Schweinefilet, asiatisch.

Heute gab’s mal ein Rezept der Marke Eigenbau. Als ich Samstag durch den Supermarkt ging und langsam realisierte, das man in Wien auch für den Sonntag einkaufen muss, weil da keine Geschäfte auf haben (ja, ja, ich bin schon total amerikanisiert.. man gewöhnt sich halt dran.), habe ich einfach irgendwas geschnappt was so aussah, als könnte ich daraus was Leckeres zaubern. Also landete eine Schweinelende im Korb.
Ich halte ja nichts davon, Schweinefleisch tot zu braten, und habe viele grausliche Erinnerungen an trockenes Schwein mit Sauce, um das Ganze wieder essbar zu machen. Schweinefleisch ist (heutzutage) nicht gefährlich – ob als Mett, rosa gebratenes Filet oder durchgebratenes Kotelett. Ist halt Geschmacksache – aber so ein saftiges, rosanes Filet lasse ich mir lieber gefallen als ein trockenes Kotelett.
Die restlichen Zutaten waren noch da, das Rezept nutzt Reserven anstatt von neuen Produkten. Perfekt also für einen Sonntag, wenn man zwar noch Fleisch da hat, aber ansonsten nicht mehr viel Frisches.

400g Schweinelende, geputzt (Sehnen und Fett entfernt)
für die Marinade:
1EL Currypulver (ich nahm „Farben von Jaipur“ von Herbaria), 1TL Cinq Parfums, einen guten Schuss Reisessig, einige EL Sojasauce, einen guten Schuss Sesamöl, ein 1cm-Stück Ingwer in feine Scheiben geschnitten, eine Knoblauchzehe, gehackt
eine große Zwiebel, in Halbringe oder dünne Spalten geschnitten
Reis
TK-Erbsen

Die Marinade zusammenrühren und dabei mit den Flüssigkeiten etwas nach Gefühl vorgehen – ich habe Öl, Essig und Sojasauce nicht abgemessen. Das Filet putzen, halbieren, abwaschen und trocknen. In einen Ziplocbeutel die Marinade und das Filet geben. Da ich nur kleine Beutel hatte, habe ich zwei verwendet. Nun die Luft aus dem Beutel heraus drücken und die Marinade schön einmassieren. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank marinieren lassen.

Wenn das Fleisch durchgezogen ist, den Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Eine große Zwiebel in Spalten oder Halbringe schneiden, mit etwas gehacktem Ingwer, Sojasauce und Olivenöl gut vermischen und in eine kleine Auflaufform geben. Die Zwiebeln kommen direkt in den Ofen, um schonmal eine Runde zu schmoren. Ab und zu mal reingucken und wenden. Nach Bedarf mehr Sojasauce hinzugeben.
Das Schweinefilet aus der Marinade nehmen und in einer Pfanne in Öl rundherum scharf anbraten. Danach sofort in die Auflaufform auf die Zwiebeln legen und in den Ofen schieben.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um an den Reis zu denken. Das Filet braucht nun etwa 20 Minuten im Ofen. Nach 15 Minuten habe ich die Temperatur auf 200 Grad hochgedreht und das Fleisch mit Zwiebeln bedeckt. Je nach Dicke des Filets kann es etwas länger brauchen oder auch schneller fertig sein.
Als Test kann man einfach an einem Ende eine Scheibe abschneiden und prüfen, ob es noch zu rosa ist – oder grade richtig.

Den Reis nach präferierter Methode kochen, ich habe die Wasser-Reis-Methode genommen und für 5 Minuten noch eine halbierte Zitrone mit reingeschmissen, das sorgt für einen frischeren Geschmack. Wenn der Reis quasi gar ist noch die gefrorenen Erbsen dazu geben, die garen in Rekordzeit fertig. Abgießen, etwas Butter oder Olivenöl darunter rühren, fertig.

Den Erbsenreis mit dem aufgeschnittenen Filet und den Schmorzwiebeln anrichten.

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