Kürbissuppe mit Schwarzer Salsa

Diese Suppe hat sich geweigert, ein schönes Foto abzugeben – dabei war sie doch so lecker! Besonders die „Schwarze Salsa“ hat es mir angetan, die werde ich noch öfter machen.

Das Rezept stammt aus Mark Bittman’s „VB6 Cookbook“ und heißt dort „Orange soup with black salsa“. Ich habe sein Rezept etwas abgewandelt.
Die Menge reicht für zwei bis drei Personen als Hauptspeise oder für 4-5 als Vorspeise.

Salsa

200g Schwarze Bohnen (gekocht)
1 mittelgroßer säuerlicher Apfel
1 kleine rote Zwiebel
1 EL gehackter, frischer Koriander
1 EL Apfelessig
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel nach Geschmack

Die Zwiebel fein hacken, den Apfel in kleine Stücke schneiden. Beides mit den gekochten Bohnen (wenn sie aus der Dose sind: vorher abspülen!) vermischen. Mit Essig, Koriander, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken.

Suppe

350g Kürbis* (Butternut oder Hokkaido eignen sich gut)
350g Süßkartoffel*
1 Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl 
1/2 TL Chiliflocken
1 TL Kreuzkümmel
1,25l Gemüsebrühe oder Wasser

Kürbis und Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden, Zwiebel und Knoblauch grob hacken.
Zwiebel und Knoblauch in dem Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze anschwitzen (etwa 5min). Dann das Gemüse, Chili, Kreuzkümmel und ca. 1/2 TL Salz dazu geben, umrühren und eine gute Minute anschwitzen bis es nach den Gewürzen duftet.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und dann bei niedriger Hitze köcheln bis das Gemüse gar ist – das dauert ca. 20-25min.
Mit dem Zauberstab pürieren und nach Belieben mit etwas Wasser verdünnen.

In Schalen mit einigen Löffeln Salsa garnieren und servieren!

*die Mengenverhältnisse von Kürbis und Süßkartoffel sind hier variabel. Man kann auch NUR Kürbis oder NUR Süßkartoffel nehmen.

Advertisements

Soba mit Tofu, Gemüse und Kokosjoghurt

Im Moment probiere ich wieder viele neue vegane Rezepte aus, aber oft schmeiße ich auch einfach Zutaten zusammen, die ich gerne mag und die grade da sind. Dank eines Besuchs im Alnatura-Supermarkt sind momentan viele tolle Sachen im Kühlschrank. Unter Anderem habe ich dort Soba (japanische Buchweizennudeln) mit Süßkartoffeln gefunden, und den Curry-Mango-Tofu von Taifun, den ich sehr gerne mag.

Die Kombination von herzhaften Soba, mild-würzigem Tofu, knackigem Gemüse und der zarten Süße des Kokosjoghurt (von Harvest Moon) ist sehr lecker und ergibt ein prima Mittagessen. Wen’s interessiert: meine Portion hatte 507kcal.

80g Buchweizen-Süßkartoffel-Soba (von Terrasana) 
60g Curry-Mango-Tofu 
2 Frühlingszwiebeln
2 Blätter Wirsing
ein 3cm-Stück Salatgurke 
2 EL Kokosjoghurt 
Sojasauce, Rapsöl, Chiliflocken
1 EL frischer Koriander 

Die Nudeln in reichlich Salzwasser 5-6min gar kochen und danach kurz abschrecken. Währenddessen den Tofu in Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln schräg in Stücke schneiden und den Wirsing in feine Streifen schneiden – dazu am Besten die Blätter einrollen und dann fein schneiden.
Einen Esslöffel Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse und den Tofu darin anbraten (Wirsing als letztes zugeben).
Die Gurke in dünne Scheiben oder Streifen schneiden, Koriander hacken.

Die Nudeln in einen tiefen Teller geben, Gemüse und Tofu darauf verteilen, mit Gurke und Koriander garnieren. Nun mit etwas Sojasauce und Chiliflocken nach Geschmack würzen. Zum Schluss den Kokosjoghurt darauf geben.

Udon mit Tempeh und Gemüse

 

Im Gegensatz zu Tofu ist Tempeh von vornherein fest und hat einen leichten Eigengeschmack (herzhaft, ganz leicht süß, hauchzart nach Pilzen). Es besteht aus fermentierten Sojabohnen und ist damit viel leichter verdaulich als andere Tofuprodukte, und enthält sehr viel Eiweiß in einem fast idealen Verhältnis zu Fett. Kurzum: Jackpot. Leider ist es gar nicht so einfach, Tempeh zu bekommen – ich habe es jetzt im Bio Volet am Herkomerplatz gefunden (toller Laden!). Praktischerweise ist es auch bei mir um die Ecke.

Für eine Portion: 

1 rote Zwiebel
1/2 gelbe Paprika
1 kleine Karotte
50g Tempeh
200g frische Udon-Nudeln

Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Die Paprika in dünne Streifen schneiden, die Karotte schälen und dann mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden. Alles zusammen mit etwas Pflanzenöl in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze anschwitzen.
Während das Gemüse vor sich hin brät, den Tempeh in Würfel schneiden. Zu dem Gemüse geben und rundrum anbraten.
Nun kommen die Saucenzutaten dazu: das Gemüse mit einem Schluck Shoyu (Sojasauce) ablöschen, dann einen Esslöffel Erdnussbutter in die Pfanne geben und schmelzen lassen. Mit einem guten Schluck Wasser, einigen Spritzern Sesamöl und noch einem Schluck Sojasauce gut mischen, bis einem die Konsistenz gefällt.

Die Udonnudeln mit den Fingern auseinanderwurschteln, unter das Gemüse rühren und noch einige Minuten warm ziehen lassen. Die Nudeln sind schon gar und müssen nicht vorher gekocht werden.

Fertig! War richtig lecker! Leider habe ich vergessen, noch etwas Sambal oelek dazu zu geben, das wäre bombe gewesen. Oder ein bisschen Sriracha.

Schnelle Knoblauchsuppe

 

…ohne Knoblauchatem, versprochen! Diese Suppe geht schnell und man braucht dafür ein Minimum an Zutaten. Praktisch, wenn man nix mehr im Haus hat oder der Monat mal wieder vor dem Geld zu Ende war… 😉

Heute kamen auch endlich meine frischen Udon-Nudeln an, die man hier nirgends im Laden bekommt – auf Amazon als „Plus“ Produkt aber schon. Wir haben die in Neuseeland extrem oft gegessen, weil sie schnell gemacht sind und dabei trotzdem nur drei Inhaltsstoffe haben: Weizenmehl, Wasser, Salz. In Neuseeland hat eine Packung meist so 1 Euro gekostet, hier bekomme ich 6 Stück für 3,50 Euro!
Und da ich gestern auch endlich Tempeh im Bioladen gefunden habe gibt’s heute Abend Udonnudeln mit Möhren, Zwiebeln, Paprika, Tempeh und Scott Jurek’s Red Curry Almond Sauce, abgewandelt mit Erdnussbutter da ich keine Mandelbutter da habe.

Zum Mittagessen nach dem Rennradeln gab’s aber erst Mal diese Suppe.


Für 2 Portionen: 

3 Knoblauchzehen
1/2 TL Salz
150g Tomaten

Die Knoblauchzehen pellen, in Stücke schneiden und mit dem Salz zu einer feinen Paste reiben (im Mörser oder auf einem Brett mit dem Messerrücken). Die Tomaten klein schneiden und den Strunk entfernen.
In einem kleinen Topf 1-2 EL Olivenöl (oder Butter) erhitzen. Knoblauch und Tomaten dazu geben, einige Minuten dünsten bis alles weich ist – jetzt riecht es schon ganz lecker! Ordentlich frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazu geben.
Mit 500ml Wasser oder Brühe aufgießen und mindestens 5min lang köcheln lassen. Optional kann man die Suppe nun durch ein Sieb abseihen, was ich immer mache. Also in ein Gefäß durch ein Sieb gießen und das Gemüse mit einem Löffel noch richtig auspressen.
Abschmecken und fertig!

Dazu gab es bei mir selbst gemachte Croutons aus den Weißbrotresten vom Abendessen sowie einige Basilikumblättchen frisch von der Pflanze.

Tomaten-Focaccia mit Würzöl

 

Momentan hab ich’s irgendwie mit Kochzeitschriften. Naja, eher mit der „Living at Home“, da sind ja nur teilweise Rezepte drin. Meine Familie hat die immer und mittlerweile kaufe ich sie selber auch. Neulich lachte mich ein Rezept für Tomaten-Focaccia an, welches ich postwendend nachbacken musste, passend für meinen Geschmack natürlich.
Frisch aus dem Ofen schmeckt es am Besten, soll es länger aufbewahrt werden, würde ich es noch mal kurz aufbacken.

Für zwei Fladen: 

1 Hefewürfel
600g Weizenmehl
4 EL Tomatenmark
50ml Olivenöl
1 TL Meersalz
350ml warmes Wasser

400g verschiedene Tomaten 

Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit dem Wasser auflösen, zur Seite stellen. Das Mehl mit dem Salz mischen, Hefewasser, Öl und Tomatenmark dazugeben, mit den Knethaken eines Handmixers gut verkneten. In einer Schüssel an einem warmen Ort 30min gehen lassen.
Danach aus der Schüssel holen, durchkneten, halbieren und zu ovalen, ca. 2cm dicken Fladen formen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Fladen darauf legen. Noch mal 45min gehen lassen.

Wenn die Fladen gegangen sind, gleichmäßig kleine Vertiefungen mit dem Daumen eindrücken. Die Tomaten schneiden – Cherrytomaten halbieren, größere Tomaten in 1,5cm dicke Scheiben schneiden – und gleichmäßig auf den Fladen verteilen, dabei leicht in den Teig drücken.

Nun den Ofen auf 200 Grad vorheizen und das Würzöl herstellen:

1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Abrieb einer Zitrone
1 TL frischer Rosmarin, gehackt
70ml Olivenöl

Das Öl mit den restlichen Zutaten verrühren. Über die Fladen träufeln (das es an den Seiten runterläuft, ist normal und macht nichts, so wird der Boden schön knusprig). Dann noch 1-2 TL Fleur de Sel je Fladen darüber streuen und in den Ofen schieben.

Nach gut 25min aus dem Ofen nehmen und warm servieren, eventuell noch mit etwas Olivenöl beträufeln.
Super zum Grillen oder einfach so!

 

Thai-Quinoa-Salat mit Erdnussdressing

Omnomnom! Ein Quinoa-Salat für alle Lebenslagen mit frischem Gemüse, sättigenden Kichererbsen und sündhaft leckerem Erdnussbutter-Dressing. Am Besten mit frischem Koriander, es geht aber auch ohne, letztes Mal habe ich einfach etwas Petersilie genommen, da die halt auf dem Balkon wächst. Mein Versuch, Koriander zu ziehen, ist kläglich gescheitert, der hat einfach nicht lange überlebt. Rosmarin, Thymian, Schnittlauch, Liebstöckel und Basilikum halten sich wacker!

Für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Beilagen:

170g Quinoa
2 Möhren
1 rote Paprika
1/2 Zwiebel
eine kleine Dose Kichererbsen
eine kleine Hand voll Cashews
1/2 Bund Koriander

Zunächst den Quinoa heiß abspülen, damit die Bitterstoffe abgewaschen werden. Die doppelte Menge Wasser aufsetzen, salzen. Wenn das Wasser kocht, den Quinoa dazu geben und bei niedriger Hitze kochen bis das Wasser absorbiert ist. Das dauert etwa 15-20min.
Die Möhren schälen und auf einer Vierkantreibe grob raspeln; die Paprika und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. Statt normaler Zwiebeln kann man auch Frühlingslauch nehmen.
Die Kichererbsen abtropfen lassen, abspülen und zum Gemüse geben. Nun kommt das Dressing:

2 EL Erdnussbutter
2 EL Sojasauce (z.B. Bio-Shoyu von Arche)
1 TL Sesamöl
1 TL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
1 EL Ahornsirup
warmes Wasser bis zur gewünschten Konsistenz

Zuerst die Erdnussbutter mit den Ölen verrühren. Es dauert eine Weile, bis sich beides miteinander verbindet. Dann den Rest dazu geben und gut durchrühren. Mit Wasser verdünnen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich mag es cremig und nicht zu dünn.
Dieses Dressing passt auch gut als Dip, zu Nudeln oder zu Reis… aber jetzt mischen wir es mit dem Gemüse und dem gekochten Quinoa.
Die Cashews darüber geben und den Koriander grob hacken und drüber streuen. Mit einem Limettenviertel servieren.

Das beste Ratatouille

Zugegeben, das ist ein großer Claim. Aber dieses Ratatouille ist wirklich fantastisch und hebt sich von dem normalen wässrigen Tomaten-Zucchini-Quatsch ab. Es ist samtig, cremig, vollmundig und doch leicht. Wir haben es das erste Mal in Paraguay für Tobi’s Gastfamilie, die sich (wie in Paraguay üblich) zu 90% von Rindfleisch und Cola ernährt, gekocht. Dazu gab es natürlich Fleisch (Huhn) und Rosmarinkartoffeln, aber eigentlich braucht man gar nix dazu. Was soll ich sagen? In Paraguay war es ein großer Erfolg. Alle haben sich nachgenommen und das leckere Gemüse gelobt.
Okay, es gewinnt nicht unbedingt den Preis für das schönste Gericht des Monats, aber das tut meiner Liebe keinen Abbruch.

Für einen Topf als Hauptgericht für 2 oder Beilage für 4: 

2 Paprika (gelb oder rot)
1 große Zucchini
1 mittelgroße Aubergine
2 Zwiebeln
2 große Tomaten
(oder eine Hand voll dicker Kirschtomaten)
1 Zehe Knoblauch
1 Zweig Rosmarin
1 kleiner Zweig Thymian
Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe

Zunächst das Gemüse schneiden und in separate Schüsseln geben: Zwiebel in kleine Würfel, Zucchini in mittlere Würfel, Aubergine und Paprika jeweils in dicke Würfel. Nicht mischen! Die Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden. Einen Topf mit einem guten Schuss Olivenöl aufsetzen. Die gehackte Zwiebel hinein geben und bei geringer Hitze anschwitzen. Den Knoblauch dazu geben und mitschwitzen.

Daneben eine Pfanne mit etwas Olivenöl aufsetzen. Erhitzen bis das Öl fast raucht.
Zuerst die Zucchini rundherum anbraten. Sie soll etwas Farbe nehmen. Dann zu den Zwiebeln geben und neues Öl in die Pfanne geben. Mit den Paprika und der Aubergine genauso verfahren.

Wenn das ganze Gemüse im Topf ist, den Rosmarin und Thymian hacken und dazu geben (alternativ ein TL Kräuter der Provence), ein paar Dreher Pfeffer, etwas Salz und einen Würfel Gemüsebrühe. Mit Wasser aufgießen bis das Gemüse ganz knapp bedeckt ist. Deckel drauf, aufkochen lassen und eine Stunde lang bei niedriger Hitze köcheln.

Nach der Stunde eine große Schüssel aufstellen, ein Sieb reinhängen. Das Gemüse abgießen und einige Male umrühren, damit es gut abtropft.
Den Sud dann zurück in den Topf geben und bei hoher Hitze reduzieren, bis man mit dem Kochlöffel Muster auf dem Topfboden ziehen kann. Herdplatte ausmachen (wer nicht mit Induktion oder Gas kocht, Topf vom Herd nehmen) und das Gemüse zurück in den Sud geben.
Jetzt noch fix die Tomate hacken (oder die Kirschtomaten vierteln oder achteln, je nach Größe) und darunter rühren. Deckel wieder drauf und 10min durchziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fertig. Es ist ein wenig aufwendig, aber es lohnt sich absolut. Das Ratatouille schmeckt hervorragend ohne jegliche Zusätze, mit Baguette oder Nudeln, oder verfeinert mit Schafskäse (mein Favorit) oder Parmesan.

 

Champignon-Linsen-Burger nach Scott Jurek

Vor ein paar Monaten las ich „Eat and Run“ von Scott Jurek. Sehr inspirierend, und meine Allzweckwaffe wenn mich jemand fragt, ob man mit veganer Kost noch die Arme heben kann (Scott Jurek ist einer der berühmtesten Ultramarathonläufer der Welt und strikter Veganer). In dem Buch gibt es neben den Erzählungen über sein Leben und seine Karriere auch in jedem Kapitel auch ein Rezept. Neulich hatte ich ja schon von den 8-Grain-Strawberry Pancakes geschrieben, heute geht es um die veganen Burger-Patties.

Vorab ein Wort der Warnung: die Patties werden nicht richtig knusprig und haben auch nicht die gleiche Konsistenz von Hackfleisch (logischerweise). Richtig strikte Fleischfresser, die beim Gedanken an Gemüse schon einen dämlichen Spruch zücken, wird man hiervon nicht begeistern können, zumindest wenn man es als Hamburger bezeichnet.
Alle Anderen werden aber vermutlich ein verdammt leckeres Sandwich essen und sich darüber freuen, dass das auch ohne Hackfleisch geht.
Man muss es ja nicht vegan lassen – bei mir gab’s heute etwas Schafskäse dazu.
Die Patties sind aufwendig in der Herstellung, aber man hat dann auch direkt ca. 12 Stück die sich sehr gut einfrieren lassen.
Ich habe das Rezept von cup-Maßen in Gramm und Milliliter übersetzt, die cup-Maße aber jeweils angegeben, denn so wie ich haben sicher auch andere Leute amerikanische Cup-Messbecher und -Löffel im Haus. Kocht (und backt) man oft amerikanische Rezepte nach, lohnt sich die Anschaffung absolut – man bekommt auf Amazon Sets für um die 10 Euro. (hmmm, ob ich wohl mal ein neues, hübscheres Set brauche….)

Für 12 Patties:

150g (1 cup) trockene grün-braune Linsen (am Besten de Puy, es funktioniert aber sogar mit roten Linsen gut)
1/2 Zwiebel (1/4 cup)
1 EL TK-Petersilie
550ml Wasser

Alles zusammen in einem kleinen Topf aufkochen und dann bei geringer Hitze ca. 45min lang köcheln lassen, bis die Linsen weich sind und das Wasser fast komplett aufgenommen wurde. Währenddessen schon mal die trockenen Zutaten vorbereiten…

80g (3/4 cup) Walnüsse
50g geschroteter Leinsamen

Beides zusammen in einem Multizerkleinerer fein mixen. Darunter dann 125g feine Semmelbrösel, 2 EL Nährhefe und folgende Gewürze mischen:

1 gehäufter TL Meersalz
1/2 TL Paprikapulver
1/4 TL gemahlener schwarzer Pfeffer

Als nächstes – vermutlich kochen die Linsen immer noch – kommt das Gemüse dran.

180g Champignons (3 cups)
1 Zwiebel (1 cup)
50g Blattspinat (1 1/2 cups)

Alles fein hacken und in einer Pfanne mit 2 EL Kokos- oder Olivenöl 10-15min schmoren. Abkühlen lassen.

Wenn die Linsen gar sind und das Wasser weg, den Topf von der Hitze nehmen und 2 EL Dijon-Senf sowie 3 EL Balsamico-Essig unterrühren. Mit einem Kochlöffel zu einem dicken Mus verarbeiten (ein Kartoffelstampfer hilft auch). Auch abkühlen lassen.

Zum Schluss alle Komponenten in einer großen Rührschüssel verrühren und mit den Händen geschmeidig verkneten. Nun am Besten auf zwei flache Gefäße aufgeteilt mindestens 45min in den Kühlschrank stellen.
Daraus werden dann einfach mit den Händen Patties geformt. In der Pfanne mit wenig Fett auf beiden Seiten anbraten, bis das Patty gut gebräunt ist. Ebenso kann man es auf den Grill legen oder in einem Panini-Grill braten.
Belegen kann man es nun wie jeden anderen Hamburger auch: mit Salat, verschiedenen Soßen, Käse, Tomate, Gurke,…

Enjoy!

Avocado-Miso-Pasta mit Chinakohl

Viel gesünder wird’s nicht! Vollkornspaghetti mit einer cremigen Sauce aus Avocado, hellem Miso und Olivenöl, dazu Frühlingszwiebeln und Chinakohl. Der gemeine Amerikaner benutzt Cavolo nero, eine Grünkohlsorte die man bei uns einfach extrem schwer bekommt. Und schon gar nicht im Juli! Schade, denn er ist sehr gesund und wenn man ihn nicht so totkocht wie die Norddeutschen auch sehr lecker. Stattdessen habe ich mich für Chinakohl entschieden. Den gab es bei uns früher oft als Salat, wenn ich mich recht erinnere.. keine Ahnung warum, vielleicht mochte meine Mama es einfach.

Avocado ist jedenfalls eine meiner großen Lieben, und Vollkornspaghetti habe ich vor einiger Zeit neu entdeckt. Die harmlose Variante mit Vollkorn-Hartweizengrieß ist nämlich gar nicht „schlimm“ und schmeckt kaum anders als die normalen Spaghetti, hat aber deutlich mehr Ballaststoffe und hält dadurch im Vergleich etwas länger satt – oder aber man isst einfach etwas weniger davon. Und Miso? Miso ist unfassbar gesund. Besonders für Veganer!

Für eine Person:

100g Avocado-Fruchtfleisch
2 EL Shiro Miso (z.B. von Arche)
1/2 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
reichlich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Wer einen guten Multizerkleinerer hat, schmeißt einfach alles rein und mixt es zu einer feinen Creme. Wer, wie ich, eine grottige Moulinette hat, macht das Gleiche, schiebt aber nach jedem Miximpuls wieder alles runter und zerquetscht dann entnervt die letzten Avocadostücke mit einer Gabel. Und fischt die nicht gemixten Knoblauchstücke raus.

Dazu eine beliebige Portion Vollkornnudeln in Salzwasser kochen (bei mir waren’s so 80g). Während die Nudeln kochen, einen halben kleinen Chinakohl in feine Streifen schneiden und eine Frühlingszwiebel hacken.
Nudeln, Sauce und Chinakohl mischen. Darauf die Frühlingszwiebeln verteilen, nach Belieben abschmecken (braucht eventuell noch etwas Salz, ich persönlich bin ein totaler Salzfreak und salze quasi ALLES mit Herbaria Kräutersalz nach – hab‘ aber auch keinen Bluthochdruck.) und mit frischen Kräutern vom Balkon dekorieren! Voilà!

Dazu trank ich auf dem Balkon ein Glas selbstgemachte Ingwer-Limonade.. für die kommt auch noch ein Rezept.

Mejadra

Gestern gab es (passend zum Regen) eine herrlich gemütliche Mischung aus Reis, Linsen und Zwiebeln, gut gewürzt und mit einem frischen, zitronigen Salat.
Mejadra oder Mujaddara ist ein Gericht aus dem arabischen Raum, meine Version basiert auf dem Rezept von Yotam Ottolenghi in seinem Kochbuch „Jerusalem“. Ich habe die Gewürze etwas verändert und die Zwiebeln gebraten anstatt sie zu frittieren, ansonsten ist es aber gleich geblieben. Geht schnell, ist günstig und recht gesund.
Die hier genannten Mengen reichen für zwei Personen.

125g grün-braune Linsen
100g Reis
zwei Zwiebeln, in Spalten geschnitten

1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Kurkuma
1/2 TL Zucker
3/4 TL gemahlener Piment
1/2 TL gemahlener Zimt
3/4-1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/4 TL Salz

Als Erstes die Linsen mit reichlich Wasser aufsetzen und ca. 15min kochen, bis sie gar aber bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen. Während die Linsen kochen, die Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, bei hoher Hitze scharf anbraten (in neutralem Pflanzenöl) und dann bei mittlerer Hitze weiter schmoren. Sie sollen Farbe nehmen, aber natürlich nicht verbrennen.

Als nächstes schon mal die ganzen Gewürze mischen und bereit stellen. Den Reis abmessen und 175ml Wasser bereit stellen.
In einem Topf 2 EL Öl erhitzen und die Gewürzmischung hinein geben. Kurz (30sek) anschwitzen. Den Reis dazu geben, alles umrühren so das alles gut vermengt ist und die Reiskörner von den Gewürzen umhüllt sind. Dann kommen die Linsen und das Wasser rein. Aufkochen, Deckel drauf und bei sehr geringer Hitze (es soll grade so köcheln) 15min lang garen. Dabei allerhöchstens einmal umrühren wenn man es gar nicht lassen kann.
Nach den 15min den Topf von der Hitze nehmen, den Deckel abnehmen, mit einem sauberen Geschirrtopf den Topf abdecken und den Deckel wieder drauf. Nun mindestens 10min lang stehen lassen. Der Reis sollte dann gar sein.
Zum Schluss die geschmorten Zwiebeln unterrühren und abschmecken.

Dazu passt ein Salat mit einem frischen Dressing. Dafür beispielsweise 1 TL gehackte Petersilie, 1 EL frischen Zitronensaft und 2-3 EL Olivenöl mit Salz und Pfeffer verquirlen. Abschmecken und zum gewaschenen Salat geben.
Ich habe auch noch schnell ein paar Röstzwiebeln darüber geworfen, für den Knusper-Faktor. Lecker.