Mejadra

Gestern gab es (passend zum Regen) eine herrlich gemütliche Mischung aus Reis, Linsen und Zwiebeln, gut gewürzt und mit einem frischen, zitronigen Salat.
Mejadra oder Mujaddara ist ein Gericht aus dem arabischen Raum, meine Version basiert auf dem Rezept von Yotam Ottolenghi in seinem Kochbuch „Jerusalem“. Ich habe die Gewürze etwas verändert und die Zwiebeln gebraten anstatt sie zu frittieren, ansonsten ist es aber gleich geblieben. Geht schnell, ist günstig und recht gesund.
Die hier genannten Mengen reichen für zwei Personen.

125g grün-braune Linsen
100g Reis
zwei Zwiebeln, in Spalten geschnitten

1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Kurkuma
1/2 TL Zucker
3/4 TL gemahlener Piment
1/2 TL gemahlener Zimt
3/4-1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/4 TL Salz

Als Erstes die Linsen mit reichlich Wasser aufsetzen und ca. 15min kochen, bis sie gar aber bissfest sind. Abgießen und zur Seite stellen. Während die Linsen kochen, die Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, bei hoher Hitze scharf anbraten (in neutralem Pflanzenöl) und dann bei mittlerer Hitze weiter schmoren. Sie sollen Farbe nehmen, aber natürlich nicht verbrennen.

Als nächstes schon mal die ganzen Gewürze mischen und bereit stellen. Den Reis abmessen und 175ml Wasser bereit stellen.
In einem Topf 2 EL Öl erhitzen und die Gewürzmischung hinein geben. Kurz (30sek) anschwitzen. Den Reis dazu geben, alles umrühren so das alles gut vermengt ist und die Reiskörner von den Gewürzen umhüllt sind. Dann kommen die Linsen und das Wasser rein. Aufkochen, Deckel drauf und bei sehr geringer Hitze (es soll grade so köcheln) 15min lang garen. Dabei allerhöchstens einmal umrühren wenn man es gar nicht lassen kann.
Nach den 15min den Topf von der Hitze nehmen, den Deckel abnehmen, mit einem sauberen Geschirrtopf den Topf abdecken und den Deckel wieder drauf. Nun mindestens 10min lang stehen lassen. Der Reis sollte dann gar sein.
Zum Schluss die geschmorten Zwiebeln unterrühren und abschmecken.

Dazu passt ein Salat mit einem frischen Dressing. Dafür beispielsweise 1 TL gehackte Petersilie, 1 EL frischen Zitronensaft und 2-3 EL Olivenöl mit Salz und Pfeffer verquirlen. Abschmecken und zum gewaschenen Salat geben.
Ich habe auch noch schnell ein paar Röstzwiebeln darüber geworfen, für den Knusper-Faktor. Lecker.

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Süßkartoffelchili mit schwarzen Bohnen und Quinoa

Wenn ich für andere Leute koche, gibt es oft vegane Gerichte. Den meisten Leuten darf man das aber nicht erzählen, sonst kommt danach garantiert der Kommentar „gar nicht schlecht, für ein veganes Gericht!“. Ich kann da ja nur mit den Augen rollen. Verrät man aber gar nicht, das da jetzt keine tierischen Zutaten drin sind, merkt’s in der Regel auch Keiner… koooomisch! Dieses Rezept eignet sich prima für Feiern bei der sowohl Vegetarier/Veganer als auch Allesfresser kommen, oder einfach für einen Dienstagabend.

Gestern war mir langweilig, also habe ich mich mal an einer Neukreation versucht. Inspiration war dieses Rezept, das schien mir aber irgendwie zu eindimensional und noch dazu wollte ich etwas mehr Nährwert in einen Topf bringen. Das Ergebnis ist herrlich lecker, sättigend aber gesund und vielseitig wandelbar. Die Mengen muss ich jetzt ein bisschen schätzen – ich habe nichts abgewogen, den Quinoa und die Bohnen nur per cup-Maß aus ihren Vorratsgläsern geholt. Aber so lange das Verhältnis ungefähr stimmt, kann man hier nicht wirklich viel falsch machen!

1 Zwiebel, grob gehackt
1/2 Zucchini, in Würfel geschnitten (ca. 150g)
1 mittelgroße Süßkartoffel, geschält und in mundgroße Stücke geschnitten
ca. 120g schwarze Bohnen, entweder über Nacht eingeweicht, oder kurz aufgekocht und dann 2-3 Stunden eingeweicht
ca. 120g Quinoa, heiß abgespült
100ml Tomatenpuree
Chilipulver, Cumin, Salz, Pfeffer

Da ich keine Bohnen eingeweicht hatte, habe ich sie nach der Schnellkochmethode zubereitet: die Bohnen mit Wasser in einen Topf geben und aufkochen, einige Minuten kochen lassen, dann den Deckel drauf, von der Hitze nehmen und ein paar Stunden einweichen. Bei Bedarf mehr Wasser dazu geben.
Als die Bohnen gut eingeweicht haben, habe ich sie abgewaschen und mit frischem Wasser aufgesetzt. Die dürfen schon mal etwas köcheln während die anderen Zutaten geschnippelt werden.
Nun das restliche Gemüse – Zucchini, Süßkartoffel und Zwiebel – dazu geben, ordentlich Cumin rein und ca. 45min köcheln. Die Bohnen brauchen mindestens eine Stunde, bei mir oft sogar deutlich länger. Wer schlau ist, hat sowieso immer einen Topf gekochte Bohnen im Kühlschrank, dann braucht man das Chili nur so lange kochen bis die Süßkartoffeln gar sind.

Sind die Bohnen halbwegs gar, kommt das Tomatenpuree und das Chilipulver (nach Belieben) dazu. Salzen erst, wenn die Bohnen gar sind – sonst bleiben sie hart!
Nun noch mal 30min vor sich hin köcheln lassen und ab und zu umrühren.
Zum Schluss kommt der Quinoa dazu. Falls mittlerweile zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, einfach noch mal etwas aufgießen und den Quinoa reinschmeißen. Weitere 20min kochen, bis er gar ist und sich ein dickes, leckeres Chili ergibt. Würzen – Salz, Pfeffer, eventuell mehr Schärfe – und ab auf den Teller damit!

Dazu passt frische Avocado, Petersilie oder Koriander und Brot.

Polenta zum Frühstück

Was tun mit den übrig gebliebenen schwarzen Bohnen? Vielleicht stellt sich diese Frage gar nicht, weil man zu gierig war und einfach Alles aufgefuttert hat (vollkommen legitim). Hat man aber einen großen Topf Bohnen gekocht, gibt’s vermutlich Reste.
Da ich morgens lieber herzhaft als süß esse, aber bis auf’s Wochenende morgens keine tierischen Produkte essen will, gab es eine andere sehr leckere Kombination: Polenta (die Instant-Variante von Rapunzel) mit schwarzen Bohnen, Tofu und Avocado.

Für eine Portion:

40g Instant-Polenta
eine beliebige Menge gekochter Bohnen
ein Taifun-Bratfilet Pizza-Pizza, in Würfel geschnitten
40g Avocado (war bei mir ’ne halbe kleine Avocado)

Für die Polenta die doppelte Menge Wasser aufkochen – dauert bei meinem Induktionsherd etwa 10sek, so viel zum Thema „instant“ – und den Maisgrieß einrühren. Etwas Salz dazu geben, vom Herd nehmen, Deckel drauf, ziehen lassen. Darum muss man sich nun nicht mehr kümmern. In einer Pfanne die Bohnen aufwärmen und das Bratfilet daneben anbraten.
Wenn alles gar/warm ist, die Polenta in einen tiefen Teller geben, den Rest obenauf, mit der aufgeschnittenen Avocado garnieren.
Sehr lecker und absolut vollwertig.

Gleich gibt’s auch wieder Polenta zum Frühstück, dieses Mal aber mit Honig und Banane. Auch nicht übel…

Champignons „Bourguignon“ mit Nudeln

Weil es nicht reicht, einmal am Tag zu kochen, koche ich mindestens zwei Mal. Gestern Abend gab’s eine (größtenteils) vegetarische Version von Boeuf Bourguignon, sehr lecker.

Für 2 Personen:

600g Champignons
eine mittelgroße Zwiebel
eine Möhre
eine Knoblauchzehe
Tomatenmark
200ml Rotwein
200ml Gemüse- oder Rinderbrühe
Thymian, Salz, Pfeffer
20g sehr kalte Butter

Zunächst die Champignons in dicke Scheiben schneiden und in etwas Butter und Pflanzenöl scharf anbraten – nur einige Minuten bis sie leicht gebräunt sind, es soll keine Flüssigkeit austreten. Rausnehmen, zur Seite stellen.
Nun die Zwiebel fein würfeln und die Möhre schälen und ebenfalls fein würfeln [leider hatte ich vergessen eine zu kaufen, sie fehlte bei mir daher]. In einem weiteren TL Pflanzenöl anschwitzen. Die Knoblauchzehe hacken und dazu geben, einen TL Thymian und ein paar Dreher Pfeffer dazu.
Wenn die Zwiebel glasig ist, das Tomatenmark dazu geben und kurz anschwitzen. Dann mit dem Rotwein aufgießen und bei hoher Hitze 5-6min auf die Hälfte einreduzieren.

Wenn der Sud einreduziert ist, die Pilze und die Brühe dazu geben und das Ganze 20min köcheln lassen. Nach den 20min abschmecken und mit eiskalter Butter (in kleinen Würfeln) binden. Wenn die Bindung nicht ausreicht (die Butter gibt der Sauce in jedem Fall einen wunderbaren Glanz und einen tollen Geschmack), mit etwas Stärke nachhelfen.

Bei uns gab es dazu Eierbandnudeln und grünen Spargel. Guten Appetit!

Herzhafte schwarze Bohnen

Mhhh, schwarze Bohnen. Schrieb ich nicht neulich noch, dass der Avocadoreis mit schwarzen Bohnen noch besser gewesen wäre? Tja, seit ich mich daran gewöhnt habe, trockene Hülsenfrüchte zu verwenden (man muss halt nur dran denken, sie rechtzeitig einzuweichen) kann ich auch wieder mit schwarzen Bohnen kochen. Während die nämlich in Dosen höchstens mal in Chilisauce verkauft werden (hier in Deutschland), bekommt man sie in gut sortierten Naturkostläden (oder im Internet) trocken. Ich kaufe meine im Alnatura-Supermarkt, sie sind von davert.
Schon gestern hatte ich Lust auf Bohnen und recherchierte Rezepte dazu. Meine Wahl fiel auf dieses hier, eigentlich für einen richtig ordentlichen Topf Bohnen, aber es hat auch mit meiner kleineren Menge funktioniert. Dazu gab es den Avocadoreis aus den Burrito Bowls und frische Tomate; das ergab ein herrliches veganes Essen (pssst, wenn man das überzeugten Fleischessern nicht verrät, merken sie es gar nicht!). Leider fehlte mir der Koriander, ich muss dringend welchen anpflanzen. Ich kann nur erahnen wie fantastisch das Essen mit Koriander geschmeckt hätte!
Es braucht lange – gute 2 Stunden – aber man muss dabei kaum was machen. Die hier angegebene Menge ist entweder für eine Person oder eine Beilage für 2.

100g Schwarze Bohnen, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht
eine Zwiebel
eine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Die Zwiebel hacken und in einem TL Pflanzenöl anschwitzen, bis sie glasig ist. Dann den gehackten Knoblauch dazu geben, die Bohnen hinein geben und alles 2cm hoch mit Wasser bedecken. KEIN Salz dazu geben, erst mal nur Kreuzkümmel und etwas Pfeffer. Die Bohnen werden sonst nicht weich!
Aufkochen und dann eine Stunde sanft köcheln ohne umzurühren. Der Deckel sollte dabei nur ganz leicht gekippt sein.

Nach der Stunde erst mal gut umrühren und dann, wer hat, eine gute Hand voll gehackten Koriander dazu geben. Deckel wieder drauf und eine weitere Stunde köcheln.
Danach sollten die Bohnen butterzart sein. Nun muss viel Salz rein – bei mir waren es sicher 2 TL Meersalz, aber fangt lieber mit einem TL an und arbeitet euch hoch. Die Hitze hochdrehen und den Sud runterkochen. Ich habe am Ende mit 1/2 TL Stärke abgebunden, wenn man mehr Geduld hat, braucht man das aber gar nicht mal.

Die Bohnen schmecken lecker einfach so, oder mit Limette und Koriander als Eintopf. Reis und Avocado sind beste Freunde mit schwarzen Bohnen! Man könnte sie auch herrlich als Füllung für Burritos oder Tacos verwenden.

Spargel-Maultaschen-Salat mit Kräuterdressing

Nachdem wir die letzte Woche damit verbracht haben, Möbel aufzubauen, Kisten auszupacken, auf Lieferdienste zu warten und unsere Helfer mit Pizza zu versorgen, ist unsere neue Küche jetzt endlich fertig und ich kann mich mit Freude in die neuen Kochabenteuer stürzen. Sie ist soooo toll geworden! Endlich ein großes Induktionskochfeld, eine moderne Spülmaschine, viiiiel Platz auf der Arbeitsplatte, und viel Licht! Nicht zu vergessen ist auch die große Keramikspüle, die man herrlich vollstellen kann. Zu Zweit hat die Montage der Profis knapp 10 Stunden gedauert – wir hätten das nie und nimmer hinbekommen. Gut, das es Menschen gibt, die so was können.

Nachdem es also die letzte Woche eher wenige leckere Dinge gab, kann ich jetzt wieder loslegen. Gestern gab’s einen frühlingshaften Maultaschensalat mit Spargel, der sehr lecker war.

Für 2 Personen:

eine Packung Maultaschen (ich nehme am Liebsten die Kalbfleischtaschen von Bürger)
400g Spargel
3 Scheiben Kochschinken oder Schinkenbraten

Die Maultaschen als allererstes in heiße Brühe legen und durchziehen lassen. In der Brühe können sie bleiben, bis sie am Ende aufgeschnitten werden.
Den Spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Wasser aufsetzen und währenddessen schon mal das Dressing zubereiten.

1/2 TL Dijon-Senf
1 TL Creme fraîche
1 TL Balsamico-Essig
2 TL Gemüsebrühe (aus dem Maultaschen-Topf geklaut)
Salz, Pfeffer
2 TL TK-6 Kräuter-Mischung
2 EL Olivenöl

Alles mit einem Schneebesen zusammen mischen (ein Schraubglas zum schütteln geht auch) und nach Geschmack abschmecken.
Den Spargel bissfest kochen, die Maultaschen in Streifen schneiden, zusammen mit dem Dressing in einer Schüssel mischen. Schinken (-braten) in Streifen schneiden und dazu geben. Schon fertig! Mal wieder was aus der Kategorie schnell und einfach.

Hummus mit Süßkartoffel

Ohh, Hummus! Könnte ich tagein, tagaus essen. Als wir in Neuseeland mit dem Zelt unterwegs waren haben wir uns viel von Baguette und diversen Dips ernährt – unter Anderem von „Lisa’s“ Dips, da gab es ganz tolle Hummus-Sorten und auch welche mit Schafskäse. Eine meiner Lieblingssorten hatte Süßkartoffel, Kürbis und Kreuzkümmel drin. Nun stieß ich neulich auf ein Rezept für Hummus mit Süßkartoffel und Gewürzen, und der kommt der Sache schon recht nah. Zu dieser Jahreszeit gibt es sowieso keinen Kürbis, und Kürbis aus Dosen finde ich in Deutschland irgendwie nie (in den USA ist das Standard, viele Leute machen damit ihren Pumpkin Pie). Gestern habe ich den Hummus gemacht, um ihn auf Quinoa-Wraps zu schmieren, aber er eignet sich auch als Brotaufstrich, zum Dippen oder einfach zum so essen.
Ich nahm:

ein Glas Kichererbsen (von Alnatura, Abtropfgewicht 220g, oder die entsprechende Menge frisch gekochter Kichererbsen)
150g Süßkartoffel
2-3EL Tahin ohne Salz (von Rapunzel)
5EL Olivenöl
1 TL Cumin
je 1/2 TL Zimt und Muskat
frisch gemahlener Pfeffer, Salz nach Geschmack
eine Knoblauchzehe
den Saft einer Zitrone

Die Vorbereitung geht sehr leicht zur Hand, wenn man ein Glas oder eine Dose Kichererbsen nimmt – obwohl es mit eingeweichten und gekochten Kichererbsen leckerer schmeckt, dann muss man aber auch daran denken, sie am Abend zuvor einzuweichen.
Die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und in reichlich gesalzenem Wasser kochen bis sie gar ist. In ein Sieb abgießen und abkühlen lassen.
Währenddessen die gegarten Kichererbsen in eine Schüssel geben und die restlichen Zutaten dazu geben. Bei den Gewürzen lieber am Anfang etwas zu wenig nehmen und später nachwürzen. Nun die abgekühlte Süßkartoffel dazu geben und alles mischen.

Idealerweise hat man eine Moulinette oder einen anderen guten Mixer, ich hatte leider nur einen Stabmixer zur Hand, wenn der genug Power hat klappt’s aber auch so. Also alles ab in den Mixer oder in ein hohes, stabmixertaugliches Gefäß. Ordentlich durchmixen. Soll der Hummus zum dippen sein, muss vermutlich noch etwas Wasser dazu, damit er cremiger und flüssiger wird. Um ihn in Wraps oder auf Brot zu essen ist eine dick-cremige Konsistenz genau richtig. Nach Belieben mehr Gewürze, Olivenöl und Salz dazu geben.

Die Möglichkeit für Variationen ist bei Hummus unendlich. Im Originalrezept kommt noch Sriracha dazu, das hatte ich aber nicht da und Chilipulver hab ich auch keins gefunden…
In zwei Wochen ziehen wir endlich in unsere neue Wohnung um. Dann wird auch unsere neue Küche eingebaut und ich freue mich schon sehr darauf, sie endlich wieder mit allerlei tollen Lebensmitteln einzurichten. Allein der Gedanke daran, Vorratsgläser zu befüllen, macht mich ganz wuschig…

Rezept inspiriert von http://www.vegetarianventures.com/2012/11/26/spiced-sweet-potato-hummus/

Burrito Bowl, mal anders

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Ich lese ja viele Rezepte im Internet. Es gibt so viele tolle Kochblogs, da kann man sich stundenlang vergnügen. Nicht selten finde ich dabei Rezepte, die ich quasi sofort machen muss. Heute war so ein Tag. Ich stolperte über ein Rezept für Creamy Avocado Rice und wusste direkt, das wird mein Abendessen – mit ein paar Zusätzen.

Als ich dann in der Küche stand hatte ich natürlich keine genauen Mengen mehr im Kopf, also hab ich’s einfach nach Gefühl gemacht. Da in dem Rezept was von burrito bowl stand (und ich sofort an Chipotle denken musste) habe ich eben eine Solche improvisiert – nur gesünder und vegan.

ca. 65-80g Reis
eine kleine Avocado
eine Limette
Koriander
1/2 Zwiebel
1/2 Dose Chilibohnen (besser noch wären schwarze Bohnen, findet man aber so schwer)
Tofu nach Geschmack

Zunächst muss der Reis gar werden. Ich bevorzuge hier die Wasser-Reis-Methode, koche also den Reis in viel Wasser und gieße ihn dann ab. Zum Reis kommt eine halbe Limette und eine gute Prise Salz.
Während der Reis kocht, zermansche ich die Avocado zusammen mit dem Saft einer halben Limette und etwas kleingehacktem Koriander. Quasi eine simple Guacamole.
Den Tofu – ich hatte noch japanische Bratfilets von Taifun die sehr lecker sind, die Pizza-Sorte von Taifun hätte aber besser gepasst, oder einfach normalen Tofu mit Tomatenmark, Cumin usw. marinieren – habe ich nur in Würfel geschnitten, weiter nix.

Die Chilibohnen in einem kleinen Topf erhitzen und eine halbe fein geschnittene Zwiebel unterrühren. Erhitzen und mit einer Gabel grob manschen.

Wenn der Reis gar ist, abgießen und direkt mit der Avocado mischen, so dass es schön cremig wird. Ohne Alles ist das jetzt schon lecker. In einen tiefen Teller etwas Salat geben. Den Rest einfach draufstapeln, Gabel rein, los geht’s!

Frühlingspasta mit grünem Spargel

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So richtig Frühling ist noch nicht, aber heute scheint in München immerhin die Sonne. Mehr sollte man momentan auch gar nicht verlangen, sonst versteckt sie sich gleich wieder.

Da ich vom gestrigen Curry noch grünen Spargel übrig hatte, gab es heute zum Mittagessen einen leckeren Teller Pasta. Schnell ging’s, insgesamt liegt die Zubereitungszeit unter 15 Minuten – also auch geeignet für die Tage, an denen es mal fix gehen muss (ohne Fix-Produkte, mit denen geht’s meist gar nicht so fix..)

300g grünen Spargel
80g Nudeln (ich nahm Mini-Pipe Rigate von Barilla)
1 EL Olivenöl
1 TL rotes Pesto
Salz, Pfeffer
optional: Graved Lachs in Streifen geschnitten
optional: frische Kresse

Während die Nudeln kochen, schneidet man den Spargel in mundgerechte Stücke. Eine Pfanne kommt mit dem Olivenöl auf den Herd, wenn das Öl heiß ist, den Spargel hinein geben. Der darf jetzt unter häufigem wenden oder flippen (wer den Dreh raus hat) vor sich hin schmoren. Wenn die Nudeln gar sind kommen sie dazu. Ist der Spargel bissfest, so gibt man das Pesto (was man da hat, ich hatte eben Pesto Rosso da) dazu und schmort noch ein bisschen weiter. Fertig. Ging schnell, oder?
Das gewisse Etwas gab dann noch ein Rest Graved Lachs der sich im Kühlschrank versteckt hatte sowie ein halbes Beet Kresse, das so vor der Vernachlässigung gerettet wurde. Herrlich!

Veganes Thai-Curry mit Kokosmilch

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Gestern hatte ich mal wieder Lust auf was scharfes, samtiges mit viel Gemüse. Schon lange sehe ich das Fleisch nicht mehr als integralen Bestandteil eines Curries an – hauptsache, es ist leckeres Gemüse drin, das nicht totgekocht wurde. Aber wenn man es selber macht, kann man dafür ja Sorge tragen!

Für einen großen Teller Curry:

eine Zwiebel
150g Süßkartoffel
100g Karotte
100g Brokkoli
100g grüner Spargel
100g Zuckerschoten
2 TL Rote Thai-Curry Paste, z.B. von alnatura
200ml Kokosmilch
200ml Wasser
Salz

Da das Gemüse unterschiedliche Garzeiten hat, muss man ein mise en place vorbereiten, also alles vorher schnippeln und bereit stellen. Die Süßkartoffel und die Karotte werden geschält und in Würfel (mit ca. 1cm Kantenlänge) geschnitten. Die Zwiebel am Besten in feine Spalten schneiden. Vom Brokkoli gut 100g Röschen abtrennen, und mit den Zuckerschoten muss man erst Mal gar nix machen. Vom grünen Spargel die holzigen Enden abtrennen und dann in mundgerechte Stücke schneiden oder brechen. Süßkartoffel und Karotte können zusammen in eine Schüssel, Brokkoli und Spargel auch.

Jetzt geht’s los: in einem Topf einen TL neutrales Pflanzenöl oder Kokosfett (gesunde und leckere Alternative) erhitzen. Die Zwiebeln dazu geben und ein paar Minuten anschwitzen. Dann die Süßkartoffel und Karotte rein, wieder ein paar Minuten anschwitzen. Jetzt kommt die Currypaste dazu, kurz umrühren und direkt die Kokosmilch und das Wasser (dazu einfach den Karton mit der Kokosmilch noch mal auffüllen) dazu geben. Prise Salz rein und erst mal 10-15min köcheln lassen bis das Gemüse fast gar ist. Wenn die Süßkartoffel weich ist, Brokkoli und Spargel dazu geben und den Deckel drauf setzen. Eventuell muss noch ein Schluck Wasser dazu, aber es macht nichts, wenn der Brokkoli nicht komplett in Flüssigkeit ist – er wird quasi auf dem Curry gedämpft. Wenn der Brokkoli dann bissfest ist, kommen auch die Zuckerschoten dazu. Jetzt dauert es noch wenige Minuten und das Curry ist fertig! Mit Salz abschmecken und servieren.

Fun Fact: vor einem Jahr hätte ich weder Karotte noch Brokkoli oder grünen Spargel zu „leckerem Gemüse“ gezählt und sie schon gar nicht als Hauptdarsteller in so einem Gericht gewählt. Tja, so ändern sich die Dinge!