Fenchelpasta mit Parmesan

Was macht man mit Fenchel? Außer ihn nach Möglichkeit im Regal liegen zu lassen? Naja, ich hatte gestern zwei dicke Knollen in der Ökokiste und so schönes Biogemüse kann man ja schlecht wegschmeißen. Also ran an’s Werk und aus Fenchel was Leckeres zaubern. Ich mag Herausforderungen! Man könnte auch sagen, ich wurde gezwungen, aber ich habe bisher nur Rettich von der Kiste ausgeschlossen, ich bin also selber schuld.
Herausgekommen ist eine Fenchelpasta für Zwei, der Hausherr macht nämlich Home Office, so dass ich nicht mal zwei Tage hintereinander Fenchel essen muss. Wäre aber auch nicht so schlimm gewesen, es ist nämlich LECKER geworden.

Für zwei Personen:

2 Zwiebeln
1 Fenchelknolle ohne Grün
200g Bavette 
eine gute Hand voll geriebener Parmesan
2 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer

Zunächst den Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Zwiebeln und Fenchel in 1cm-Spalten schneiden, mischen, auf dem Blech verteilen. Mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker mischen, ab in den Ofen. Unter mehrfachem Wenden braucht das Gemüse nun mindestens 30min bis es goldbraun karamellisiert ist.

Wenn die Garzeit auf das Ende zugeht, Nudelwasser aufsetzen und für die Sauce eine kleine Pfanne danebenstellen. Fenchel und Zwiebeln in die Pfanne transferieren, bei mittlerer Hitze Crème fraîche und Parmesan einrühren, abschmecken.
Die gekochte Pasta darunterziehen und servieren.

Hardcore-Fenchelesser können Fenchel und Zwiebel stattdessen auch in der Pfanne garen und mit etwas Pastis oder Pernod ablöschen. Aber das will ich lieber nicht ausprobieren, bei dem Gedanken schüttelt es mich nämlich.

Mediterrane Brioche-Schnecken

 

Gestern habe ich mal wieder was aus meinen neuseeländischen Kochzeitschriften ausprobiert. Das Rezept hat so halbwegs gestimmt, die Menge an Mehl war viiiiiel zu wenig, aber das Ergebnis war enorm lecker  – toll zum Mitnehmen oder auch zum Nachmittagskaffee, noch mal kurz im Ofen gewärmt. Die Füllung kann nach Belieben verändert oder ergänzt werden, z.B. mit Oliven oder Kräutern.

Für 12 Schnecken (ein Backblech voll): 

700g Mehl (ich nahm 500g Weizenmehl + 200g Dinkelvollkornmehl)
2 Esslöffel Zucker
1 TL Salz
1,5 Päckchen Trockenhefe
250ml Milch
120g Butter
3 Eier

Füllung:

6 EL karamellisierte Zwiebeln oder Zwiebelmarmelade
50g getrocknete Tomaten, fein gehackt
100g Schafskäse

Hat man keine Zwiebelmarmelade im Haus, müssen vorher die karamellisierten Zwiebeln vorbereitet werden. Macht direkt eine größere Menge, denn der Kram ist auch herrlich auf dem Sandwich, im Kartoffelbrei, zu Ofengemüse,… zu ALLEM. Dazu 500g Zwiebeln (oder mehr) in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Öl anschwitzen. Immer wieder umrühren. Nach einer Weile tritt die Flüssigkeit der Zwiebeln aus und verdampft. Sobald die Zwiebeln anfangen Farbe zu nehmen, etwas Wasser (immer nur 1-2 EL) dazu geben und die Hitze etwas runterdrehen. Zwischendurch kann man auch mal Rotwein oder Balsamicoessig nehmen anstelle von Wasser.
Bis die Zwiebeln mit dieser Methode dunkelbraun karamellisiert sind, dauert es 30-45min. Man muss aber nicht die ganze Zeit dabei stehen, einfach die Hitze niedrig belassen, immer mal wieder rühren und auf das Geräusch achten – wenn’s knistert, muss Wasser dazu, denn dann fangen die Zwiebeln an zu braten.
Wenn die Zwiebeln fertig sind, einfach in ein sauberes Gefäß geben und abkühlen lassen.
Jetzt geht es aber an die Schnecken!

Zunächst 200g des Mehls mit dem Zucker, Salz und der Trockenhefe mischen. Milch und Butter zusammen in einem kleinen Topf erwärmen bzw. schmelzen. Wenn die Butter vollständig geschmolzen ist, die Mischung kurz abkühlen lassen und dann mit der Mehlmischung verquirlen (dazu reicht ein Kochlöffel oder eine Gabel). Mit einem sauberen Tuch abdecken und gehen lassen, bis es sich verdoppelt hat, das dauert ungefähr 40 Minuten.

Wenn der Teig fertig gegangen ist, mit einer Gabel die Eier einzeln darunter rühren, anschließend das restliche Mehl einrühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte auskippen und mit den Händen kneten, bis es eine geschmeidige Masse ist. Ich hatte am Anfang nur die 500g Mehl aus dem Rezept drin und als Resultat klebte der Teig überall, ich denke ich habe mindestens 200g Mehl noch dazu gegeben, vielleicht auch mehr. Der Teig soll nicht mehr an den Händen (oder an der Arbeitsplatte…) kleben bleiben und elastisch sein, dann ist es genug Mehl.

Den Teig dann auf ca. 30x40cm ausrollen (ungefähr so groß wie ein Backblech). Die karamellisierten Zwiebeln (oder Zwiebelmarmelade) darauf verteilen, die fein gehackten getrockneten Tomaten gleichmäßig darauf streuen und den Feta fein darauf zerkrümeln. Von der langen Seite aus zu einer dicken Rolle aufrollen. Die Enden knapp abschneiden, dann in 12 Teile schneiden.
Nun den Ofen auf 190 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Schnecken mit der Schnittseite nach oben darauf legen und noch mal 20min gehen lassen. Danach kommen sie für 20-25min in den Ofen, bis sie oben goldbraun sind.

Warm aus dem Ofen schmecken sie am Besten. Nach dem Abkühlen unbedingt in luftdichten Plastikdosen im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn man sie später essen will, bei 200 Grad 3-4 Minuten warm machen. Wie man das in der Mikrowelle macht, weiß ich nicht, geht aber mit Sicherheit.

Lasst es euch schmecken!

 

Muffuletta

Unsere Party am Samstag war ein Erfolg. Es gab tolle Menschen, leckeres Essen, viel zu viele alkoholische Getränke und am nächsten Tag ein feines Frühstück mit den Übernachtungsgästen mit anschließendem Mini-Sightseeing Rundgang in München inklusive Baden im Eisbach (bei den aktuellen Temperaturen absolut herrlich).
Mit am meisten Anklang fand die Muffuletta, ein dickes Sandwich, welches ich spontan machte, da ich sowieso Tomaten-Focaccia backen wollte…
Muffuletta ist ein Sandwich aus New Orleans mit vielen leckeren Schichten Salami, Schinken, Käse, salzigen Oliven und saftigen Tomaten…

Den Anfang macht ein frisch gebackenes Focaccia. Hierzu einfach nach diesem Rezept vorgehen, den Teig aber nicht teilen sondern einen großen Fladen (ein ganzes Backblech) ausrollen und keine Tomaten obendrauf geben, sondern regelmäßige kleine Vertiefungen mit dem Daumen eindrücken. Nach Rezept backen, etwas abkühlen lassen und mit einem großen Sägemesser durchschneiden. Den Deckel abnehmen und zur Seite stellen.

1/2 Glas Mixed Pickles
80-100g grüne Oliven
200g fein geschnittener Schinken
250g Salami, verschiedene Sorten (z.B. Salame milano, Rauchsalami, Salame felino,..) 
3 Mozzarella-Kugeln, in Scheiben geschnitten
1 Packung Fol Epi Hauchfein
3 dicke Tomaten, in dünne Scheiben geschnitten

Zunächst die Mixed Pickles und die Oliven fein hacken. Dafür entweder mit etwas Olivenöl kurz im Mixer zerkleinern oder mit dem Messer durchhacken. Etwas Olivenöl auf das Unterteil der Focaccia geben und den Olivensalat darauf gleichmäßig verteilen.
Nun kommen die verschiedenen Schichten: ich fange mit einer Sorte Salami an, dann Schinken, Fol Epi, die zweite Sorte Salami, Mozzarella, der restliche Schinken, Tomaten. Jede Schicht sollte den Boden komplett bedecken.
Den Deckel aufsetzen und fest zusammen drücken, am Besten ein paar Stunden mit schweren Töpfen oder Kochbüchern beschweren. Geht aber auch ohne. Eine Stunde durchziehen sollte es aber schon.
In Stücke schneiden und genießen!

Biskuitrolle mit Zitrone und Erdbeere

Gestern habe ich einen riesigen Stapel Kekse mit Nutellafüllung gebacken (Bestechung für die Nachbarn da wir morgen eine Party schmeißen), und als ob mir noch nicht schlecht genug gewesen wäre, habe ich heute noch eine Biskuitrolle hinterher geschoben. Die ist aber der Geburtstagskuchen für meinen Freund der sie heute zum Kaffee genießen darf. Das Rezept ist von meiner Familie und hat mir schon hervorragende Dienste geleistet als ich in den USA mal ein „deutsches Dessert“ mitbringen musste. Leicht zu variieren, im Original gibt es sie meist mit Himbeeren, aber meine bessere Hälfte mag ja kein gatschiges Obst. Da ich neulich Erdbeermarmelade gekocht habe, gab es unter der Zitronensahne dann eine Schicht Erdbeer.

Für eine Rolle:

4 Eier, getrennt
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75g Mehl
50g Speisestärke
3 EL lauwarmes Wasser
1 Messerspitze Backpulver

Den Ofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Eier trennen, Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Nach und nach Mehl, Stärke, Backpulver und Wasser dazu geben. Ist der Teig zu fest, noch einen EL Wasser dazu geben.
Die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unterheben. Den Teig auf ein Backblech (mit Backpapier drauf, versteht sich) streichen – schön gleichmäßig bitte – und im vorgeheizten Backofen ca. 8-10min backen, bis der Teig oben hellbraun abgebacken ist. Am Besten dabei stehen bleiben, manchmal dauert es 7 Minuten, manchmal 11. Kommt ja auch auf den Ofen an.
Wenn der Biskuit fast fertig gebacken ist, ein sauberes Küchentuch mit Zucker bestreuen. Den Biskuit aus dem Ofen nehmen und sofort auf das Küchentuch stürzen (geht einfacher als man erst denkt, ich zweifle jedes Mal wieder). Das Backpapier sofort mit kaltem Wasser bestreichen und vorsichtig abziehen. Den Teig in dem Küchentuch aufrollen und vorsichtig zur Seite legen, bis er abgekühlt ist.

300ml kalte Schlagsahne 
2 Päckchen Sahnesteif
1 TL Zitronenschale, gerieben oder fein gehackt
3-4 EL Zitronensaft

Sahne mit Sahnesteif aufschlagen. Es geht auch ohne Sahnesteif, besonders wenn man die Rolle sowieso am gleichen Tag isst, aber mit Sahnesteif ist das Ergebnis fester und stabiler.
Zitronenschale und -saft unter die Sahne heben.

Wenn der Teig abgekühlt ist, vorsichtig wieder abrollen und mit einer dünnen Schicht Erdbeermarmelade bestreichen. Die Sahne 1cm dick darauf verteilen und wieder aufrollen. Etwas Sahne wird immer rausgequetscht, die einfach direkt vom Finger schlecken…
Die Enden abschneiden (und essen) und schon hat man eine schicke, leckere, sommerliche Zitronen-Erdbeer-Sahnerolle!

Tomaten-Focaccia mit Würzöl

 

Momentan hab ich’s irgendwie mit Kochzeitschriften. Naja, eher mit der „Living at Home“, da sind ja nur teilweise Rezepte drin. Meine Familie hat die immer und mittlerweile kaufe ich sie selber auch. Neulich lachte mich ein Rezept für Tomaten-Focaccia an, welches ich postwendend nachbacken musste, passend für meinen Geschmack natürlich.
Frisch aus dem Ofen schmeckt es am Besten, soll es länger aufbewahrt werden, würde ich es noch mal kurz aufbacken.

Für zwei Fladen: 

1 Hefewürfel
600g Weizenmehl
4 EL Tomatenmark
50ml Olivenöl
1 TL Meersalz
350ml warmes Wasser

400g verschiedene Tomaten 

Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit dem Wasser auflösen, zur Seite stellen. Das Mehl mit dem Salz mischen, Hefewasser, Öl und Tomatenmark dazugeben, mit den Knethaken eines Handmixers gut verkneten. In einer Schüssel an einem warmen Ort 30min gehen lassen.
Danach aus der Schüssel holen, durchkneten, halbieren und zu ovalen, ca. 2cm dicken Fladen formen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Fladen darauf legen. Noch mal 45min gehen lassen.

Wenn die Fladen gegangen sind, gleichmäßig kleine Vertiefungen mit dem Daumen eindrücken. Die Tomaten schneiden – Cherrytomaten halbieren, größere Tomaten in 1,5cm dicke Scheiben schneiden – und gleichmäßig auf den Fladen verteilen, dabei leicht in den Teig drücken.

Nun den Ofen auf 200 Grad vorheizen und das Würzöl herstellen:

1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Abrieb einer Zitrone
1 TL frischer Rosmarin, gehackt
70ml Olivenöl

Das Öl mit den restlichen Zutaten verrühren. Über die Fladen träufeln (das es an den Seiten runterläuft, ist normal und macht nichts, so wird der Boden schön knusprig). Dann noch 1-2 TL Fleur de Sel je Fladen darüber streuen und in den Ofen schieben.

Nach gut 25min aus dem Ofen nehmen und warm servieren, eventuell noch mit etwas Olivenöl beträufeln.
Super zum Grillen oder einfach so!

 

Balkonpasta

Balkonpasta – das sind Nudeln, die man am Besten bei strahlendem Sonnenschein an der frischen Luft isst, weil sie irgendwie „Urlaub!“ schreien. Sie schmecken aber auch im Winter. Ehrlich gesagt wäre ich gar nicht darauf gekommen, dieses Rezept zu posten, weil es so unglaublich simpel ist, aber es kommt bei Freunden ziemlich gut an. Jetzt im Sommer esse ich das mindestens zwei Mal die Woche. Es ist einfach, günstig und gut variierbar.
Leider habe ich nicht daran gedacht, ein schönes Foto zu machen, darum gibt’s stattdessen ein Foto von meinem Balkon. 😀

Für eine Person:

1-2 Zwiebeln (je nach Größe)
eine Knoblauchzehe
einige frische Rosmarinnadeln
eine Hand voll Kirschtomaten (oder eine dicke Tomate)
100g Spaghetti
50g Feta

Die Zwiebeln werden zunächst in Spalten geschnitten. Dafür beide Enden abschneiden, schälen, und dann längs in dünne Stücke schneiden (so werden es keine Halbringe, sondern Spalten). Mit einem guten Schluck Olivenöl in einer Pfanne erhitzen – bei Zwiebeln ist es nicht wichtig, ob das Öl vorher heiß wird oder nicht – und langsam schmoren. Am Anfang darf die Pfanne ruhig etwas heißer sein damit die Zwiebeln etwas Farbe nehmen und schneller garen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Währenddessen die Knoblauchzehe und den Rosmarin fein hacken und dazu geben, mitschmoren. Die Nudeln können jetzt ins kochende Wasser.
Wenn die Zwiebeln soweit gar sind, die Kirschtomaten halbieren und dazu geben. Sobald die erste Flüssigkeit von den Tomaten verdampft ist, die Pfanne mit etwas Balsamicoessig ablöschen (Achtung, jetzt NICHT das Gesicht über den Herd halten!) und einkochen lassen.
Wenn die Nudeln gar sind, abgießen und mit in die Pfanne geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten. Auf dem Teller dann den gewürfelten oder fein zerkleinerten Feta dazu geben und unterrühren.

Nun den Teller nehmen, sich damit auf Balkon, Terrasse oder auch an den Esstisch setzen und genießen! Ein Glas Rotwein passt hervorragend dazu.

Nachtrag: beim Schreiben habe ich so Lust auf die Pasta bekommen das ich mir zum Mittagessen einen Teller gemacht habe – deswegen gibt’s jetzt doch ein Foto!

Thai-Quinoa-Salat mit Erdnussdressing

Omnomnom! Ein Quinoa-Salat für alle Lebenslagen mit frischem Gemüse, sättigenden Kichererbsen und sündhaft leckerem Erdnussbutter-Dressing. Am Besten mit frischem Koriander, es geht aber auch ohne, letztes Mal habe ich einfach etwas Petersilie genommen, da die halt auf dem Balkon wächst. Mein Versuch, Koriander zu ziehen, ist kläglich gescheitert, der hat einfach nicht lange überlebt. Rosmarin, Thymian, Schnittlauch, Liebstöckel und Basilikum halten sich wacker!

Für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Beilagen:

170g Quinoa
2 Möhren
1 rote Paprika
1/2 Zwiebel
eine kleine Dose Kichererbsen
eine kleine Hand voll Cashews
1/2 Bund Koriander

Zunächst den Quinoa heiß abspülen, damit die Bitterstoffe abgewaschen werden. Die doppelte Menge Wasser aufsetzen, salzen. Wenn das Wasser kocht, den Quinoa dazu geben und bei niedriger Hitze kochen bis das Wasser absorbiert ist. Das dauert etwa 15-20min.
Die Möhren schälen und auf einer Vierkantreibe grob raspeln; die Paprika und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden. Statt normaler Zwiebeln kann man auch Frühlingslauch nehmen.
Die Kichererbsen abtropfen lassen, abspülen und zum Gemüse geben. Nun kommt das Dressing:

2 EL Erdnussbutter
2 EL Sojasauce (z.B. Bio-Shoyu von Arche)
1 TL Sesamöl
1 TL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
1 EL Ahornsirup
warmes Wasser bis zur gewünschten Konsistenz

Zuerst die Erdnussbutter mit den Ölen verrühren. Es dauert eine Weile, bis sich beides miteinander verbindet. Dann den Rest dazu geben und gut durchrühren. Mit Wasser verdünnen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich mag es cremig und nicht zu dünn.
Dieses Dressing passt auch gut als Dip, zu Nudeln oder zu Reis… aber jetzt mischen wir es mit dem Gemüse und dem gekochten Quinoa.
Die Cashews darüber geben und den Koriander grob hacken und drüber streuen. Mit einem Limettenviertel servieren.

Das beste Ratatouille

Zugegeben, das ist ein großer Claim. Aber dieses Ratatouille ist wirklich fantastisch und hebt sich von dem normalen wässrigen Tomaten-Zucchini-Quatsch ab. Es ist samtig, cremig, vollmundig und doch leicht. Wir haben es das erste Mal in Paraguay für Tobi’s Gastfamilie, die sich (wie in Paraguay üblich) zu 90% von Rindfleisch und Cola ernährt, gekocht. Dazu gab es natürlich Fleisch (Huhn) und Rosmarinkartoffeln, aber eigentlich braucht man gar nix dazu. Was soll ich sagen? In Paraguay war es ein großer Erfolg. Alle haben sich nachgenommen und das leckere Gemüse gelobt.
Okay, es gewinnt nicht unbedingt den Preis für das schönste Gericht des Monats, aber das tut meiner Liebe keinen Abbruch.

Für einen Topf als Hauptgericht für 2 oder Beilage für 4: 

2 Paprika (gelb oder rot)
1 große Zucchini
1 mittelgroße Aubergine
2 Zwiebeln
2 große Tomaten
(oder eine Hand voll dicker Kirschtomaten)
1 Zehe Knoblauch
1 Zweig Rosmarin
1 kleiner Zweig Thymian
Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe

Zunächst das Gemüse schneiden und in separate Schüsseln geben: Zwiebel in kleine Würfel, Zucchini in mittlere Würfel, Aubergine und Paprika jeweils in dicke Würfel. Nicht mischen! Die Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden. Einen Topf mit einem guten Schuss Olivenöl aufsetzen. Die gehackte Zwiebel hinein geben und bei geringer Hitze anschwitzen. Den Knoblauch dazu geben und mitschwitzen.

Daneben eine Pfanne mit etwas Olivenöl aufsetzen. Erhitzen bis das Öl fast raucht.
Zuerst die Zucchini rundherum anbraten. Sie soll etwas Farbe nehmen. Dann zu den Zwiebeln geben und neues Öl in die Pfanne geben. Mit den Paprika und der Aubergine genauso verfahren.

Wenn das ganze Gemüse im Topf ist, den Rosmarin und Thymian hacken und dazu geben (alternativ ein TL Kräuter der Provence), ein paar Dreher Pfeffer, etwas Salz und einen Würfel Gemüsebrühe. Mit Wasser aufgießen bis das Gemüse ganz knapp bedeckt ist. Deckel drauf, aufkochen lassen und eine Stunde lang bei niedriger Hitze köcheln.

Nach der Stunde eine große Schüssel aufstellen, ein Sieb reinhängen. Das Gemüse abgießen und einige Male umrühren, damit es gut abtropft.
Den Sud dann zurück in den Topf geben und bei hoher Hitze reduzieren, bis man mit dem Kochlöffel Muster auf dem Topfboden ziehen kann. Herdplatte ausmachen (wer nicht mit Induktion oder Gas kocht, Topf vom Herd nehmen) und das Gemüse zurück in den Sud geben.
Jetzt noch fix die Tomate hacken (oder die Kirschtomaten vierteln oder achteln, je nach Größe) und darunter rühren. Deckel wieder drauf und 10min durchziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fertig. Es ist ein wenig aufwendig, aber es lohnt sich absolut. Das Ratatouille schmeckt hervorragend ohne jegliche Zusätze, mit Baguette oder Nudeln, oder verfeinert mit Schafskäse (mein Favorit) oder Parmesan.

 

Pfirsich-Prosciutto-Baguette mit Ziegenkäse und Rosmarin

 

Ja, ab und an gibt’s schon auch was mit Tier! Heute zum Beispiel ein fantastisches Sommer-Baguette. Sollte man am Besten auf dem Balkon essen und dazu ein Glas Wein trinken.
Inspiration war dieses Mal ein Rezept aus einer neuseeländischen Kochzeitschrift, aus der ich mir die guten Seiten rausgerissen hatte. Die machten dazu ein Basilikumöl, das schien mir zu aufwändig, außerdem passt Rosmarin so gut zu Pfirsichen (und auf dem Balkon steht ein Rosmarinbusch..)

Für 2 Personen:

ein Baguette (ich nahm ein Steinofen-Aufbackbaguette, bei denen vom Bäcker reicht dann ein Halbes)
1,5-2 Pfirsiche
80g Prosciutto crudo (Parmaschinken, Serranoschinken, Landschinken,…)
75g Ziegenfrischkäse
100g Ricotta
einige Rosmarinnadeln

Das Baguette (eventuell vorher aufbacken) halbieren. Den Ziegenfrischkäse mit dem Ricotta verrühren und auf die Baguetthälften streichen. Die Pfirsiche achteln und mit dem rohen Schinken umwickeln, dekorativ auf das Baguette setzen. Nun noch mit Rosmarin bestreuen – je nach Geschmack mehr oder weniger. Schon fertig! Ging schnell, oder?
Und ist sooooo lecker!

Hummus-Wraps mit mediterranem Salat

 

Solche Wraps gibt es im Café Sol vor den Toren des Zion National Park in Utah. Ich erinnere mich daran wie ich letztes Jahr mit einem dicken, saftigen, vegetarischen Wrap am Fluss saß und die Sonne genoss. Das Balsamico-Dressing tropfte raus, aber das machte gar nichts.
Gestern habe ich frischen, leckeren Hummus gemacht – denn mein neuer Multizerkleinerer ist endlich angekommen! Wie schön, wenn man sich über so was noch freuen kann.. endlich wieder ein Gerät, das dicht ist und womit man im Handumdrehen leckere Dips und Saucen zubereiten kann. Herrlich.

Diese vegetarischen Wraps sind super für einen lauen Sommerabend und vereinen zwei meiner liebsten Lebensmittel: Hummus und Feta. Man könnte sie aber auch fix veganisieren, anstelle von Feta könnte man Tofu nehmen oder „Tofu-Feta“ nach Scott Jurek’s Rezept machen. Habe ich noch nicht probiert, vielleicht probiert es ja von euch jemand aus?

Für einen dicken Wrap:

1 großen Tortilla-Wrap (den größten den es im Supermarkt gibt)
2-3 EL Hummus (gekauft oder selbst gemacht)
1/2 Romanasalatherz, oder eine ähnliche Menge Pflücksalat
6-7 Oliven
50g Feta 
einige Scheiben Gurke
einige Scheiben rote Zwiebel
2-3 Cherrytomaten 
Balsamicocreme 
Salz, Pfeffer

Anstelle von Tomaten und Zwiebeln in Scheiben habe ich ein paar dicke Kirschtomaten und eine halbe Zwiebel in den Mixer geworfen und zu einer feinen Salsa zerkleinert. Davon nahm ich einen EL für den Wrap.

Zuerst den Salat in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Die Oliven halbieren, den Feta zerkrümeln, die Gurke in halbe Scheiben schneiden und entweder die Cherrytomaten vierteln oder einen EL Tomaten-Zwiebel-Gemisch zum Salat geben. Alles mit einem Schuss Balsamicocreme sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack mischen und mindestens 10min durchziehen lassen.

Wenn der Salat schön durchgezogen ist, den Tortilla kurz im Backofen aufwärmen und dann mit dem Hummus bestreichen. Den Salat darauf verteilen und aufrollen. Und reinbeißen!