Kalbsbraten mit Semmelknödeln

Kalbsbraten mit Semmelknödeln, Rotkohl und Maroni, dazu Feldsalat

Heute hatten wir Besuch, und es gab Braten: Einen Kalbsrollbraten, um genau zu sein. Auch hier habe ich mal wieder auf die Vorarbeit der Österreichischen Metzgerzunft zurückgegriffen: Der Braten war schon fertig gerollt und gewürzt.

Die lästigste Vorbereitung kam zuerst: Die Maroni müssen eingeritzt und dann blanchiert werden. Anschließend muss man sie schälen. Eine undankbare Aufgabe: unter der harten Schale kommt noch ein Silberhaut, die sich am besten löst, wenn die kleinen Dinger noch heiß sind – dann zerbröseln sie aber. Sind sie zu kalt, bröseln sie weniger, man bekommt aber auch die Silberhaut nicht mehr ab. Am besten immer nur ein paar kurz kochen, abschrecken und schälen, so bekommt man den Spagat zwischen zu heiß und zu kalt am besten hin.

Den Braten habe ich als erstes gemacht: Einfach mit Öl in die Pfanne, und von allen Seiten gut angebraten. Währenddessen habe ich ein Bund Suppengrün und 2 Zwiebeln grob geschnitten, und dann zum Braten in die Pfanne gegeben. Das ganze ein paar Minuten mitgeröstet, mit etwas Tomatenmark versetzt und weiterhin geröstet. Ein paar Minuten später dann alles mit Bier abgelöscht, Aromaten (Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Piment, Lorbeer, Pfeffer) zugegeben, in einen Bräter gesetzt und bei 150°C in den Backofen.

Danach habe ich mich um die Semmelknödel gekümmert: Zunächst habe ich ein bisschen Speck und Zwiebeln gedünstet und gleichzeitig 200 ml Milch mit etwas Butter, Salz, Pfeffer und Muskat erhitzt. Dieser Mischung habe ich 3 Eigelb hinzugefügt und sie dann warm über 300g Knödelbrot gegeben, Speck und Zwiebeln sowie Petersilie zugegeben und das ganze gut vermischt. Das ganze darf dann 10 Minuten Ziehen.

Währenddessen habe ich den Rotkohl gemacht. Hier war ich clever und habe ein einfaches Rezept genommen. Zuerst nimmt man den Rotkohl aus der Tiefkühltruhe. Anschließend gibt man ihn in einen Topf und wärmt ihn unter gelegentlichem Rühren auf kleiner Flamme langsam auf (Sorry, aber einfach mal so Rotkraut anzusetzen, das wäre dann wirklich etwas viel des Guten).

Und die Maronen wanderten mit etwas Speck in die Pfanne und wurden dann mit Ahornsirup verfeinert.

Außerdem habe ich schonmal einen Topf mit Wasser für die Klöße aufgestellt. Für die Knödel sollte ausreichend Salzwasser sehr heiß sein, jedoch nicht kochen. Um böse Überraschungen zu vermeiden empfiehlt es sich, bevor es ernst wird immer eine Probe zu machen. Die Probe war gut, also habe ich den Rest der Masse auch verarbeitet: Man macht einfach kleine Kugeln. Die Masse sollte relativ trocken sein, so dass sie zwar gut zusammenhält, aber so fest ist, dass man die Knödel formen und ablegen kann, sonst ist die Masse zu weich.

Der Feldsalat wurde einfach geputzt, für das Dressing hat Franzi ein bisschen Speck und Zwiebeln von den Klößen, 1,5 EL 8-Kräuter-Mischung aus der Tiefkühle, 1 El Apfelessig, 50 ml Sahne, 2 El Joghurt (mager) und Salz und Pfeffer mit dem Zauberstab gemixt und beim mixen ca. 2 El Öl untergemixt.

Zwischendurch habe ich den Braten ab und zu mit seinem Saft übergossen, und geschaut ob er soweit ist. Nach ungefähr 1 h im Ofen war ein Ende abzusehen, und ich habe mich an die Fertigstellung gemacht. Zunächst habe ich die Knödel ins Wasser gegeben (sie brauchen so ca. 10-15 Minuten, je nach Größe). Dann den Rotkohl und die Maroni nochmal hochgedreht.
Außerdem habe ich den Bratensaft in eine kleine Pfanne gegeben, um daraus die Soße fertigzumachen. Dazu habe ich ihn mit den geschmorten Zwiebeln aus dem Bräter gemixt und dann einkochen lassen. Und ich habe ein wenig Bratensoße aus der Tube (von Knorr, tolles Zeug, jedenfalls das beste, was ich in die Richtung kenne, und nein, wir bekommen leider kein Geld von denen) eingerührt, um dem ganzen ein bisschen mehr Schwung zu geben. Das war’s in diesem Falle schon, weil’s einfach gut war. Ansonsten kann man natürlich noch ein bisschen abschmecken je nach Gusto mit etwas Sahne oder Butter verfeinern – jeder wie es ihm gefällt.
Als nächstes kann man den Salat schon fertig machen: auf den Teller damit und Dressing drüber. Dann den Braten aus dem Ofen geholt, 3 Minuten ruhen gelassen und währenddessen die Knödel abgeseiht. Alles schön angerichtet, Rotkraut, Maroni und Soße darüber – Bon Appetit

Zum Nachtisch habe ich einen Rest von Franzis Geburtstagsmenü serviert: kleine Schokotörtchen mit flüssigem Kern. Das Rezept habe ich von Chefkoch.de. Es ist kinderleicht, superschnell und sehr empfehlenswert, da man die Törtchen einfach auf Vorrat einfrieren kann und sie bei Bedarf nur noch in den Ofen schieben muss.

Für 6 Törtchen braucht man

100 g Butter
80 g Zucker
2 Eigelb
2 Eier
80 g Mehl
90 g Zartbitterschokolade

Man schlägt die Butter (sie muss weich sein) zunächst mit dem Zucker schaumig, und rührt dann die Eier und Eigelb ein.  Dabei wird die Masse zunächst grieselig,aber keine Angst, wenn man dann das Mehl zugibt, hat sich alles wieder. Dann fügt man die geschmolzene Schokolade bei und gibt alles in gebutterte kleine Förmchen. Diese werden dann eingefroren.

Zum zubereiten gibt man die Förmchen einfach bei 180°C in den Backofen, tiefgefroren, wie sie sind. Nach 16-18 Minuten (je nach Ofen ein bisschen verschieden) sind sie gut. Die Oberseite muss schon richtig „gebacken“ sein, dann sind sie gut. Der Kern ist noch flüssig und läuft dann schön aus. Dazu habe ich – weil mir auf die schnelle nichts besseres einfiel – einfach Preiselbeeren mit Joghurt gemixt. Zwar etwas schwach auf der Brust, aber ganz ok.

Manöverkritik: Alles war eigentlich wunderbar. Bei den Semmelknödeln gilt allerdings: da geht noch was. Sie waren außen etwas schleimig, innen dafür etwas fest und trocken. Die üben wir also einfach noch mal, lecker waren sie trotzdem!

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2 Kommentare zu “Kalbsbraten mit Semmelknödeln

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