Red Snapper mit Currynudeln und Edamame

karibisch mariniertes Red Snapper-Filet auf Currynudeln und Edamame

Am Naschmarkt gibt es fantastische Fischhändler, ich mag besonders Fisch Gruber. Freitags kommen Frischlieferungen rein, über die man sich per Newsletter benachrichtigen lassen kann, und letzte Woche gab’s frischen Red Snapper. Also bin ich zum Naschmarkt marschiert und habe um das Filettieren eines Fisches gebeten. Nicht ganz billig, der Fisch, aber dafür super frisch und lecker. Einmal die Woche kann man sich das schon gönnen.

Die Fischfilets habe ich dann mit einer Herbaria Gewürzmischung mariniert: Schätze der Karibik. Im Kühlschrank zogen sie schonmal durch, während ich den Rest vorbereitet habe. Das Gericht war sehr lecker, sehr schnell und relativ gesund noch dazu – Jackpot!

200ml Kokosmilch
2-4EL gelbe oder rote Currypaste (je nach gewünschtem Schärfegrad)

In einem kleinen Topf zusammenrühren, aufkochen lassen, kurz köcheln und dann am Herdrand ziehen lassen. Abschmecken und eventuell nachsalzen, bei manchen Currypasten ist das nötig.

Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Spaghetti kochen und nach 5min Edamame aus dem TK (gibt’s in Österreich von Iglo unter dem Decknamen ‚Sojabohnen‘, ob es die in Deutschland gibt, weiß ich leider nicht) dazuschmeißen und mitkochen.
Die Fischfilets in einer Teflonform (ich habe eine Teflon-Quicheform) mit der Hautseite nach unten mit etwas Olivenöl beträufeln und in den Ofen schieben, nach einigen Minuten wenden.  Der Fisch sollte richtig brutzeln. Man kann ihn natürlich auch einfach in der Pfanne braten, aber im Ofen geht es einfacher.

Wenn die Spaghetti und die Sojabohnen fertig gekocht sind, abgießen und die Currysauce untermischen. Das Fischfilet daraufsetzen und mit etwas gehacktem Koriander bestreuen. Voilá!

Warteschleife

Liebe Leser, heute haben wir die erste Wiederholung eines Abendessens seit dem 1. Dezember. Da haben wir uns ja wirklich mächtig Mühe gegeben, neue Rezepte auszuprobieren! Heute gibt es zum wiederholten Male Chipotle Meatballs. Erstens sind die köstlich und zweitens sind immernoch Chipotle Chilies in Adobo da. Dazu gibt es diesesmal Reis und Sauerrahm, außerdem habe ich mehr Minze in die Hackmasse gepackt – das war eine gute Idee!

Morgen gibt es dann Roastbeef-Sandwiches mit Estragon-Mayonnaise, grobem Weißweinsenf und Käse, dazu ein einfacher Bohnensalat mit weißen Bohnen, Zwiebeln, Kräutern und einer Vinaigrette.

Küchenpause

Anstatt die Küche wieder zu verwüsten, erkunden wir heute die Wiener Restaurantszene. Mein Vater ist zufällig grade in der Stadt und führt uns aus – wir wissen nur noch nicht, wohin. Japanisch? Österreichisch? Italienisch-kontemporär? Tja. Wenn man in einem kleinen Ort wohnt in dem es de fakto zwei bis drei gute Restaurants gibt, fällt die Wahl nicht schwer. Hier schon! Aber am Ende werden wir sicherlich satt und zufrieden in die warme Wohnung zurückkehren. Wien hat heute nämlich beschlossen, dass Schnee cool ist und Schnee in Verbindung mit Wind noch cooler. Man kann nur in eine Richtung laufen, wenn man umdreht, sieht man nix.

Diese Woche sind wir allgemein ein bisschen langweilig. Da wir am Wochenende für gute drei Wochen Wien den Rücken kehren, müssen alle Reste weg. Im Froster ist noch Kürbissuppe, die ist morgen dran, da nur Suppe unseren moppeligen Bäuchen aber nicht reicht, muss ich mir noch etwas dazu überlegen.

Jetzt erstmal einen Apéritif! Prost!

Fazit: Am Ende landeten wir im Glacis Beisl und auf meinem Teller Waldviertler Ente. Sehr köstlich! Ein schönes Restaurant mit einer kleinen aber feinen Speisekarte.

Sonntagsfrühstück

Wie gelingt ein perfekter Sonntagvormittag im Winter? Klar, mit einem tollen Frühstück, guter Gesellschaft und Kaffee…

…und außerdem braucht man noch den besten Tobi der Welt, der all das organisiert während ich noch im Bett liege! Latte Macchiato aus unserer geliebten Nespresso Latissima, frisch gepresster Orangensaft (die elektrische Zitruspresse habe ich von meiner Stiefoma geerbt – ein wahrhaftig fantastisches, simples Gerät), Apfelpfannkuchen, Vollkorncroissants und die Sonntagszeitung. Wir haben uns mittlerweile an die österreichische Zeitungswelt gewöhnt und lesen ab und zu den Standard, bei dem der einzige Störfaktor das rosa Papier ist. Ist wohl Geschmackssache. Die FAZ Sonntag wäre mir ja lieber, aber dann lernt man wiederrum nichts über die neue Heimat, Nachrichten über Österreich sind nämlich außerhalb von Österreich höchst selten. Das ist ein bisschen so wie mit Kanada und Australien – man hört nix, also scheint alles in Ordnung zu sein.

Die Pfannkuchen hat Tobi, wie es bei Pfannkuchen eben so ist, nach Gefühl gemacht. Eier, eine Prise Salz, Mehl und Milch, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Äpfel hat er in Spalten geschnitten und mit Butter angeschwitzt, ganz zum Schluss kam noch etwas Zucker dazu. Mein Vater hat Apfelpfannkuchen früher immer mit dicken Ringen von rohen Äpfeln gemacht – die besten Apfelpfannkuchen der Welt, mit viel Zimtzucker drauf. Aber Tobis Version kommt schon ziemlich nah dran. Man hätte die Äpfel auch noch mit Calvados ablöschen können, leider haben wir grade keinen da.

Die Kötbullar für heute abend werde ich bald schon mal vorbereiten, damit das Fleisch gut durchziehen kann. Bis dahin wünsche ich allen einen entspannten Sonntag!

Willkommen!

Fast hätte ich automatisch auf Englisch geschrieben, denn dies ist meine erster Blog auf Deutsch. Das wird zwar alle meine Freunde, die kein Deutsch sprechen, ausschließen, aber der Großteil kann’s dann ja doch.

Willkommen bei Kitchen Desasters!

Hier werden Tobi und ich (so gut wie) täglich von unseren Küchenabenteuern berichten, unsere Rezepte und Gerichte präsentieren und einfach ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Auf der Seite „Über uns“ findet ihr ein paar Hintergrundinfos über die Köche. Wir sind Studenten in Wien mit einer verhängnisvollen Leidenschaft für’s Kulinarische. Verhängnisvoll?! Naja, mit einem Studentenbudget einigermaßen aufwendig und anspruchsvoll zu kochen ist manchmal eine echte Herausforderung. Und wenn man morgens schon darüber nachdenkt und diskutiert was man zum Abendessen machen könnte, dann fühlt man sich manchmal echt, als hätte man einen Schuss. Und damit diese geringfügige Verrücktheit endlich mal einen Nutzen für andere Leute hat, könnt ihr euch unsere Werke nun hier anschauen.

Die Zutaten

Als ständiger Bestand sind da: ungefährt zigtausend Gewürze, von Cumin über Zitronenthymian bis hin zu thailändischen Currypasten; Olivenöl, Rapsöl, Sesamöl, Balsamicoessig, Apfelessig, Reisessig, Sojasauce; Walnusspesto, Tomatenmark, Majo, Ketchup, Senf; frischer Rosmarin, frischer Thymian. Außerdem natürlich Butter, Milch, Joghurt, Sahne und/oder Creme fraiche, Zwiebeln, Kartoffeln, Äpfel, Käse, Schinken, Brot und so – wir sind immer gut ausgestattet und sollte Wien morgen einschneien, können wir bestimmt noch ein paar Wochen überleben. Wir kaufen bei Hofer, Spar Gourmet, Billa und auf dem Markt ein – am Liebsten auf dem Brunnen- und Naschmarkt.

Die Rezepte

Wir mischen Rezepte aus Kochbüchern, dem Internet, Tobi’s Erfahrungsbestand, unseren eigenen Kreationen und Anregungen aus Restaurants. Aktuell nutze ich die folgenden Kochbücher und -blogs:

Jamie’s Italy, Jamie’s America, Jamie at Home, Jamie does…, Cook with Jamie, Mastering the Art of French Cooking, So kocht Amerika, Simply Recipes Food and Cooking Blog, www.foodnetwork.com

Gekocht wird immer für zwei Personen, manchmal auch für mehr.