebeln drüber geben. Dazu passt Reis, man kann es aber auch als Suppe essen. Die Reste einfrieren und sich später nochmal drüber freuen!

Rindsbouillon

Rindsbouillon


Mal wieder ein einfaches, aber nichts desto trotz sehr leckeres und dabei sogar gesundes Gericht. Es handelt sich im Grunde genommen um eine Rinder(kraft)brühe mit viel Gemüse und Fleisch als Einlage, fast schon ein Eintopf.  Man benötigt dafür: Suppenfleisch und Knochen, zu gleichen Mengen Kartoffeln, Karotten, Sellerie (nach Belieben auch anderes Wurzelgemüse), etwas Lauch, eine Zwiebel und Petersilie.

Zunächst setze ich die Brühe auf: Das Suppenfleisch und die Knochen werden kurz mit heißem Wasser abgewaschen und dann in einem Topf mit kaltem Wasser bedeckt. Die Menge Fleisch ist relativ variabel: je nachdem wie das Verhältnis von Fleisch zu Knochen ist und wie viel Fleisch man in der Suppe haben möchte und wie intensiv die Suppe schmecken soll. Ich habe bei diesem Mal glaube ich etwa 2 Kg verwendet. Diesen stelle ich bei kleiner Flamme auf den Herd, so dass das Fleisch laaaaangsam heiß wird und gar zieht. Das ganze sollte nicht sprudelnd kochen, sondern lediglich vor sich hin simmern.  Ab und an schöpfe ich oben den Schaum ab, sonst war es das erstmal. Das ganze darf dann ruhig eine Zeit lang vor sich hinsimmern, 2 Stunden sind ein guter Richtwert, aber auf 20 Minuten mehr kommt’s auch nicht an, durch ist es am Ende ohnehin.

Ist das Fleisch aufgesetzt, halbiere ich eine Zwiebel und brenne die Schnittfläche in der Pfanne an. Sie darf dabei ruhig schwarz werden, das gibt der Suppe Farbe. An die Schnittfläche pinne ich dann mit 2 Nelken ein Lorbeerblatt und gebe das ganze zum Fleisch.

Als nächstes schäle und schneide ich mein Gemüse. Ich schneide immer Würfel mit ca. 5 mm Kantenlänge – das kann jeder machen wie er Lust hat, es sollte nur einigermaßen gleich sein, damit alles zur etwa gleichen Zeit gar wird.

Wenn das Fleisch weich ist nehme ich es heraus. Die Brühe kann man jetzt noch durch ein Tuch oder ein feines Sieb passieren, wer mag kann sogar eine Klärung machen. Die Brühe salze ich dann schonmal ein bisschen und drehe den Herd voll auf. Sobald die Brühe richtig kocht gebe ich das Gemüse hinzu. Während das gart, Löse ich das Fleisch aus und schneide es ebenfalls in kleine Würfel.

Wenn das Gemüse gar ist gebe ich das Fleisch wieder hinzu, schmecke alles ab und gebe als letztes gehackte Petersilie hinein. Fertig. Sehr gut eignen sich auch breite Bohnen, dann würze ich ausserdem mit Bohnenkraut.