Sonntagsfrühstück

Wie gelingt ein perfekter Sonntagvormittag im Winter? Klar, mit einem tollen Frühstück, guter Gesellschaft und Kaffee…

…und außerdem braucht man noch den besten Tobi der Welt, der all das organisiert während ich noch im Bett liege! Latte Macchiato aus unserer geliebten Nespresso Latissima, frisch gepresster Orangensaft (die elektrische Zitruspresse habe ich von meiner Stiefoma geerbt – ein wahrhaftig fantastisches, simples Gerät), Apfelpfannkuchen, Vollkorncroissants und die Sonntagszeitung. Wir haben uns mittlerweile an die österreichische Zeitungswelt gewöhnt und lesen ab und zu den Standard, bei dem der einzige Störfaktor das rosa Papier ist. Ist wohl Geschmackssache. Die FAZ Sonntag wäre mir ja lieber, aber dann lernt man wiederrum nichts über die neue Heimat, Nachrichten über Österreich sind nämlich außerhalb von Österreich höchst selten. Das ist ein bisschen so wie mit Kanada und Australien – man hört nix, also scheint alles in Ordnung zu sein.

Die Pfannkuchen hat Tobi, wie es bei Pfannkuchen eben so ist, nach Gefühl gemacht. Eier, eine Prise Salz, Mehl und Milch, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Äpfel hat er in Spalten geschnitten und mit Butter angeschwitzt, ganz zum Schluss kam noch etwas Zucker dazu. Mein Vater hat Apfelpfannkuchen früher immer mit dicken Ringen von rohen Äpfeln gemacht – die besten Apfelpfannkuchen der Welt, mit viel Zimtzucker drauf. Aber Tobis Version kommt schon ziemlich nah dran. Man hätte die Äpfel auch noch mit Calvados ablöschen können, leider haben wir grade keinen da.

Die Kötbullar für heute abend werde ich bald schon mal vorbereiten, damit das Fleisch gut durchziehen kann. Bis dahin wünsche ich allen einen entspannten Sonntag!

Brokkoli-Schinken-Quiche

Brokkoli-Schinken-Quiche

Ab und zu nutze ich meine französische Quiche-Form auch für ihren ursprünglichen Sinn – herzhafte Quiches. Eigentlich gibt es kaum etwas Einfacheres, denn man kann eine Vielzahl von Zutaten unterbringen und sich immer neue Kombinationen ausdenken. Allerdings sollte man sich dessen bewusst sein, dass so eine Quiche nicht unbedingt kalorienarm ist – wenn man Mürbeteig oder Blätterteig verwendet. Reduzieren kann man den Kaloriengehalt indem man Quark-Teig macht oder einfach ein kleineres Stück mit einer großen Portion Salat dazu isst.

Das folgende Rezept wurde inspiriert durch das G+U Kochbuch „Quiches“, das hab ich mal von meiner Tante zu Weihnachten bekommen – zusammen mit meiner Keramik-Form.

500g Brokkoli – die Röschen abtrennen und je nach Größe ein wenig klein schneiden, den Stiel sehr fein hacken
100g Schinken fein würfeln
ein hartgekochtes Ei würfeln

Die Brokkoli-Röschen in kochendem Salzwasser einige Minuten blanchieren. Abgießen, sofort in kaltes Wasser tauchen oder mit sehr kaltem Wasser übergießen (so wird der Garprozess gestoppt und der Brokkoli bleibt schön grün und knackig). Währenddessen den gehackten Stängel, Schinken, gekochtes Ei in eine Schüssel geben. In einer zweiten Schüssel 250g saure Sahne mit einem Ei verrühren, mit Salz, Pfeffer und 1-2 EL 8-Kräuter (TK, oder eine beliebige Mischung frischer gehackter Kräuter) Die Sahnemasse zu der Schinken-Brokkoli-Ei Mischung geben und gut mischen.

Eine Zwiebel in Ringe schneiden und in reichlich Öl anschwitzen. Mit 1-2 TL Currypulver bestäuben.

Eine Quiche-Form mit Blätterteig auslegen und die Brokkoli-Röschen darauf verteilen. Mit der Sahne-Ei-Schinken-Brokkoli-Ei Mischung überziehen und gut verteilen. Die Curry-Zwiebeln drauf verteilen und zum Schluss noch ca. 30g gehackte Mandeln (oder Mantelblättchen). Die Quiche ca. 45min bei 180 Grad Umluft backen. Nach 30min eventuell mit Alufolie abdecken, damit die Zwiebeln nicht verbrennen.

Die Quiche ist relativ aufwändig, die meisten Dinge lassen sich aber gut vorbereiten. Der Aufwand lohnt sich aber 🙂
Morgen mache ich eines unserer Lieblingsessen – Köttbullar mit Rahmsauce und Kartoffelbrei. Ja, genau, das was man bei IKEA im Restaurant bekommt – nur tausendfach besser! Die Kombination eines Jamie Oliver Rezeptes und einiger Tipps meiner schwedischen Freunde resultierte in einem fantastischen Gericht für die kalte Jahreszeit – wir freuen uns jetzt schon drauf!

Tomatenpasta mit Knoblauch und Basilikum

Scharfe Tomatenpasta mit Knoblauch und Basilikum

Bisher gab es in einem großen deutschen Forum die Möglichkeit, über meine Rezepte zu diskutieren, sich auszutauschen und Tipps zu bekommen. Leider sahen es die Betreiber des Forums als Werbung an, dass ich die Posts dieses Blogs verlinkt habe – das finde ich sehr schade und ungerechtfertigt, denn ich konkurriere in keiner Form mit diesem Forum. Wir haben uns wahnsinnig gefreut, das so viele Leute unseren Blog lesen! – und freuen uns auch weiterhin. Wer Kommentare oder Fragen hat, kann diese jederzeit als Kommentar posten oder an kitchendesasters@gmail.com schreiben 🙂

Heute also Pasta – ich hab so richtig Lust auf Spaghetti!
Von den Chipotle Meatballs ist noch ein kleiner Rest Chili-Sauce übrig, den werde ich verwenden um den Nudeln den richtigen Kick zu geben. Und so wirds gemacht, für zwei Personen:

400g Spaghetti kochen. Währenddessen schonmal in einer Pfanne einen guten Schluck Olivenöl heiß werden lassen. Eine fein gehackte Knoblauchzehe und eine große Hand voll Basilikum, in Stücke gerissen, dazu geben und anschwitzen. Jetzt verbreitet sich meist schon ein herrlicher Duft..
Dann entweder eine Chilischote – ohne Kerne und weißem Häutchen – in Stücke gehackt dazugeben oder getrocknete Chiliflocken, oder einen EL Salsa, oder Chili-Tomatensauce,… je nachdem, was man grad da hat.
Als letztes kommen frische Cherry-Tomaten, in der Mitte durchgeschnitten oder geviertelt (je nach Größe) dazu. Die sollten heiß werden, aber nicht zu lange auf dem Herd stehen, sonst lösen sich die Häutchen ab und man muss sie entweder gleich oder auf dem Teller raussortieren.

Die abgetropften Spaghetti drunter mischen und auf dem Teller einen Schuss Balsamicoessig oder etwas Balsamico-Creme drüber geben, mit Fleur de Sel (oder normalem Salz) und Pfeffer würzen, ein bisschen Parmesan oder Pecorino drüber – fertig!

Dazu ein Glas Rotwein – in unserem Fall ein Cabernet aus Chile – und der Abend kann ja nur noch gut werden. Was es zum Nachtisch gibt, hab ich ja vorhin schon verraten 🙂

Tarte Tatin

Tarte Tatin

Dieses ist der erste Streich – und der zweite kommt sogleich….
Heute habe ich einen rundum freien Tag – die letzte Pflichtveranstaltung für dieses Jahr war gestern, und ich kann nun all meine Energie auf das anstehende Weihnachtsfest, den Heimaturlaub in Deutschland und natürlich das Kochen richten. Da wir nächsten Freitag oder Samstag nach Deutschland fahren, wird es über Weihnachten eine Blog-Pause geben, zumindest teilweise.

Aber erstmal gibt es Tarte Tatin – ich hatte nämlich noch Äpfel, die dringend weg mussten, und einen Blätterteig im Kühlschrank. Tarte Tatin ist wirklich das Einfachste der Welt, und wahnsinnig lecker, finde ich. Ich benutze eine Tefal-Quicheform, die ich in Frankreich für stolze 8 Euro erstanden habe – eins der praktischsten „Geräte“ unserer Küche. Keramikformen sind zwar hübsch, aber unglaublich unpraktisch. Und wenn man Tarte Tatin aus einer Keramikform stürzen will, passiert es schonmal, dass das heiße Karamell raustropft – ich hab‘ zwei hübsche Narben am rechten Oberarm vom letzten Versuch. War gottseidank nicht so schlimm wie es hätte sein können, aber so eine Karamell-Verbrennung tut echt fies weh. Also: immer Ofenhandschuhe tragen und immer einen Teller nehmen, der größer als die Form ist. Und schnell sein. 🙂

Ich nehme:

4-5 kleine Äpfel, geschält, entkernt und erst in Viertel, dann in Scheiben geschnitten
ein ordentliches Stück Butter
2-3 EL braunen Zucker

Butter und Zucker lasse ich zusammen in einem Topf heiß werden, bis der Zucker anfängt zu schmelzen. Achtung, nicht den Finger reinstippen zum Probieren!! Dann schmeiße ich die Apfelspalten rein und rühre gut um, um den Karamell gleichmäßig zu verteilen. Ich lasse sie ca. 5min im Topf karamellisieren, dann verteile ich sie gleichmäßig in der Quiche-Form. Mit dem Blätterteig abdecken – am Rand gut den Teig um die Äpfel herum reindrücken! – und dann bei 200 Grad ca. 15min backen. Der Blätterteig wird etwas aufgehen, aber das macht nix – einfach ein paar kleine Löcher reinpieksen. Wenn der Teig gebräunt ist, rausholen, kurz ruhen lassen, den Blätterteig eventuell sanft nach unten drücken. Dann einen größeren (!) Teller oder ein großes Brett drauf legen und die Tarte darauf mit Gusto wenden.

Wenn man die Tarte früher am Tag vorbereitet und erst abends serviert, kann man sie prima nochmal kurz unter den Grill schieben. So wird sie warm und die Äpfel werden noch schön gebräunt. Das werde ich heute Abend auch machen und deshalb gibt’s auch erst dann ein Foto.

Später gibt es Spaghetti mit Chili-Tomaten-Sauce, frischen Tomaten, Basilikum und Knoblauch. Aber erstmal muss ich ausgiebig meinen neuen Fernseher ausprobieren 🙂

Kürbis-Nudel-Auflauf mit Gorgonzola

Kürbis-Nudel-Auflauf mit Speck, Gorgonzola und Salbei


Von der Kürbis-Lauch-Lasagne letzte Woche war natürlich noch Kürbis über – nur was macht man mit Kürbis noch so, außer Suppe? Kürbissuppe ist zwar prima, aber die hatten wir auch neulich erst. Auf der Packung vom Kürbis standen zufälligerweise Rezepte drauf, und an einem habe ich mich mal grob orientiert.

450g Muskatkürbis, in kleine Würfel geschnitten
100g Speck, in Würfel geschnitten

Zusammen anbraten und mit Salz, Pfeffer und etwas Curry würzen.

300g Sauerrahm
100g Gorgonzola, in Stücke geschnitten

Mischen. Kürbis und Speck hineingeben. 4-5 Blätter Salbei fein hacken und dazu mischen.

300g Bandnudeln al dente kochen. Zu dem Rest mischen. In eine Auflaufform füllen und bei 180 Grad ca. 30min gratinieren.

Schon fertig! Der Arbeitsaufwand ist für dieses Gericht wirklich gering, und teuer ist es auch nicht. Dafür ein guter Weg, „mal was Anderes“ mit Kürbis zu machen außer Suppe. Schließlich ist Winterzeit auch Kürbiszeit!

Fazit: Mein Lieblingsessen wirds nicht, was aber vermutlich am Salbei liegt, den ich eigentlich scheußlich finde, aber der passt hier schon einfach gut rein. Wer Salbei mag, ist also auf der sicheren Seite. Für alle Anderen empfehle ich den Ersatz durch Schnittlauch…! Tobi fands aber lecker.

Morgen steht wieder der Chefkoch am Herd – es gibt Kalbsrollbraten, Semmelknödel und Rotkraut. Da freu ich mich jetzt schon drauf! Heute haben wir uns auch mal wieder den köstlichen Wildschweinleberkäs mit Senfragout gegönnt und bei der Gelegenheit ein Glas von dem Senfragout gekauft. Lecker! Außerdem mussten wir einen Abstecher in unseren Lieblingsladen machen – das Cuisinarium in Wien. Ein großartiger Laden, bei dem man alles bekommt, was das Kochherz höher schlagen lässt… und bald ist auch noch Weihnachten. Hm. Ob Tobi wohl was vom Cuisinarium bekommt? Hihi.


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Chipotle Meatballs

Chipotle Meatballs mit Maistortillas und Créme fraîche


So, da bin ich wieder – und heute gibt’s was richtig leckeres: Mexikanisch! Da ich vom letzten Mal Enchiladas noch Chipotle Chilies in Adobo-Sauce da habe, habe ich nach einem Rezept gesucht, wo ich die lecker verarbeiten kann. Natürlich wurde ich mal wieder auf simplyrecipes.com fündig, denn dort gibt es sehr viele mexikanische und Texmex-Rezepte.

Im Originalrezept wird reines Schweinehack verwendet, ich bin allerdings zu faul um danach zu suchen und nehme daher ganz normales gemischtes Hack. Die Chipotle Chilies in Adobo gibt’s in Mexikanischen Lebensmittelgeschäften und Internationalen Abteilungen größerer Supermärkte – man könnte ansonsten auch eine Mischung aus Jalapenos und Chipotle Chili Pulver nehmen.

Hier ist das Original-Rezept:  http://simplyrecipes.com/recipes/chipotle_meatballs/

Und hier nun meine Version für zwei Personen…

500g gemischtes Hackfleisch
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
eine dicke Scheibe Speck, fein gehackt
2 Eier
60g Semmelbrösel
1 kleiner Bund gehackte Pfefferminze (frisch)

Alles zusammen entweder durch den Mixer jagen oder sehr fein hacken und mit den Händen mischen. Ich habe keinen Standmixer, deswegen wird bei uns gehackt. Speck, Knoblauch und Eier mische ich kurz mit dem Stabmixer. Aus der Masse ca. 15 kleine Fleischbällchen formen, auf ein Backbleck geben und gut 15min bei 220 Grad backen, bis sie leicht gebräunt sind.

800ml (2 Dosen) gehackte Tomaten abgießen und 60ml Saft behalten
1-2 Chipotle Chilies plus 1-2 TL von der Adobo-Sauce
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 TL Oregano (getrocknet)
1/2 TL Salz

Alles zusammen mixen (Standmixer oder Stabmixer). Über die gebackenen Fleischbällchen gießen und nochmal 15-20min backen, bis die Sauce schön dick ist.

Serviert wird das ganze entweder über Reis mit etwas Creme fraiche dazu, oder, wie bei uns, mit frischen Maistortillas und Creme fraiche. Guacamole wäre bestimmt auch noch prima.

Sehr lecker – aber auch wirklich scharf! Wer es nicht so gern scharf mag, einfach weniger von den Chipotle Chilis nehmen…


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Kürbis-Lauch-Lasagne

Kürbis-Lauch-Lasagne


Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder was vegetarisches – und ich nehme mir die Zeit für was „aufwändigeres“. Für diese Lasagne braucht es drei Komponenten und noch einen Spaziergang zu Hofer, aber was tut man nicht alles für gutes Abendessen.
Außerdem warten wir jetzt seit über einer Woche auf unseren neuen Fernseher – ob die österreichische Post wohl im Schnee stecken geblieben ist oder einfach nur keine Lust hat, uns das Teil zu liefern? Ziemlich frustrierend, so gerne würde ich meine Friends-DVDs endlich mal auf einem großen Bildschirm schauen.

Hier noch ein „Geheimtipp“ für alle Wiener: auf dem Weihnachtsmarkt am Maria-Theresien-Platz gibt es einen Stand, der Wildschweinleberkäse mit Senf-Peperoni-Zwiebel-Sauce verkauft. Ich mag ja eigentlich keinen Senf, aber diese Sauce ist so grandios lecker, dass ich sie demnächst an dem Stand erstehen werde – man kann sie dort nämlich auch in Gläsern kaufen! Gestern hab‘ ich Tobi und mir zwei Leberkäs mitgebracht – ein paar Bissen Liebe! 😉

Aber kommen wir nun zum eigentlichen Thema… Lasagne!

Das Original-Rezept findet ihr hier: http://www.jamieoliver.com/recipes/home-cooking-skills/butternut-squash-and-sweet-leek-lasagne

Die drei Komponenten sind Kürbis, Lauch-Spinat-Ricotta Gemüse und Tomaten-Basilikumsauce. Außerdem braucht man natürlich Lasagneblätter, Mozzarella und Parmesan zum Überbacken.

Der Kürbis:

500g Butternut-Kürbis (oder Muskatkürbis) schälen, in Stücke schneiden und mit Salz, Pfeffer und Olivenöl beträufeln. Gut durchmischen und auf ein Backblech geben – bei 190 Grad in den Ofen schieben und ca eine Stunde backen, bis der Kürbis gar und weich ist.

Das Lauch-Spinat-Ricotta Gemüse:

Das weiße und hellgrüne von zwei Stangen Lauch in feine Ringe schneiden. 100g frischen Blattspinat waschen und putzen [oder so wie ich TK-Blattspinat nehmen und schonmal etwas auftauen lassen]. Den Lauch in reichlich Olivenöl bei niedriger Hitze langsam dünsten, nach ca. 10min den Blattspinat dazu geben. Wenn der Spinat zusammengefallen [oder komplett aufgetaut] ist, vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und dann 250g Ricotta und Salz und Pfeffer unterrühren. Ich habe spontan noch etwas cremigen Schafskäse untergerührt, das hat sehr gut gepasst.

Die Tomaten-Basilikum-Sauce:

Eine Knoblauchzehe fein hacken. Eine kleine Hand voll Basilikumblätter abzupfen. Beides in Olivenöl anschwitzen, bis der Knoblauch Farbe nimmt. 600g gehackte Dosen-Tomaten (1,5 normale Dosen) dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen, ca. 10 min köcheln bis sie leicht eingedickt ist.

Die Lasagne zusammensetzen:

Mit einer Schicht Tomatensauce beginnen, darauf Lasagne-Platten verteilen, eine Schicht Lauchmischung darauf verteilen und die Hälfte der Kürbisstücke darauflegen. Mit etwas Tomatensauce bedecken. Darauf wieder Lasagnenudeln, wieder Lauch und Kürbis, Tomatensauce, Lasagnenudeln. Zum Schluss die oberste Schicht Nudeln mit der restlichen Tomatensauce bedecken, einen Mozzarella in Stücke zupfen und darauf verteilen, eine Hand voll Parmesan reiben und darüber streuen.
Mit Alufolie abdecken und 20min bei 190 Grad backen, dann die Folie abnehmen und nochmal 20min backen bis der Käse schön golden ist.

Fazit: eine sehr leckere vegetarische Alternative zur klassischen Lasagne! Die Menge an Kürbis ist genau richtig, nicht so viel das es richtig süß wird. Das Lauchgemüse mit Ricotta kann man sicher, etwas verdünnt mit Brühe, gut auch als Pasta-Sauce machen. Ein ähnliches Rezept gibt es mit Blattspinat und Mascarpone, aber Mascarpone wäre hier einfach zu süß und fett gewesen. Morgen gibt’s jedenfalls Fasan. Den Rest des Kürbis verbrauchen wir nächste Woche in einem Kürbis-Nudel-Auflauf mit Speck, Gorgonzola und Sauerrahm – da freue ich mich jetzt schon drauf!

Tobi bestand darauf, ein Foto von der Köchin zu zeigen – ungeschminkt am Werk. Hoffentlich überlebt ihr den Schock!


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Shepherd’s Pie

Shepherd’s Pie


Draußen schneit es und seit unsere Heizung wieder richtig heizt, muss man sich auch nicht mehr in drei Decken wickeln. Trotzdem ist mir nach etwas richtig Deftigem, was von Innen durchwärmt – also gibt es heute Auflauf. Und zwar nicht irgendeinen, nein, sondern Shepherd’s Pie. Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Kartoffelbrei zu überbacken, sollte eine Medaille bekommen!

Die Anregung kommt von der Jamie Oliver Homepage, aus der „Home Cooking Skills“ Ecke. Das Original-Rezept findet ihr hier:

http://www.jamieoliver.com/recipes/home-cooking-skills/shepherd-s-pie

Heute mittag geht’s auf den Naschmarkt, um Lammhack zu besorgen, das bekommt man nämlich in den Supermärkten nicht. Kartoffeln sind sowieso noch reichlich da, aber ein Trip zu Hofer wird mir wohl trotzdem nicht erspart bleiben, denn die 2kg Zwiebeln, die wir vor nicht mal zwei Wochen gekauft haben, haben sich schon wieder in Luft aufgelöst.
Tobi wird zur Abwechslung am Sonntag kochen und euch erzählen, was aus der spontanen Idee, Fasan zu machen dann tatsächlich geworden ist! Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, ich weiß nicht, ob ich schon jemals bewusst Fasan gegessen habe. Flugente gab’s früher immer bei meiner Oma, und Wachteln kenne ich auch – Geflügel, nur „wilder“.

Morgen gibt es unterdessen wieder etwas vegetarisches: eine Lasagne mit Kürbis und Lauch-Spinat-Gemüse. Mal schauen ob sie uns überzeugen kann! Aber erstmal geht’s jetzt los mit dem Shepherd’s Pie – hier ist meine Version für zwei Personen, die keinen Stangensellerie mögen…

1/2 Zwiebel, ein Stück Sellerie, eine Möhre und eine Knoblauchzehe hacken
eine kleine Hand voll frischen Rosmarin abzupfen
500g frisches Lammhackfleisch
1/2 400g-Dose Tomaten
125ml Brühe

Die Zwiebel, Sellerie, Möhre und Knoblauch und fast alle Rosmarinnadeln in heißem Olivenöl sautieren. Etwa 10min kochen bis alles etwas weich geworden ist. Das Lammhackfleisch dazu geben und bei hoher Hitze rundrum bräunen. Nun überschüssige Flüssigkeit abgießen, die Tomaten, Brühe und Salz und Pfeffer dazugeben. Aufkochen und eine gute Stunde vor sich hin köcheln lassen.
Währenddessen schonmal die Kartoffeldecke zubereiten:

750g Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden

In gut gesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind. Abgießen, ein ordentliches Stück Butter, einen Schuss Milch, Salz, etwas Muskat dazu geben und durchstampfen. Wer keinen Kartoffelstampfer hat, kann das auch mit der Gabel machen, es dauert nur etwas länger. Bitte nicht mit dem Mixer – dann gibt’s Kartoffelkleister!

In eine Auflaufform zuerst die Hackfleischsauce geben und dann mit dem Kartoffelbrei abdecken. Die restlichen Rosmarinnadeln in den Kartoffelbrei stecken, mit etwas Olivenöl beträufeln und für ca. 25min bei 200 Grad in den Ofen packen.

Dazu gab es Erbsen mit Parmesan – ich hab‘ einfach TK-Erbsen in kochendes Wasser gegeben und 2-3min erhitzt, abgegossen, ein Stückchen Butter dazu, geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer. Ein Schuss Sahne macht sich auch gut. Statt Erbsen könnte man auch gut Brokkoli, Lauchgemüse oder grüne Bohnen machen.


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Süßkartoffelsuppe mit Entenbrust

Süßkartoffelsuppe mit Entenbrust


Eigentlich wollte ich ja heute schon wieder vegetarisch kochen – aber im Spar Gourmet gibt’s grad leckere Entenbrust für gar nicht viel Geld. Deshalb peppe ich meine Lieblingssuppe heute mal etwas auf! 🙂 Das Rezept ist mal wieder von Simply Recipes, allerdings habe ich es etwas an meinen Geschmack angepasst. Hier findet ihr das Original: http://simplyrecipes.com/recipes/creamy_sweet_potato_soup/

Süßkartoffeln sind in Deutschland leider recht teuer, aber die Menge der Suppe reicht locker für 2 Hauptmahlzeiten – ich werde also vermutlich ungefähr die Hälfte einfrieren. Falls ich nicht den Rest unkontrolliert weglöffle – so lecker ist diese Suppe.

Man braucht für meine Version:

1kg Süßkartoffeln, in Stücke geschnitten
1 Stange Lauch in Ringe geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 Zimtstange
1/4 TL frisch geriebener Muskat
1l Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe für die Vegis)
350ml Sahne
2 TL Ahornsirup

In einem großen Topf einige TL Butter zerlassen. Die Zwiebel, Lauch und Knoblauch darin anschwitzen. Dann die Süßkartoffeln, die Zimtstange, den Muskat und die Brühe dazugeben, aufkochen. Etwa 20min kochen – bis die Kartoffeln gar sind. Dann die Zimtstange entfernen und die Suppe pürieren.

Zum Schluss die Sahne und den Ahornsirup dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und wieder heiß werden lassen. Fertig!

Die Entenbrust habe ich auf Tobi’s Anweisungen hin im Ofen unter den Grill gepackt – 275 Grad, einige Minuten zuerst mit der Hautseite nach oben, dann kurz umdrehen, und zum Schluss noch ca. 5min bei 200 Grad in der Mitte des Ofens. So war sie sehr schön rosa.
Als Beilagen gab es außerdem gemischen Salat mit Olivenöl und Balsamicoessig und leckere Knoblauchcroutons – Toastbrot in große Quadrate schneiden, Butter und eine gehackte Knoblauchzehe in der Pfanne heiß werden lassen, die Butter von den Brotstücken gleichmäßig auf beiden Seiten aufsaugen lassen und langsam rösten.


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Pasta mit Champignons und Ingwer-Zitronen-Dressing

Pasta mit Champignons und Ingwer-Zitronen-Dressing


Heute gibt es Pasta – mal anders.
Auch dieses Rezept hatte ich schon vor gefühlten Ewigkeiten gefunden und ein Lesezeichen gesetzt, es aber erst letzte Woche ausprobiert. Da noch etwas Dressing übrig ist (das hält sich im Kühlschrank recht lange) und es bei Hofer grade Champignons 50% reduziert gab, habe ich beschlossen, das heute noch mal zu machen. Außerdem war es sooooo lecker. 😀

Das Rezept kommt von Simply Recipes:  http://simplyrecipes.com/recipes/noodles_with_mushrooms_and_lemon_ginger_dressing/

Ich nehme ganz normale Spaghetti, da mir Udon und Soba einfach zu teuer sind. 3 Euro für 250g Nudeln?! Nein danke. Das Rezept habe ich fast exakt so gemacht, allerdings ist bei mir nur die Schale eine halben Zitrone drin und ich habe 1-2TL mehr Honig dazu gegeben. Man muss das Dressing unbedingt mit einem Stabmixer oder Standmixer pürieren – sonst verbinden sich die einzelnen Teile nicht richtig und man kaut auf Ingwer und Zitronenschale herum.

Hier ist das Rezept „auf europäisch“:

Dressing:
3/4 TL Cayennepfeffer
die abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone (zumindest ungespritzt sollte sie sein)
ein 2cm-Stück Ingwer, fein gehackt oder gerieben
60ml Reisessig
80ml Sojasauce
2-3 TL Honig

Alles zusammen in einen Becher geben und mit dem Mixer gut durchrühren. Dann, während der Mixer läuft, langsam 3 TL Olivenöl und 1 TL Sesamöl dazu geben. Fertig!

Die Champignons in feine Scheiben schneiden. In einer Pfanne einige TL Butter heiß werden lassen, wenn die Butter anfängt zu schäumen, die Champignons dazu geben. Salzen und pfeffern, 2-3min sautieren.

Die Spaghetti kochen und abtropfen lassen. In einer Schale die Spaghetti mit den Pilzen und etwas von dem Dressing mischen. Achtung! Nicht einfach alles drüber kippen. Man braucht nicht allzu viel davon, also erst mal drüberträufeln und dann je nach Geschmack die Menge erhöhen. Ein gutes Büschel frischen Koriander hacken und dazu geben. Wer hat, kann noch 1-2 TL gerösteten Sesam drüber streuen.

Bild kommt später nach 🙂


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