Limonade mit Ingwer

Ahhh, Sommertage auf dem Balkon. Zwischen Zucchinibottich und Tomatenpflanze sitze ich an meinem kleinen grünen Tisch und trinke selbstgemachte Limonade.
Nun, man muss wissen, Limonade ist Vieles, aber nicht gesund. Da ist sooo viel Zucker drin. Aber selbstgemachte Limonade ist immer noch deutlich gesünder als der Chemie-Quatsch aus dem Supermarkt. Ich meine natürlich „lemonade“ – das, was man in den USA auf dem Farmer’s Market bekommt und kleine Kinder an der Straße verkaufen. Besonders lecker auch im Schnitt mit Eistee, das nennt sich dann – je nach Region – Arnold Palmer oder Half & Half.
Auf den Cook Islands letzten November gab’s dann an einem Stand eine richtig leckere Limonade mit Ingwer. Die habe ich gestern versucht nachzuahmen.

Konzentrat für 2-3 Liter Limonade:

40g Ingwer, in Scheiben geschnitten
100g brauner Zucker
die Schale einer 1/2 Zitrone

Alles in einen kleinen Topf geben, mit Wasser bedecken und aufkochen. Etwa 15min köcheln. Dann zur Seite stellen und noch ein Stündchen ziehen lassen. Abseihen.

Um die Limonade herzustellen, 100ml Zitronensaft mit der Hälfte des Ingwer-Zuckersirups mischen und mit etwa einem Liter Wasser aufgießen – je nach Geschmack kann man mehr oder weniger nehmen. Auch beim Zitronensaft ist es Geschmacksache.
Mit Eiswürfeln servieren.

Aber nicht den ganzen Liter auf einmal trinken, sonst gibt’s einen Zuckerschock!! 🙂

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Champignon-Linsen-Burger nach Scott Jurek

Vor ein paar Monaten las ich „Eat and Run“ von Scott Jurek. Sehr inspirierend, und meine Allzweckwaffe wenn mich jemand fragt, ob man mit veganer Kost noch die Arme heben kann (Scott Jurek ist einer der berühmtesten Ultramarathonläufer der Welt und strikter Veganer). In dem Buch gibt es neben den Erzählungen über sein Leben und seine Karriere auch in jedem Kapitel auch ein Rezept. Neulich hatte ich ja schon von den 8-Grain-Strawberry Pancakes geschrieben, heute geht es um die veganen Burger-Patties.

Vorab ein Wort der Warnung: die Patties werden nicht richtig knusprig und haben auch nicht die gleiche Konsistenz von Hackfleisch (logischerweise). Richtig strikte Fleischfresser, die beim Gedanken an Gemüse schon einen dämlichen Spruch zücken, wird man hiervon nicht begeistern können, zumindest wenn man es als Hamburger bezeichnet.
Alle Anderen werden aber vermutlich ein verdammt leckeres Sandwich essen und sich darüber freuen, dass das auch ohne Hackfleisch geht.
Man muss es ja nicht vegan lassen – bei mir gab’s heute etwas Schafskäse dazu.
Die Patties sind aufwendig in der Herstellung, aber man hat dann auch direkt ca. 12 Stück die sich sehr gut einfrieren lassen.
Ich habe das Rezept von cup-Maßen in Gramm und Milliliter übersetzt, die cup-Maße aber jeweils angegeben, denn so wie ich haben sicher auch andere Leute amerikanische Cup-Messbecher und -Löffel im Haus. Kocht (und backt) man oft amerikanische Rezepte nach, lohnt sich die Anschaffung absolut – man bekommt auf Amazon Sets für um die 10 Euro. (hmmm, ob ich wohl mal ein neues, hübscheres Set brauche….)

Für 12 Patties:

150g (1 cup) trockene grün-braune Linsen (am Besten de Puy, es funktioniert aber sogar mit roten Linsen gut)
1/2 Zwiebel (1/4 cup)
1 EL TK-Petersilie
550ml Wasser

Alles zusammen in einem kleinen Topf aufkochen und dann bei geringer Hitze ca. 45min lang köcheln lassen, bis die Linsen weich sind und das Wasser fast komplett aufgenommen wurde. Währenddessen schon mal die trockenen Zutaten vorbereiten…

80g (3/4 cup) Walnüsse
50g geschroteter Leinsamen

Beides zusammen in einem Multizerkleinerer fein mixen. Darunter dann 125g feine Semmelbrösel, 2 EL Nährhefe und folgende Gewürze mischen:

1 gehäufter TL Meersalz
1/2 TL Paprikapulver
1/4 TL gemahlener schwarzer Pfeffer

Als nächstes – vermutlich kochen die Linsen immer noch – kommt das Gemüse dran.

180g Champignons (3 cups)
1 Zwiebel (1 cup)
50g Blattspinat (1 1/2 cups)

Alles fein hacken und in einer Pfanne mit 2 EL Kokos- oder Olivenöl 10-15min schmoren. Abkühlen lassen.

Wenn die Linsen gar sind und das Wasser weg, den Topf von der Hitze nehmen und 2 EL Dijon-Senf sowie 3 EL Balsamico-Essig unterrühren. Mit einem Kochlöffel zu einem dicken Mus verarbeiten (ein Kartoffelstampfer hilft auch). Auch abkühlen lassen.

Zum Schluss alle Komponenten in einer großen Rührschüssel verrühren und mit den Händen geschmeidig verkneten. Nun am Besten auf zwei flache Gefäße aufgeteilt mindestens 45min in den Kühlschrank stellen.
Daraus werden dann einfach mit den Händen Patties geformt. In der Pfanne mit wenig Fett auf beiden Seiten anbraten, bis das Patty gut gebräunt ist. Ebenso kann man es auf den Grill legen oder in einem Panini-Grill braten.
Belegen kann man es nun wie jeden anderen Hamburger auch: mit Salat, verschiedenen Soßen, Käse, Tomate, Gurke,…

Enjoy!

Avocado-Miso-Pasta mit Chinakohl

Viel gesünder wird’s nicht! Vollkornspaghetti mit einer cremigen Sauce aus Avocado, hellem Miso und Olivenöl, dazu Frühlingszwiebeln und Chinakohl. Der gemeine Amerikaner benutzt Cavolo nero, eine Grünkohlsorte die man bei uns einfach extrem schwer bekommt. Und schon gar nicht im Juli! Schade, denn er ist sehr gesund und wenn man ihn nicht so totkocht wie die Norddeutschen auch sehr lecker. Stattdessen habe ich mich für Chinakohl entschieden. Den gab es bei uns früher oft als Salat, wenn ich mich recht erinnere.. keine Ahnung warum, vielleicht mochte meine Mama es einfach.

Avocado ist jedenfalls eine meiner großen Lieben, und Vollkornspaghetti habe ich vor einiger Zeit neu entdeckt. Die harmlose Variante mit Vollkorn-Hartweizengrieß ist nämlich gar nicht „schlimm“ und schmeckt kaum anders als die normalen Spaghetti, hat aber deutlich mehr Ballaststoffe und hält dadurch im Vergleich etwas länger satt – oder aber man isst einfach etwas weniger davon. Und Miso? Miso ist unfassbar gesund. Besonders für Veganer!

Für eine Person:

100g Avocado-Fruchtfleisch
2 EL Shiro Miso (z.B. von Arche)
1/2 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
reichlich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Wer einen guten Multizerkleinerer hat, schmeißt einfach alles rein und mixt es zu einer feinen Creme. Wer, wie ich, eine grottige Moulinette hat, macht das Gleiche, schiebt aber nach jedem Miximpuls wieder alles runter und zerquetscht dann entnervt die letzten Avocadostücke mit einer Gabel. Und fischt die nicht gemixten Knoblauchstücke raus.

Dazu eine beliebige Portion Vollkornnudeln in Salzwasser kochen (bei mir waren’s so 80g). Während die Nudeln kochen, einen halben kleinen Chinakohl in feine Streifen schneiden und eine Frühlingszwiebel hacken.
Nudeln, Sauce und Chinakohl mischen. Darauf die Frühlingszwiebeln verteilen, nach Belieben abschmecken (braucht eventuell noch etwas Salz, ich persönlich bin ein totaler Salzfreak und salze quasi ALLES mit Herbaria Kräutersalz nach – hab‘ aber auch keinen Bluthochdruck.) und mit frischen Kräutern vom Balkon dekorieren! Voilà!

Dazu trank ich auf dem Balkon ein Glas selbstgemachte Ingwer-Limonade.. für die kommt auch noch ein Rezept.

Mejadra

Gestern gab es (passend zum Regen) eine herrlich gemütliche Mischung aus Reis, Linsen und Zwiebeln, gut gewürzt und mit einem frischen, zitronigen Salat.
Mejadra oder Mujaddara ist ein Gericht aus dem arabischen Raum, meine Version basiert auf dem Rezept von Yotam Ottolenghi in seinem Kochbuch „Jerusalem“. Ich habe die Gewürze etwas verändert und die Zwiebeln gebraten anstatt sie zu frittieren, ansonsten ist es aber gleich geblieben. Geht schnell, ist günstig und recht gesund.
Die hier genannten Mengen reichen für zwei Personen.

125g grün-braune Linsen
100g Reis
zwei Zwiebeln, in Spalten geschnitten

1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Kurkuma
1/2 TL Zucker
3/4 TL gemahlener Piment
1/2 TL gemahlener Zimt
3/4-1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/4 TL Salz

Als Erstes die Linsen mit reichlich Wasser aufsetzen und ca. 15min kochen, bis sie gar aber bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen. Während die Linsen kochen, die Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, bei hoher Hitze scharf anbraten (in neutralem Pflanzenöl) und dann bei mittlerer Hitze weiter schmoren. Sie sollen Farbe nehmen, aber natürlich nicht verbrennen.

Als nächstes schon mal die ganzen Gewürze mischen und bereit stellen. Den Reis abmessen und 175ml Wasser bereit stellen.
In einem Topf 2 EL Öl erhitzen und die Gewürzmischung hinein geben. Kurz (30sek) anschwitzen. Den Reis dazu geben, alles umrühren so das alles gut vermengt ist und die Reiskörner von den Gewürzen umhüllt sind. Dann kommen die Linsen und das Wasser rein. Aufkochen, Deckel drauf und bei sehr geringer Hitze (es soll grade so köcheln) 15min lang garen. Dabei allerhöchstens einmal umrühren wenn man es gar nicht lassen kann.
Nach den 15min den Topf von der Hitze nehmen, den Deckel abnehmen, mit einem sauberen Geschirrtopf den Topf abdecken und den Deckel wieder drauf. Nun mindestens 10min lang stehen lassen. Der Reis sollte dann gar sein.
Zum Schluss die geschmorten Zwiebeln unterrühren und abschmecken.

Dazu passt ein Salat mit einem frischen Dressing. Dafür beispielsweise 1 TL gehackte Petersilie, 1 EL frischen Zitronensaft und 2-3 EL Olivenöl mit Salz und Pfeffer verquirlen. Abschmecken und zum gewaschenen Salat geben.
Ich habe auch noch schnell ein paar Röstzwiebeln darüber geworfen, für den Knusper-Faktor. Lecker.

Süßkartoffelchili mit schwarzen Bohnen und Quinoa

Wenn ich für andere Leute koche, gibt es oft vegane Gerichte. Den meisten Leuten darf man das aber nicht erzählen, sonst kommt danach garantiert der Kommentar „gar nicht schlecht, für ein veganes Gericht!“. Ich kann da ja nur mit den Augen rollen. Verrät man aber gar nicht, das da jetzt keine tierischen Zutaten drin sind, merkt’s in der Regel auch Keiner… koooomisch! Dieses Rezept eignet sich prima für Feiern bei der sowohl Vegetarier/Veganer als auch Allesfresser kommen, oder einfach für einen Dienstagabend.

Gestern war mir langweilig, also habe ich mich mal an einer Neukreation versucht. Inspiration war dieses Rezept, das schien mir aber irgendwie zu eindimensional und noch dazu wollte ich etwas mehr Nährwert in einen Topf bringen. Das Ergebnis ist herrlich lecker, sättigend aber gesund und vielseitig wandelbar. Die Mengen muss ich jetzt ein bisschen schätzen – ich habe nichts abgewogen, den Quinoa und die Bohnen nur per cup-Maß aus ihren Vorratsgläsern geholt. Aber so lange das Verhältnis ungefähr stimmt, kann man hier nicht wirklich viel falsch machen!

1 Zwiebel, grob gehackt
1/2 Zucchini, in Würfel geschnitten (ca. 150g)
1 mittelgroße Süßkartoffel, geschält und in mundgroße Stücke geschnitten
ca. 120g schwarze Bohnen, entweder über Nacht eingeweicht, oder kurz aufgekocht und dann 2-3 Stunden eingeweicht
ca. 120g Quinoa, heiß abgespült
100ml Tomatenpuree
Chilipulver, Cumin, Salz, Pfeffer

Da ich keine Bohnen eingeweicht hatte, habe ich sie nach der Schnellkochmethode zubereitet: die Bohnen mit Wasser in einen Topf geben und aufkochen, einige Minuten kochen lassen, dann den Deckel drauf, von der Hitze nehmen und ein paar Stunden einweichen. Bei Bedarf mehr Wasser dazu geben.
Als die Bohnen gut eingeweicht haben, habe ich sie abgewaschen und mit frischem Wasser aufgesetzt. Die dürfen schon mal etwas köcheln während die anderen Zutaten geschnippelt werden.
Nun das restliche Gemüse – Zucchini, Süßkartoffel und Zwiebel – dazu geben, ordentlich Cumin rein und ca. 45min köcheln. Die Bohnen brauchen mindestens eine Stunde, bei mir oft sogar deutlich länger. Wer schlau ist, hat sowieso immer einen Topf gekochte Bohnen im Kühlschrank, dann braucht man das Chili nur so lange kochen bis die Süßkartoffeln gar sind.

Sind die Bohnen halbwegs gar, kommt das Tomatenpuree und das Chilipulver (nach Belieben) dazu. Salzen erst, wenn die Bohnen gar sind – sonst bleiben sie hart!
Nun noch mal 30min vor sich hin köcheln lassen und ab und zu umrühren.
Zum Schluss kommt der Quinoa dazu. Falls mittlerweile zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, einfach noch mal etwas aufgießen und den Quinoa reinschmeißen. Weitere 20min kochen, bis er gar ist und sich ein dickes, leckeres Chili ergibt. Würzen – Salz, Pfeffer, eventuell mehr Schärfe – und ab auf den Teller damit!

Dazu passt frische Avocado, Petersilie oder Koriander und Brot.

5-Korn-Pfannkuchen mit Erdbeeren


Guten Morgen! Nachdem ich gestern mit einer Freundin zusammen die veganen Lentil and Mushroom Burger aus Scott Jurek’s Buch „Eat and Run“ ausprobiert habe (voller Erfolg!) gab es heute noch ein Rezept aus dem Buch: 8-Grain Strawberry Pancakes. Ich hatte keine Lust, 8 Sorten Mehl zu kaufen – das bekomme ich ja nie aufgebraucht – und habe deshalb eine 5-Korn-Mischung (geschrotet) gekauft. Dummerweise habe ich keinen richtig guten Mixer, meine Moulinette ist nicht so toll, deshalb hat auch das nochmalige durchmixen kein feines Mehl ergeben. Das ist noch verbesserungswürdig, aber lecker war’s trotzdem.

Für zwei Portionen:

125g 5-Korn-Mischung, fein gemahlen, oder eine beliebige Mischung aus mindestens 5 verschiedenen Getreidesorten
1 TL Backpulver
1/4 TL Meersalz
1 TL Vanillezucker
40g gemahlene Chia-Samen (oder Leinsamen, geschrotet)

Alles in einer Schüssel gut durchmischen. Dann die restlichen Zutaten dazu geben:

1 EL Agavennektar oder Ahornsirup
1,5 EL Olivenöl
230ml Sojamilch (oder jegliche andere vegane Getreidemilch)

Alles mit einem Schneebesen gut verrühren. Erdbeeren nach Belieben (bei mir waren es etwa 150g) in Scheiben schneiden und untermischen.
In einer Pfannen nun etwas Kokosöl (oder neutrales Pflanzenöl) erhitzen und die Pfannkuchen ganz normal ausbacken. Mit Obst nach Belieben und Ahornsirup servieren.

Eine sehr gesunde Alternative zu normalen Pfannkuchen, geben ordentlich Energie und sind trotzdem fix gemacht. Nächstes Mal nehme ich feiner gemahlenes Mehl, aber ansonsten gab es an dem Ergebnis nichts zu beanstanden. Die Chia-Samen (oder Leinsamen) binden den Teig anstelle von Eiern.

Polenta zum Frühstück

Was tun mit den übrig gebliebenen schwarzen Bohnen? Vielleicht stellt sich diese Frage gar nicht, weil man zu gierig war und einfach Alles aufgefuttert hat (vollkommen legitim). Hat man aber einen großen Topf Bohnen gekocht, gibt’s vermutlich Reste.
Da ich morgens lieber herzhaft als süß esse, aber bis auf’s Wochenende morgens keine tierischen Produkte essen will, gab es eine andere sehr leckere Kombination: Polenta (die Instant-Variante von Rapunzel) mit schwarzen Bohnen, Tofu und Avocado.

Für eine Portion:

40g Instant-Polenta
eine beliebige Menge gekochter Bohnen
ein Taifun-Bratfilet Pizza-Pizza, in Würfel geschnitten
40g Avocado (war bei mir ’ne halbe kleine Avocado)

Für die Polenta die doppelte Menge Wasser aufkochen – dauert bei meinem Induktionsherd etwa 10sek, so viel zum Thema „instant“ – und den Maisgrieß einrühren. Etwas Salz dazu geben, vom Herd nehmen, Deckel drauf, ziehen lassen. Darum muss man sich nun nicht mehr kümmern. In einer Pfanne die Bohnen aufwärmen und das Bratfilet daneben anbraten.
Wenn alles gar/warm ist, die Polenta in einen tiefen Teller geben, den Rest obenauf, mit der aufgeschnittenen Avocado garnieren.
Sehr lecker und absolut vollwertig.

Gleich gibt’s auch wieder Polenta zum Frühstück, dieses Mal aber mit Honig und Banane. Auch nicht übel…

Champignons „Bourguignon“ mit Nudeln

Weil es nicht reicht, einmal am Tag zu kochen, koche ich mindestens zwei Mal. Gestern Abend gab’s eine (größtenteils) vegetarische Version von Boeuf Bourguignon, sehr lecker.

Für 2 Personen:

600g Champignons
eine mittelgroße Zwiebel
eine Möhre
eine Knoblauchzehe
Tomatenmark
200ml Rotwein
200ml Gemüse- oder Rinderbrühe
Thymian, Salz, Pfeffer
20g sehr kalte Butter

Zunächst die Champignons in dicke Scheiben schneiden und in etwas Butter und Pflanzenöl scharf anbraten – nur einige Minuten bis sie leicht gebräunt sind, es soll keine Flüssigkeit austreten. Rausnehmen, zur Seite stellen.
Nun die Zwiebel fein würfeln und die Möhre schälen und ebenfalls fein würfeln [leider hatte ich vergessen eine zu kaufen, sie fehlte bei mir daher]. In einem weiteren TL Pflanzenöl anschwitzen. Die Knoblauchzehe hacken und dazu geben, einen TL Thymian und ein paar Dreher Pfeffer dazu.
Wenn die Zwiebel glasig ist, das Tomatenmark dazu geben und kurz anschwitzen. Dann mit dem Rotwein aufgießen und bei hoher Hitze 5-6min auf die Hälfte einreduzieren.

Wenn der Sud einreduziert ist, die Pilze und die Brühe dazu geben und das Ganze 20min köcheln lassen. Nach den 20min abschmecken und mit eiskalter Butter (in kleinen Würfeln) binden. Wenn die Bindung nicht ausreicht (die Butter gibt der Sauce in jedem Fall einen wunderbaren Glanz und einen tollen Geschmack), mit etwas Stärke nachhelfen.

Bei uns gab es dazu Eierbandnudeln und grünen Spargel. Guten Appetit!

Herzhafte schwarze Bohnen

Mhhh, schwarze Bohnen. Schrieb ich nicht neulich noch, dass der Avocadoreis mit schwarzen Bohnen noch besser gewesen wäre? Tja, seit ich mich daran gewöhnt habe, trockene Hülsenfrüchte zu verwenden (man muss halt nur dran denken, sie rechtzeitig einzuweichen) kann ich auch wieder mit schwarzen Bohnen kochen. Während die nämlich in Dosen höchstens mal in Chilisauce verkauft werden (hier in Deutschland), bekommt man sie in gut sortierten Naturkostläden (oder im Internet) trocken. Ich kaufe meine im Alnatura-Supermarkt, sie sind von davert.
Schon gestern hatte ich Lust auf Bohnen und recherchierte Rezepte dazu. Meine Wahl fiel auf dieses hier, eigentlich für einen richtig ordentlichen Topf Bohnen, aber es hat auch mit meiner kleineren Menge funktioniert. Dazu gab es den Avocadoreis aus den Burrito Bowls und frische Tomate; das ergab ein herrliches veganes Essen (pssst, wenn man das überzeugten Fleischessern nicht verrät, merken sie es gar nicht!). Leider fehlte mir der Koriander, ich muss dringend welchen anpflanzen. Ich kann nur erahnen wie fantastisch das Essen mit Koriander geschmeckt hätte!
Es braucht lange – gute 2 Stunden – aber man muss dabei kaum was machen. Die hier angegebene Menge ist entweder für eine Person oder eine Beilage für 2.

100g Schwarze Bohnen, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht
eine Zwiebel
eine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Die Zwiebel hacken und in einem TL Pflanzenöl anschwitzen, bis sie glasig ist. Dann den gehackten Knoblauch dazu geben, die Bohnen hinein geben und alles 2cm hoch mit Wasser bedecken. KEIN Salz dazu geben, erst mal nur Kreuzkümmel und etwas Pfeffer. Die Bohnen werden sonst nicht weich!
Aufkochen und dann eine Stunde sanft köcheln ohne umzurühren. Der Deckel sollte dabei nur ganz leicht gekippt sein.

Nach der Stunde erst mal gut umrühren und dann, wer hat, eine gute Hand voll gehackten Koriander dazu geben. Deckel wieder drauf und eine weitere Stunde köcheln.
Danach sollten die Bohnen butterzart sein. Nun muss viel Salz rein – bei mir waren es sicher 2 TL Meersalz, aber fangt lieber mit einem TL an und arbeitet euch hoch. Die Hitze hochdrehen und den Sud runterkochen. Ich habe am Ende mit 1/2 TL Stärke abgebunden, wenn man mehr Geduld hat, braucht man das aber gar nicht mal.

Die Bohnen schmecken lecker einfach so, oder mit Limette und Koriander als Eintopf. Reis und Avocado sind beste Freunde mit schwarzen Bohnen! Man könnte sie auch herrlich als Füllung für Burritos oder Tacos verwenden.

Spargel-Maultaschen-Salat mit Kräuterdressing

Nachdem wir die letzte Woche damit verbracht haben, Möbel aufzubauen, Kisten auszupacken, auf Lieferdienste zu warten und unsere Helfer mit Pizza zu versorgen, ist unsere neue Küche jetzt endlich fertig und ich kann mich mit Freude in die neuen Kochabenteuer stürzen. Sie ist soooo toll geworden! Endlich ein großes Induktionskochfeld, eine moderne Spülmaschine, viiiiel Platz auf der Arbeitsplatte, und viel Licht! Nicht zu vergessen ist auch die große Keramikspüle, die man herrlich vollstellen kann. Zu Zweit hat die Montage der Profis knapp 10 Stunden gedauert – wir hätten das nie und nimmer hinbekommen. Gut, das es Menschen gibt, die so was können.

Nachdem es also die letzte Woche eher wenige leckere Dinge gab, kann ich jetzt wieder loslegen. Gestern gab’s einen frühlingshaften Maultaschensalat mit Spargel, der sehr lecker war.

Für 2 Personen:

eine Packung Maultaschen (ich nehme am Liebsten die Kalbfleischtaschen von Bürger)
400g Spargel
3 Scheiben Kochschinken oder Schinkenbraten

Die Maultaschen als allererstes in heiße Brühe legen und durchziehen lassen. In der Brühe können sie bleiben, bis sie am Ende aufgeschnitten werden.
Den Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Wasser aufsetzen und währenddessen schon mal das Dressing zubereiten.

1/2 TL Dijon-Senf
1 TL Creme fraîche
1 TL Balsamico-Essig
2 TL Gemüsebrühe (aus dem Maultaschen-Topf geklaut)
Salz, Pfeffer
2 TL TK-6 Kräuter-Mischung
2 EL Olivenöl

Alles mit einem Schneebesen zusammen mischen (ein Schraubglas zum schütteln geht auch) und nach Geschmack abschmecken.
Den Spargel bissfest kochen, die Maultaschen in Streifen schneiden, zusammen mit dem Dressing in einer Schüssel mischen. Schinken (-braten) in Streifen schneiden und dazu geben. Schon fertig! Mal wieder was aus der Kategorie schnell und einfach.