Königsberger Klopse

Königsberger Klopse


Über Silvester waren wir im Schwarzwald in unserer Ferienwohnung. In Gedenken an unsere Sommerferien dort während der Schulzeit habe ich versucht, die Königsberger Klopse meiner Großmama (herzliche Grüße nach Bad Münster an dieser Stelle) nachzukochen.

Für 2 Personen habe ich dafür 500 g gemischtes Hack verwendet. Dieses habe ich mit Zwiebelwürfeln, Semmelwürfeln, etwas Milch, 1 1/2 Eiern (1 Eigelb, 2 Eiweiss, da ich das zweite Eigelb für die Soße brauchte) Salz und Pfeffer zu einer normalen Hackmasse verknetet. Im Prinzip wie für Frikadellen, nur ohne Majoran. Original macht man sie, glaube ich, mit Kalbshack. Aber wo bekommt man das denn heute noch… daher habe ich gemischtes genommen, was der Freude am Ende keinen Abbruch getan hat.

Parallel habe ich einen Topf mit Brühe aufgesetzt. Darin sollten meine Klopse pochiert werden. Wichtig war mir daher, dass er nach etwas schmeckt. Andererseits sollte es nicht zu salzig sein, da ich den Fond dann später für die Sauce reduzieren wollte. Gekörnte Brühe fiel also aus (für mich schon wegen dem Geschmack, aber hier letztlich auch wegen dem Salzgehalt). Ein Glas Kalbsfond im Supermarkt zu kaufen hatte ich auch verpennt, also habe ich Bratensaftwürfel von Maggi genommen. Ich habe einen Würfel in ca einem Dreiviertel Liter Wasser aufgelöst und heißgemacht. Darin habe ich dann einen Probeklops pochiert.

Wichtig ist, dass die Flüssigkeit nicht wallend kocht – sonst zerfallen die Klopse, besser ist es, die Temperatur unter dem Siedepunkt zu halten. Die Probe war mir ein wenig zu instabil, daher habe ich noch ein wenig Semmelbrösel hineingeknetet. Hier muss man ein bisschen spielen: Ist die Masse zu fest, werden die Klopse sehr kompakt und hart. Ist die Masse zu feucht, zerfallen die Klopse. Daher kocht man auch eine Probe: passt es einem dann nicht, kann man immer noch korrigieren.

Als ich dann mit meiner Masse zufrieden war, habe ich sie zu Klopsen gerollt (etwas größer als Golfbälle) und in den heißen Fond gegeben. Darin garen sie dann etwa 20 Minuten. Die Zeit habe ich genutzt, um eine Mehlschwitze herzustellen: 1 El Butter in einen Topf erhitzen und dann Mehl darin anschwitzen. Eigentlich sollte es keine Farbe bekommen, meins wurde etwas zu heiss und daher leicht braun, aber das macht auch nichts.

Ausserdem habe ich Gemüsereis aufgesetzt. Dazu habe ich ein Bund Suppengrün (Sellerie, Karotte, Lauch) fein geschnitten und zusammen mit einer gewürfelten Zwiebel in etwas Öl angeschwitzt. Wenn die Zwiebeln glasig sind, gebe ich Langkornreis dazu, lasse ihn auch noch etwas mitschwitzen und lösche dann mit Wasser (oder Brühe, wenn ich habe – auch hier: besser keine gekörnte, der Reis schmeckt sonst schnell nach nichts anderem mehr) ab und lasse ihn köcheln.

Die Klopse habe ich dann aus dem Fond genommen und auf den Reis gesetzt. Deckel drauf – fertig. So dämpfen die Klopse weiter mit dem Reis, ziehen durch und bleiben warm. Dadurch kann der Fond zur Sauce weiterverarbeitet werden. Dafür gebe ich ihn in die Mehlschwitze und koche das ganze durch. Mehlgebundene Saucen müssen etwa eine halbe Stunde lang kochen, um den Mehlgeschmack zu verlieren. Das traf sich in diesem Falles eher gut, da ich die Sauce ohnehin noch reduzieren wollte. Also den Herd volle Möhre aufgedreht, ab und zu umgerührt und dann im wesentlichen darauf gewartet, dass die Sauce weniger und der Reis gar wird.

Als der Reis dann fast fertig war, habe ich die Sauce fertiggestellt: dazu habe ich den Saft von ca. 1/2 Zitrone (hier besser vorsichtig sein und nochmal zwischendrin probieren, nicht dass die Sauce zu sauer wird) und ein kleines (30g) Glas Kapern mit Sud hinzugegeben. Dann habe ich das ganze noch einmal abgeschmeckt und ganz am Schluss das verbliebene Eigelb hineingerührt, was nochmal etwas Bindung und Geschmack gibt. Hierzu darf die Sauce ebenfalls nicht mehr zu heiß sein – sonst bekommt man keine Bindung sondern Rührei.

Dann die Klopse wieder in die Sauce, mit etwas Petersilie garnieren und zu Tisch!

Der Reis ist diesmal etwas pappig geworden – ich weiss auch nicht, warum. Sonst war es sehr fein, eigentlich wie bei der Großmama – und mit zunehmendem Alter schmecken Kapern viel besser.

Bon Appetit, bis bald!

Southern Red Beans and Pork

Southern Red Beans and Pork


Wir sind im Schwarzwald und hatten die letzten Tage Besuch. Da bietet es sich doch an, etwas zu machen, was man für zwei Personen nicht so gut kochen kann weil dann einfach zu viel übrig bleibt. Bohnen sind toll, Schinken auch, also haben wir das lang ersehnte Rezept aus Jamie’s America (Seite 80) gemacht: Southern Red Beans and Pork.
Im Rezept steht „1 smoked ham hock“ – also eine geräucherte Haxe, aber eben nicht gepökelt. Gar nicht so einfach, in den meisten Supermärkten bekommt man sowas nicht, also entweder ab zum Metzger oder Glück haben: hier im kleinen Edeka an der Ecke gab es grade Rollschinken für verhältnismäßig faire Preise. Geräuchert, nicht gepökelt und perfekt für dieses Rezept.

Man braucht für meine Version des Rezeptes:

eine 800g-Dose rote Kidneybohnen
einen 1kg-Schinken oder eine 1,2kg Haxe vom Schwein
eine Knolle Knoblauch
4 Stangen Sellerie, gehackt
2 große Zwiebeln, gehackt
4 Lorbeerblätter
3-4 TL Thymian
1 TL Oregano
1 TL Paprika
1/2 TL Cayenne
1 TL schwarzer Pfeffer (gemahlen)
800g Dosentomaten

Die Knoblauchknolle in der Mitte durchschneiden. Alles außer dem Schinken und den Bohnen in einen sehr großen Topf geben und aufkochen. 5 Minuten stark kochen lassen, dann eine halbe Stunde bei niedriger Hitze mit Deckel kochen lassen. Den Schinken hinzugeben und nochmal ungefähr eine Stunde kochen, dabei immer mal wieder umrühren, großartig machen muss man aber nix. Die Bohnen sind ja schon gar und kommen daher erst für die letzte halbe Stunde mit rein, damit sie nicht zu matschig werden.
Ein bisschen wird aber am Schluss gematscht: wenn man vom Schinken leicht Stücke abziehen kann und die Sauce etwas eingekocht hat und das Gemüse weich ist, nimmt man die Knoblauchknolle heraus und drückt die jetzt butterweichen Knoblauchzehen heraus in eine kleine Schüssel. Ungefähr ein Vierter von den Bohnen und dem Gemüse dazugeben und zusammen zu einem Mus matschen. Zurück in die Sauce geben. Den Schinken in mundgerechte Stücke zerteilen und auch zurück geben. Zusammen nochmal aufkochen, abschmecken, etwas Apfelessig dazu geben.

Dazu schmeckt Reis. Keine Angst vor der ganzen Knolle Knoblauch, es schmeckt wirklich fantastisch. Eher ein „Sonntagsbraten“, da es doch recht lange kochen muss und der Schinken nicht so billig ist – aber es lohnt sich. Da beneidet man doch glatt die Südstaatler, die sowas an jeder Ecke bekommen…

Chicken Enchiladas

Chicken Enchiladas


Hiermit beende ich offiziell die Winterpause! Es wird wieder gebloggt, und erstmal muss ich die ganzen leckeren Dinge nachholen, die wir in den letzten Wochen so fabriziert haben. Es geht los mit einem Gericht, mit dem man Tobi schnell aus der Reserve lockt: Chicken Enchiladas. Im Prinzip nichts Anderes als gefüllte, überbackene Tortillas zu denen man Guacamole und Creme fraiche reicht. In der Praxis unheimlich lecker.

Wir machen immer gleich eine Menge davon, ich nehme für 8 Tortillas entweder 3-4 Hühnerbeine oder, wer dem dunklen Fleisch abgeneigt ist, 500g Hühnerbrust. Mit Beinen schmeckt’s aber besser und günstiger sind die normalerweise auch. Ich heize den Ofen auf 180 Grad vor und brate die Hühnerbeine nach vorheriger Würzung mit Pfeffer, Paprika, Cumin und Salz scharf an, danach dürfen sie eine gute halbe Stunde im Ofen backen, bis sich das Fleisch leicht von den Knochen löst.

In der Zwischenzeit kann man schon mal die Tomaten-Chili-Sauce machen: eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken, mit reichlich Öl andünsten. 500g Tomatenpüree (oder gehackte Tomaten) dazugeben, zum Kochen bringen. Mit Cayenne, Pfeffer, Salz und reichlich Cumin würzen, eventuell noch etwas Wasser hinzugeben. Eine gute halbe Stunde vor sich hin köcheln lassen. Wer hat, kann einige Teelöffel Adobo Sauce von Chipotle Chilies in Adobo hinzugeben, das macht die Sauce ganz wunderbar rauchig-scharf. Den Rest kann man ja dann für die Chipotle Meatballs verwenden 🙂

Das Hähnchenfleisch zerrupfe ich dann grob und mische es mit einigen Esslöffeln Tomaten-Chili-Sauce, so dass es mit Sauce benetzt ist, aber nicht darin schwimmt. Jetzt werden damit die Weizentortillas gefüllt. Manchmal mache ich noch eine frische Salsa aus frischen Tomaten (entkernt), Frühlingszwiebeln, Koriander, Cumin und etwas Olivenöl und packe die mit in die Tortillas. Schwarze Bohnen, Mais und ähnliches Gemüse macht sich auch gut – aber dann könnte man ja eigentlich auch gleich Gemüse-Enchiladas machen.
Die Tortillas ordentlich rollen und dicht nebeneinander in die Ofenform legen. Die restliche Tomatensauce darüber geben – die Enchiladas sollten nicht bis oben hin schwimmen, im Zweifelsfall einfach etwas von der Sauce übrig lassen und andersweitig verwenden, zum Beispiel für eine Arrabiata – dann mit einigen Esslöffeln Creme fraiche beträufeln, Frühlingszwiebeln (in Ringe geschnitten) drüberstreuen und eine ordentliche Schicht geriebenen Käse. Ab in den Ofen bis der Käse schön gebräunt ist.

Dazu passt eine frische Guacamole besonders gut. Einfach das reife, weiche Fleisch von zwei Avocados mit grobem schwarzen Pfeffer, einer Prise Salz, sehr fein gehackten Frühlingszwiebeln und einem guten Spritzer Limettensaft sowie reichlich frischem, gehackten Koriander mit einer Gabel zerquetschen. Abschmecken, fertig.

Als Nächstes kommt ein Rezept aus Jamie’s America dran, auf das wir schon lange geschielt haben: Southern Ham and Beans. Sehr köstlich – seid gespannt! Außerdem gab es noch Spaghetti Meatballs, ein Wintertiramisu mit Lebkuchen und Kirschen und heute macht Tobi Königsberger Klopse (die darf er euch dann aber selber beschreiben). Ein paar Weihnachtsleckereien gebe ich auch noch zum Besten: Saté-Spieße, Eierlikör-Schoko-Muffins, Filo-Teigtaschen mit Schafskäse,…

Carbonnades à la flamande

Carbonnades à la flamande


Carbonnade, ein belgischer Rindfleischtopf mit Bier, ist perfekt für die kalte Jahreszeit. Erstens ist er einfach zu machen und gut vorzubereiten, zweitens riecht die ganze Wohnung wunderbar und drittens schmeckt er fantastisch. Wir kochen heute für drei hungrige Menschen. Am Besten macht man es natürlich im Ofen da dort die Hitze gleichmäßiger ist, da aber unsere tolle Kasserole aus Gusseisen noch in Deutschland weilt, mache ich es auf dem Herd – klappt auch wunderbar.

1kg Rindsgulasch, in mittelgroße Stücke geschnitten und sehr gut getrocknet
600g Zwiebeln, in Halbringe geschnitten
3 Knoblauchzehen, durchgepresst oder kleingemanscht

Das Gulasch in reichlich Öl portionsweise auf beiden Seiten gut bräunen, herausnehmen und zur Seite stellen. Die Zwiebeln in dem Bratfett bei mittlerer Hitze anbraten bis sie glasig werden, etwa 10 Minuten. Den Knoblauch dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. In einem Topf erst die Hälfte des Gulaschs verteilen, darauf dann die Hälfte der Zwiebeln. Salzen und Pfeffern. Den Rest Fleisch und dann den Rest Zwiebeln schichten, wieder Salzen und Pfeffern. Nun in eine Teefilter 2 Lorbeerblätter, 1TL frischen Thymian und 3-4 Stängel Petersilie füllen, oben zubinden und zwischen die Fleischstücke schieben.
250ml starke Rinderbrühe oder -fond in der Bratpfanne aufkochen und eventuelle Bratrückstände abkratzen, 2 TL braunen Zucker reinrühren. In den Topf füllen. Dann ca. 500ml Bier (hell) reingießen, zum Kochen bringen, und dann bei mittlerer Hitze – so dass es grade köchelt – und gut zwei Stunden vor sich hin schmoren lassen. Schauen, ob das Fleisch schon richtig schön zart ist – ansonsten einfach weiter schmoren.

Wenn das Fleisch schön zart ist, die Sauce in einen kleinen Topf abgießen. 1,5 TL Stärke mit 2 TL Apfelessig (oder Weißweinessig) mischen und reinschlagen, aufkochen und 3-4 min köcheln bis die Sauce leicht abgebunden ist. Der Essig gibt der Sauce eine besondere Note.  Die fertige Sauce wieder über Fleisch und Zwiebeln gießen und nochmal heiß werden lassen.

Dazu passen besonders gut gebutterte Bandnudeln und ein großes Glas kaltes Bier. Guten Appetit!

Das Original-Rezept stammt aus „Mastering the Art of French Cooking“ von Julia Child, Louisette Bertholle und Simone Beck.

Köttbullar med potatismus

Köttbullar mit Kartoffel-Sellerie-Püree, Rahmsauce und Preiselbeeren


Köttbullar! Yippieh! Tobi bekommt glänzende Augen, wenn ich sage, dass es diese Woche Köttbullar gibt.
Auch meine erste bewusste Erfahrung mit Köttbullar hat bei IKEA angefangen. Vielleicht habe ich als Kind schonmal welche in Schweden bekommen, das ist sehr gut möglich – leider erinnere ich mich nicht mehr daran.
Wir lieben Hackbällchen in allen Variationen, und die schwedische ganz besonders.

500g gemischtes Hackfleisch
1 TL frisch gemahlener Piment
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
eine große Hand voll frisch gehackter Dill
2-3 EL 8-Kräuter-Mischung
je eine Prise Cumin und gemahlender Koriander
1 TL Senf
ein Ei
3 EL Semmelbrösel

Alles gut zusammen mischen und abschmecken. Die Masse sollte ein bisschen salziger sein als normal, und an den Kräutern sollte man auf keinen Fall sparen. Der frische Dill und der Piment machen dieses Rezept aus.
In kleine Bällchen rollen und 2-3 Stunden kalt stellen, damit das Fleisch durchziehen kann und fester wird.
Während die Bällchen ziehen, schonmal das Kartoffel-Sellerie-Püree vorbereiten.

500g Kartoffeln schälen und in mittlere Stücke schneiden
1/2 Sellerie schälen und in kleine Stücke schneiden

Beides in reichlich Salzwasser kochen bis sowohl Sellerie als auch Kartoffel weich ist. Abgießen, und wie normales Kartoffelpüree mit Butter, Milch, Salz und Muskat würzen, grob stampfen. Bloß nicht mit dem Stabmixer pürieren!
Die Köttbullar in reichlich Rapsöl rundum braten bis sie schön braun und durchgegart sind. Rausnehmen, zur Seite stellen und das überschüssige Öl aus der Pfanne abgießen, aber nicht auswischen. Jetzt kommt die Rahmsauce dran. 100ml kräftige Rinderbrühe oder -fond in die Pfanne geben, aufköcheln, und etwas einreduzieren. Ein paar Spritzer Zitronensaft dazu geben, schließlich 200ml Sahne zugießen. Aufkochen, mit Salz und Pfeffer würzen. Zur Bindung einen TL Stärke mit 2 TL Wasser vermischen und unter kräftigem Rühren eingießen. Bei mir geht das jedes zweite Mal schief, aber selbst wenn es Klümpchen geben sollte, dann nicht verzweifeln – einfach durch ein Sieb gießen und nächstes Mal Mondamin fix Soßenbinder nehmen. (oder Beurre manié, wer keine Angst vor Fett hat). Wenn die Sauce gebunden ist, abschmecken und eventuell nachwürzen. Einen EL Preiselbeeren unterrühren und die Köttbullar zurück in die Pfanne geben. Mit der Sauce gleichmäßig bedecken und heiß werden lassen.

Auf dem Teller eine gute Portion Kartoffel-Sellerie-Püree anrichten, einige Köttbullar darauf legen, mit Rahmsauce übergießen und etwas Preiselbeeren drauf setzen. Wenn noch Dill übrig ist, etwas davon drüber streuen. Fertig!

Fazit: um die Rahmsauce noch etwas leckerer zu machen, habe ich diesesmal 200ml Rinderfond mit einem guten Schuss Rotwein auf die Hälfte reduziert und das dann als Basis für die Sauce genommen. Prima! Die Stärkebindung habe ich vereinfacht indem ich in die Stärke-Wasser-Mischung einige TL der Rahmsauce gegeben haben, damit die Stärke schonmal auf die richtige Temperatur kommt.

Kalbsbraten mit Semmelknödeln

Kalbsbraten mit Semmelknödeln, Rotkohl und Maroni, dazu Feldsalat

Heute hatten wir Besuch, und es gab Braten: Einen Kalbsrollbraten, um genau zu sein. Auch hier habe ich mal wieder auf die Vorarbeit der Österreichischen Metzgerzunft zurückgegriffen: Der Braten war schon fertig gerollt und gewürzt.

Die lästigste Vorbereitung kam zuerst: Die Maroni müssen eingeritzt und dann blanchiert werden. Anschließend muss man sie schälen. Eine undankbare Aufgabe: unter der harten Schale kommt noch ein Silberhaut, die sich am besten löst, wenn die kleinen Dinger noch heiß sind – dann zerbröseln sie aber. Sind sie zu kalt, bröseln sie weniger, man bekommt aber auch die Silberhaut nicht mehr ab. Am besten immer nur ein paar kurz kochen, abschrecken und schälen, so bekommt man den Spagat zwischen zu heiß und zu kalt am besten hin.

Den Braten habe ich als erstes gemacht: Einfach mit Öl in die Pfanne, und von allen Seiten gut angebraten. Währenddessen habe ich ein Bund Suppengrün und 2 Zwiebeln grob geschnitten, und dann zum Braten in die Pfanne gegeben. Das ganze ein paar Minuten mitgeröstet, mit etwas Tomatenmark versetzt und weiterhin geröstet. Ein paar Minuten später dann alles mit Bier abgelöscht, Aromaten (Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Piment, Lorbeer, Pfeffer) zugegeben, in einen Bräter gesetzt und bei 150°C in den Backofen.

Danach habe ich mich um die Semmelknödel gekümmert: Zunächst habe ich ein bisschen Speck und Zwiebeln gedünstet und gleichzeitig 200 ml Milch mit etwas Butter, Salz, Pfeffer und Muskat erhitzt. Dieser Mischung habe ich 3 Eigelb hinzugefügt und sie dann warm über 300g Knödelbrot gegeben, Speck und Zwiebeln sowie Petersilie zugegeben und das ganze gut vermischt. Das ganze darf dann 10 Minuten Ziehen.

Währenddessen habe ich den Rotkohl gemacht. Hier war ich clever und habe ein einfaches Rezept genommen. Zuerst nimmt man den Rotkohl aus der Tiefkühltruhe. Anschließend gibt man ihn in einen Topf und wärmt ihn unter gelegentlichem Rühren auf kleiner Flamme langsam auf (Sorry, aber einfach mal so Rotkraut anzusetzen, das wäre dann wirklich etwas viel des Guten).

Und die Maronen wanderten mit etwas Speck in die Pfanne und wurden dann mit Ahornsirup verfeinert.

Außerdem habe ich schonmal einen Topf mit Wasser für die Klöße aufgestellt. Für die Knödel sollte ausreichend Salzwasser sehr heiß sein, jedoch nicht kochen. Um böse Überraschungen zu vermeiden empfiehlt es sich, bevor es ernst wird immer eine Probe zu machen. Die Probe war gut, also habe ich den Rest der Masse auch verarbeitet: Man macht einfach kleine Kugeln. Die Masse sollte relativ trocken sein, so dass sie zwar gut zusammenhält, aber so fest ist, dass man die Knödel formen und ablegen kann, sonst ist die Masse zu weich.

Der Feldsalat wurde einfach geputzt, für das Dressing hat Franzi ein bisschen Speck und Zwiebeln von den Klößen, 1,5 EL 8-Kräuter-Mischung aus der Tiefkühle, 1 El Apfelessig, 50 ml Sahne, 2 El Joghurt (mager) und Salz und Pfeffer mit dem Zauberstab gemixt und beim mixen ca. 2 El Öl untergemixt.

Zwischendurch habe ich den Braten ab und zu mit seinem Saft übergossen, und geschaut ob er soweit ist. Nach ungefähr 1 h im Ofen war ein Ende abzusehen, und ich habe mich an die Fertigstellung gemacht. Zunächst habe ich die Knödel ins Wasser gegeben (sie brauchen so ca. 10-15 Minuten, je nach Größe). Dann den Rotkohl und die Maroni nochmal hochgedreht.
Außerdem habe ich den Bratensaft in eine kleine Pfanne gegeben, um daraus die Soße fertigzumachen. Dazu habe ich ihn mit den geschmorten Zwiebeln aus dem Bräter gemixt und dann einkochen lassen. Und ich habe ein wenig Bratensoße aus der Tube (von Knorr, tolles Zeug, jedenfalls das beste, was ich in die Richtung kenne, und nein, wir bekommen leider kein Geld von denen) eingerührt, um dem ganzen ein bisschen mehr Schwung zu geben. Das war’s in diesem Falle schon, weil’s einfach gut war. Ansonsten kann man natürlich noch ein bisschen abschmecken je nach Gusto mit etwas Sahne oder Butter verfeinern – jeder wie es ihm gefällt.
Als nächstes kann man den Salat schon fertig machen: auf den Teller damit und Dressing drüber. Dann den Braten aus dem Ofen geholt, 3 Minuten ruhen gelassen und währenddessen die Knödel abgeseiht. Alles schön angerichtet, Rotkraut, Maroni und Soße darüber – Bon Appetit

Zum Nachtisch habe ich einen Rest von Franzis Geburtstagsmenü serviert: kleine Schokotörtchen mit flüssigem Kern. Das Rezept habe ich von Chefkoch.de. Es ist kinderleicht, superschnell und sehr empfehlenswert, da man die Törtchen einfach auf Vorrat einfrieren kann und sie bei Bedarf nur noch in den Ofen schieben muss.

Für 6 Törtchen braucht man

100 g Butter
80 g Zucker
2 Eigelb
2 Eier
80 g Mehl
90 g Zartbitterschokolade

Man schlägt die Butter (sie muss weich sein) zunächst mit dem Zucker schaumig, und rührt dann die Eier und Eigelb ein.  Dabei wird die Masse zunächst grieselig,aber keine Angst, wenn man dann das Mehl zugibt, hat sich alles wieder. Dann fügt man die geschmolzene Schokolade bei und gibt alles in gebutterte kleine Förmchen. Diese werden dann eingefroren.

Zum zubereiten gibt man die Förmchen einfach bei 180°C in den Backofen, tiefgefroren, wie sie sind. Nach 16-18 Minuten (je nach Ofen ein bisschen verschieden) sind sie gut. Die Oberseite muss schon richtig „gebacken“ sein, dann sind sie gut. Der Kern ist noch flüssig und läuft dann schön aus. Dazu habe ich – weil mir auf die schnelle nichts besseres einfiel – einfach Preiselbeeren mit Joghurt gemixt. Zwar etwas schwach auf der Brust, aber ganz ok.

Manöverkritik: Alles war eigentlich wunderbar. Bei den Semmelknödeln gilt allerdings: da geht noch was. Sie waren außen etwas schleimig, innen dafür etwas fest und trocken. Die üben wir also einfach noch mal, lecker waren sie trotzdem!

Chipotle Meatballs

Chipotle Meatballs mit Maistortillas und Créme fraîche


So, da bin ich wieder – und heute gibt’s was richtig leckeres: Mexikanisch! Da ich vom letzten Mal Enchiladas noch Chipotle Chilies in Adobo-Sauce da habe, habe ich nach einem Rezept gesucht, wo ich die lecker verarbeiten kann. Natürlich wurde ich mal wieder auf simplyrecipes.com fündig, denn dort gibt es sehr viele mexikanische und Texmex-Rezepte.

Im Originalrezept wird reines Schweinehack verwendet, ich bin allerdings zu faul um danach zu suchen und nehme daher ganz normales gemischtes Hack. Die Chipotle Chilies in Adobo gibt’s in Mexikanischen Lebensmittelgeschäften und Internationalen Abteilungen größerer Supermärkte – man könnte ansonsten auch eine Mischung aus Jalapenos und Chipotle Chili Pulver nehmen.

Hier ist das Original-Rezept:  http://simplyrecipes.com/recipes/chipotle_meatballs/

Und hier nun meine Version für zwei Personen…

500g gemischtes Hackfleisch
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
eine dicke Scheibe Speck, fein gehackt
2 Eier
60g Semmelbrösel
1 kleiner Bund gehackte Pfefferminze (frisch)

Alles zusammen entweder durch den Mixer jagen oder sehr fein hacken und mit den Händen mischen. Ich habe keinen Standmixer, deswegen wird bei uns gehackt. Speck, Knoblauch und Eier mische ich kurz mit dem Stabmixer. Aus der Masse ca. 15 kleine Fleischbällchen formen, auf ein Backbleck geben und gut 15min bei 220 Grad backen, bis sie leicht gebräunt sind.

800ml (2 Dosen) gehackte Tomaten abgießen und 60ml Saft behalten
1-2 Chipotle Chilies plus 1-2 TL von der Adobo-Sauce
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 TL Oregano (getrocknet)
1/2 TL Salz

Alles zusammen mixen (Standmixer oder Stabmixer). Über die gebackenen Fleischbällchen gießen und nochmal 15-20min backen, bis die Sauce schön dick ist.

Serviert wird das ganze entweder über Reis mit etwas Creme fraiche dazu, oder, wie bei uns, mit frischen Maistortillas und Creme fraiche. Guacamole wäre bestimmt auch noch prima.

Sehr lecker – aber auch wirklich scharf! Wer es nicht so gern scharf mag, einfach weniger von den Chipotle Chilis nehmen…


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Sonntagsbraten: Fasan

Fasan mit Rahmschwammerln, Kartoffelgratin und tomatisierten Speckbohnen

Hi,

mein erstes Gastspiel hier. Nachdem wir gestern brav waren haben wir heute wieder reingehauen, wie der Titel schon vermuten lässt.

Zuerst habe ich das Gratin angesetzt, denn das muss zuerst in den Ofen da es am längsten braucht. Schon mittags habe ich 300 ml Sahne mit Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Salz und Pfeffer aufgekocht. Das lasse ich dann ziehen und kalt werden. Die Sahne muss richtig fies versalzen und überwürzt sein – die Kartoffeln werden nachher darin gegart, ziehen die Gewürze ein und schmecken dann nach was, das Übersalzene wird durch die sonst ungewürzten Kartoffeln ausgeglichen. Hier gilt es also, sich was zu trauen, sonst schmeckt’s nachher wie eingeschlafene Füße.

Für das Gratin habe ich ca. 300g Kartoffel (festkochend) geschält und in ganz feine Scheiben geschnitten. Die kommen dann in eine gebutterte Form, und werden mit der abgeseihten Gewürzsahne übergossen, bis sie knapp bedeckt sind. Dann das ganze bei 150°C Umluft für eine gute Stunde in den Ofen. Ist praktisch, da das Gratin ab hier keine Aufmerksamkeit erfordert, und es auch auf 10 Minuten mehr oder weniger nicht ankommt. Einfach aber dankbar. Fire and forget.

Als nächstes habe ich mich des Fasans angenommen. Den gab es praktischer Weise schon in Lardo (Rückensspeck vom Schwein) eingepackt und schön mit Kräutern mariniert in unserem neuen Lieblingssupermarkt. Ein Fasan reicht übrigens gerade für 2, er ist ein ganzes Stückchen kleiner als ein Huhn. Den Fasan habe ich also einfach ausgepackt und in der Pfanne von allen Seiten gut angebraten. Als er soweit war, habe ich ein Bund grob gehacktes Suppengemüse und eine gehackte Zwiebel zugegeben. Das ganze habe ich dann 5 Minuten mitgebraten. Dann einen Esslöffel Tomatenmark dazu, ebenfalls kurz angeröstet und mit Rotwein abgelöscht.

Dann zuerst Gemüse und Rotwein in einen Bräter, Fasan obendrauf und zum Gratin in den Ofen. Das Gratin war zu dem Zeitpunkt etwa 15-20 Minuten in der Röhre.

Dann habe ich meine Bohnen geputzt, Speck und Zwiebeln für dieselben geschnitten, langsam gebraten und schonmal Bohnenwasser aufgesetzt. Als der Fasan nach ca. 30 Minuten fast gut war, habe ich die Bohnen gekocht, den Speck und die Zwiebeln derweil mit etwas Tomatenmark ergänzt und mit einem Schluck vom Bratensatz des Fasans abgelöscht und mit ein bisschen Kräuter der Provence und Bohnenkraut abgeschmeckt.

Parallel habe ich 2 Hand voll Champignongs in die Pfanne geworfen. Während die Pilze in der Pfanne waren dann den Fasan aus dem Ofen. In Alufolie eingeschlagen und ruhen lassen. Die Flüssigkeit aus dem Bräter habe ich mit in die Pilzpfanne gegeben, um sie zu reduzieren. Zusätzlich habe ich sie mit etwas Mondamin abgebunden.

Damit ist das Essen dann auch im Prinzip schon fertig:

Noch schnell die Bohnen, als sie fertig waren, in die Speckpfanne geworfen und gemischt. Dann den Fasan ausgepackt und zerlegt. Das geht wie bei Hühnchen auch – ist also nicht weiter schwer. Dann alles auf den Teller, das Gratin habe ich mit einer Tasse aus der Auflaufform ausgestochen – so ist’s schön rund. Zuletzt ein schluck Sahne in die Pilzsoße und die an den Fasan. Ein Löffel Preiselbeeren obenauf und: guten Appetit!

PS: Wie man auf dem Foto erkennen kann, ist mir bei der Soße ein Fehler unterlaufen. Ich habe sie nicht weit genug reduziert, und dadurch hatte Sie keinen Stand auf dem Teller, sondern ist mehr so herumgesuppt. Hier hätten 2 Minuten mehr auf dem Herd gut getan, auch so war’s kein Drama, nur leichte Abzüge in der B-Note.


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Shepherd’s Pie

Shepherd’s Pie


Draußen schneit es und seit unsere Heizung wieder richtig heizt, muss man sich auch nicht mehr in drei Decken wickeln. Trotzdem ist mir nach etwas richtig Deftigem, was von Innen durchwärmt – also gibt es heute Auflauf. Und zwar nicht irgendeinen, nein, sondern Shepherd’s Pie. Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Kartoffelbrei zu überbacken, sollte eine Medaille bekommen!

Die Anregung kommt von der Jamie Oliver Homepage, aus der „Home Cooking Skills“ Ecke. Das Original-Rezept findet ihr hier:

http://www.jamieoliver.com/recipes/home-cooking-skills/shepherd-s-pie

Heute mittag geht’s auf den Naschmarkt, um Lammhack zu besorgen, das bekommt man nämlich in den Supermärkten nicht. Kartoffeln sind sowieso noch reichlich da, aber ein Trip zu Hofer wird mir wohl trotzdem nicht erspart bleiben, denn die 2kg Zwiebeln, die wir vor nicht mal zwei Wochen gekauft haben, haben sich schon wieder in Luft aufgelöst.
Tobi wird zur Abwechslung am Sonntag kochen und euch erzählen, was aus der spontanen Idee, Fasan zu machen dann tatsächlich geworden ist! Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, ich weiß nicht, ob ich schon jemals bewusst Fasan gegessen habe. Flugente gab’s früher immer bei meiner Oma, und Wachteln kenne ich auch – Geflügel, nur „wilder“.

Morgen gibt es unterdessen wieder etwas vegetarisches: eine Lasagne mit Kürbis und Lauch-Spinat-Gemüse. Mal schauen ob sie uns überzeugen kann! Aber erstmal geht’s jetzt los mit dem Shepherd’s Pie – hier ist meine Version für zwei Personen, die keinen Stangensellerie mögen…

1/2 Zwiebel, ein Stück Sellerie, eine Möhre und eine Knoblauchzehe hacken
eine kleine Hand voll frischen Rosmarin abzupfen
500g frisches Lammhackfleisch
1/2 400g-Dose Tomaten
125ml Brühe

Die Zwiebel, Sellerie, Möhre und Knoblauch und fast alle Rosmarinnadeln in heißem Olivenöl sautieren. Etwa 10min kochen bis alles etwas weich geworden ist. Das Lammhackfleisch dazu geben und bei hoher Hitze rundrum bräunen. Nun überschüssige Flüssigkeit abgießen, die Tomaten, Brühe und Salz und Pfeffer dazugeben. Aufkochen und eine gute Stunde vor sich hin köcheln lassen.
Währenddessen schonmal die Kartoffeldecke zubereiten:

750g Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden

In gut gesalzenem Wasser kochen, bis sie weich sind. Abgießen, ein ordentliches Stück Butter, einen Schuss Milch, Salz, etwas Muskat dazu geben und durchstampfen. Wer keinen Kartoffelstampfer hat, kann das auch mit der Gabel machen, es dauert nur etwas länger. Bitte nicht mit dem Mixer – dann gibt’s Kartoffelkleister!

In eine Auflaufform zuerst die Hackfleischsauce geben und dann mit dem Kartoffelbrei abdecken. Die restlichen Rosmarinnadeln in den Kartoffelbrei stecken, mit etwas Olivenöl beträufeln und für ca. 25min bei 200 Grad in den Ofen packen.

Dazu gab es Erbsen mit Parmesan – ich hab‘ einfach TK-Erbsen in kochendes Wasser gegeben und 2-3min erhitzt, abgegossen, ein Stückchen Butter dazu, geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer. Ein Schuss Sahne macht sich auch gut. Statt Erbsen könnte man auch gut Brokkoli, Lauchgemüse oder grüne Bohnen machen.


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Hühnchenschenkel mit Sherry-Kartoffeln und Peperonata

Gebackene Hühnerschenkel mit Sherry-Kartoffeln und Peperonata

Gestern war Tobi auf dem Markt und hat Hühnchenschenkel und Paprika mitgebracht. Ich hatte auf Simply Recipes schon vor einer Weile das Rezept für die Sherry-Kartoffeln gefunden und da wir noch Sherry da haben, bin ich fix zu Hofer rüber und habe noch einen Sack Kartoffeln (verzeihung, Erdäpfel) besorgt. Herausgekommen ist das dann hier – und es war sehr lecker. Die Kartoffeln sind schön buttrig und werden durch den Sherry etwas süßlich – unsere Meinungen darüber sind gespalten, mir haben sie jedenfalls sehr gut geschmeckt.

Zutaten:

2 Hühnerschenkel
500g Kartoffeln (festkochend)
Trockener Sherry
Butter
rote Paprika
Zwiebeln
Knoblauch
Sahne
frischer Thymian

Rezepte:

Die Sherry-Kartoffeln:

Sherry Potatoes Recipe | Simply Recipes

500g Kartoffeln waschen, in 0,5cm dicke Scheiben schneiden. In einer Auflaufform schichten, jede Schicht salzen und pfeffern.
5 TL Butter langsam schmelzen, über die Kartoffeln gießen, 60ml trockenen Sherry drüber gießen. 30-40min offen backen, bis die oberen Kartoffeln leicht gebräunt und gar sind.

Die Hühnerschenkel:

…sind easy – zwei Schenkel waschen, gut trocknen, mit etwas Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Cumin bestreuen und einmassieren. Pfanne mit Rapsöl (kein Olivenöl nehmen – das verbrennt bei hoher Hitze zu schnell!) heiß werden lassen, die Schenkel mit der Hautseite zuerst scharf anbraten und dann bei 180 Grad Umluft ca. 30min backen. Fertig. Wer will, kann auch vorher die Knochen auslösen (dafür sollte man aber einen relativ flexiblen Ausbeiner besitzen!), das Fleisch mit Pesto oder Kräuterfrischkäse bestreichen, zusammenfalten/-rollen und mit Rouladengarn oder -spießen fixieren. Dann braucht die Zubereitung im Ofen allerdings nur noch 15-20min.

Die Peperonata:

Paprika in mittelgroße Stücke schneiden, Zwiebeln in dicke Würfel oder Ringe. Beides bei mittlerer Hitze in die Pfanne (mit etwas Butter und Olivenöl) bis die Zwiebeln leicht glasig werden. Eine gehackte oder durchgepresste Knoblauchzehe dazugeben. Mit frischem Thymian, Salz und Pfeffer würzen (getrockneter geht auch, entsprechend weniger nehmen – auch Oregano würde passen). Wenn die Paprika gar sind, einen Schuss Sahne dazu geben und einkochen lassen.
Wer hat, kann auch noch Cherrytomaten reinschmeißen. Creme fraiche statt Sahne schmeckt auch sehr lecker.

Schwierigkeitsgrad: einfach
Kosten: gering


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