
Spaghetti Contadina


Gemüsecurry mit Schweinefleisch

Heute hatten wir vegetarischen Besuch. Ich wollte also etwas kochen, dass auch ohne Fleisch ein komplettes Gericht abgibt, zu dem man aber Fleisch zusätzlich machen kann. Ausserdem gab es vor dem Weihnachtsurlaub noch Reste zu verschaffen. Kartoffeln und Blattspinat mussten noch weg. Die Wahl fiel daher auf ein Curry.
Zuerst habe ich die Kartoffeln geschält und grob gewürfelt. Gut abgetupft, habe ich sie dann gesalzen und roh in der Pfanne gebraten. Als sie anfangen haben, Farbe zu bekommen, habe ich eine in Streifen geschnittene Zwiebel und zwei Zehen gehackten Knoblauch hinzugegeben. Zum den Kartoffeln und Zwiebeln habe ich dann 2 EL Currypulver und etwas Mehl gegeben und ein bisschen mitgeröstet. Das ganze mit Wasser abgelöscht, etwas Brühepulver zugegeben und die Kartoffeln in der köchelnden Flüssigkeit gegart.
Währenddessen habe ich den Brokkoli geputzt und Wasser aufgestellt. Dann habe ich den Brokkoli ins kochende und gesalzene Wasser gegeben. Die letzten Minuten habe ich dann den Spinat ebenfalls in Wasser gegeben. In diesem Fall war es ein Rest TK-Blattspinat – aber mit frischem würde es genauso funktionieren, man muss dann nur das Wasser nach dem Kochen herausdrücken.
Brokkoli und Spinat habe ich dann als sie gar waren unter das Kartoffelcurry gezogen, das ganze nochmal mit etwas Sahne (noch besser wäre Kokosmilch gewesen, aber die hattten wir nicht im Haus) verfeinert und mit Salz abgeschmeckt.
Damit ist das Curry auch schon fertig. Parallel hatte ich noch zwei marinierte Schweinesteaks in Würfel geschnitten, sie in der Pfanne gebraten und mit Cinq Épices und Cumin nachgewürzt. Ich habe es getrennt serviert, weil wir ja Besuch hatten, sonst hätte ich es hineingemischt. Einfach war’s, die Reste sind weg, und geschmeckt hat es uns auch noch… was will man mehr?
Anstatt die Küche wieder zu verwüsten, erkunden wir heute die Wiener Restaurantszene. Mein Vater ist zufällig grade in der Stadt und führt uns aus – wir wissen nur noch nicht, wohin. Japanisch? Österreichisch? Italienisch-kontemporär? Tja. Wenn man in einem kleinen Ort wohnt in dem es de fakto zwei bis drei gute Restaurants gibt, fällt die Wahl nicht schwer. Hier schon! Aber am Ende werden wir sicherlich satt und zufrieden in die warme Wohnung zurückkehren. Wien hat heute nämlich beschlossen, dass Schnee cool ist und Schnee in Verbindung mit Wind noch cooler. Man kann nur in eine Richtung laufen, wenn man umdreht, sieht man nix.
Diese Woche sind wir allgemein ein bisschen langweilig. Da wir am Wochenende für gute drei Wochen Wien den Rücken kehren, müssen alle Reste weg. Im Froster ist noch Kürbissuppe, die ist morgen dran, da nur Suppe unseren moppeligen Bäuchen aber nicht reicht, muss ich mir noch etwas dazu überlegen.
Jetzt erstmal einen Apéritif! Prost!
Fazit: Am Ende landeten wir im Glacis Beisl und auf meinem Teller Waldviertler Ente. Sehr köstlich! Ein schönes Restaurant mit einer kleinen aber feinen Speisekarte.
Carbonnades à la flamande

Carbonnade, ein belgischer Rindfleischtopf mit Bier, ist perfekt für die kalte Jahreszeit. Erstens ist er einfach zu machen und gut vorzubereiten, zweitens riecht die ganze Wohnung wunderbar und drittens schmeckt er fantastisch. Wir kochen heute für drei hungrige Menschen. Am Besten macht man es natürlich im Ofen da dort die Hitze gleichmäßiger ist, da aber unsere tolle Kasserole aus Gusseisen noch in Deutschland weilt, mache ich es auf dem Herd – klappt auch wunderbar.
1kg Rindsgulasch, in mittelgroße Stücke geschnitten und sehr gut getrocknet
600g Zwiebeln, in Halbringe geschnitten
3 Knoblauchzehen, durchgepresst oder kleingemanscht
Das Gulasch in reichlich Öl portionsweise auf beiden Seiten gut bräunen, herausnehmen und zur Seite stellen. Die Zwiebeln in dem Bratfett bei mittlerer Hitze anbraten bis sie glasig werden, etwa 10 Minuten. Den Knoblauch dazu geben, mit Salz und Pfeffer würzen. In einem Topf erst die Hälfte des Gulaschs verteilen, darauf dann die Hälfte der Zwiebeln. Salzen und Pfeffern. Den Rest Fleisch und dann den Rest Zwiebeln schichten, wieder Salzen und Pfeffern. Nun in eine Teefilter 2 Lorbeerblätter, 1TL frischen Thymian und 3-4 Stängel Petersilie füllen, oben zubinden und zwischen die Fleischstücke schieben.
250ml starke Rinderbrühe oder -fond in der Bratpfanne aufkochen und eventuelle Bratrückstände abkratzen, 2 TL braunen Zucker reinrühren. In den Topf füllen. Dann ca. 500ml Bier (hell) reingießen, zum Kochen bringen, und dann bei mittlerer Hitze – so dass es grade köchelt – und gut zwei Stunden vor sich hin schmoren lassen. Schauen, ob das Fleisch schon richtig schön zart ist – ansonsten einfach weiter schmoren.
Wenn das Fleisch schön zart ist, die Sauce in einen kleinen Topf abgießen. 1,5 TL Stärke mit 2 TL Apfelessig (oder Weißweinessig) mischen und reinschlagen, aufkochen und 3-4 min köcheln bis die Sauce leicht abgebunden ist. Der Essig gibt der Sauce eine besondere Note. Die fertige Sauce wieder über Fleisch und Zwiebeln gießen und nochmal heiß werden lassen.
Dazu passen besonders gut gebutterte Bandnudeln und ein großes Glas kaltes Bier. Guten Appetit!
Das Original-Rezept stammt aus „Mastering the Art of French Cooking“ von Julia Child, Louisette Bertholle und Simone Beck.
Köttbullar mit Kartoffel-Sellerie-Püree, Rahmsauce und Preiselbeeren

Köttbullar! Yippieh! Tobi bekommt glänzende Augen, wenn ich sage, dass es diese Woche Köttbullar gibt.
Auch meine erste bewusste Erfahrung mit Köttbullar hat bei IKEA angefangen. Vielleicht habe ich als Kind schonmal welche in Schweden bekommen, das ist sehr gut möglich – leider erinnere ich mich nicht mehr daran.
Wir lieben Hackbällchen in allen Variationen, und die schwedische ganz besonders.
500g gemischtes Hackfleisch
1 TL frisch gemahlener Piment
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
eine große Hand voll frisch gehackter Dill
2-3 EL 8-Kräuter-Mischung
je eine Prise Cumin und gemahlender Koriander
1 TL Senf
ein Ei
3 EL Semmelbrösel
Alles gut zusammen mischen und abschmecken. Die Masse sollte ein bisschen salziger sein als normal, und an den Kräutern sollte man auf keinen Fall sparen. Der frische Dill und der Piment machen dieses Rezept aus.
In kleine Bällchen rollen und 2-3 Stunden kalt stellen, damit das Fleisch durchziehen kann und fester wird.
Während die Bällchen ziehen, schonmal das Kartoffel-Sellerie-Püree vorbereiten.
500g Kartoffeln schälen und in mittlere Stücke schneiden
1/2 Sellerie schälen und in kleine Stücke schneiden
Beides in reichlich Salzwasser kochen bis sowohl Sellerie als auch Kartoffel weich ist. Abgießen, und wie normales Kartoffelpüree mit Butter, Milch, Salz und Muskat würzen, grob stampfen. Bloß nicht mit dem Stabmixer pürieren!
Die Köttbullar in reichlich Rapsöl rundum braten bis sie schön braun und durchgegart sind. Rausnehmen, zur Seite stellen und das überschüssige Öl aus der Pfanne abgießen, aber nicht auswischen. Jetzt kommt die Rahmsauce dran. 100ml kräftige Rinderbrühe oder -fond in die Pfanne geben, aufköcheln, und etwas einreduzieren. Ein paar Spritzer Zitronensaft dazu geben, schließlich 200ml Sahne zugießen. Aufkochen, mit Salz und Pfeffer würzen. Zur Bindung einen TL Stärke mit 2 TL Wasser vermischen und unter kräftigem Rühren eingießen. Bei mir geht das jedes zweite Mal schief, aber selbst wenn es Klümpchen geben sollte, dann nicht verzweifeln – einfach durch ein Sieb gießen und nächstes Mal Mondamin fix Soßenbinder nehmen. (oder Beurre manié, wer keine Angst vor Fett hat). Wenn die Sauce gebunden ist, abschmecken und eventuell nachwürzen. Einen EL Preiselbeeren unterrühren und die Köttbullar zurück in die Pfanne geben. Mit der Sauce gleichmäßig bedecken und heiß werden lassen.
Auf dem Teller eine gute Portion Kartoffel-Sellerie-Püree anrichten, einige Köttbullar darauf legen, mit Rahmsauce übergießen und etwas Preiselbeeren drauf setzen. Wenn noch Dill übrig ist, etwas davon drüber streuen. Fertig!
Fazit: um die Rahmsauce noch etwas leckerer zu machen, habe ich diesesmal 200ml Rinderfond mit einem guten Schuss Rotwein auf die Hälfte reduziert und das dann als Basis für die Sauce genommen. Prima! Die Stärkebindung habe ich vereinfacht indem ich in die Stärke-Wasser-Mischung einige TL der Rahmsauce gegeben haben, damit die Stärke schonmal auf die richtige Temperatur kommt.

Wie gelingt ein perfekter Sonntagvormittag im Winter? Klar, mit einem tollen Frühstück, guter Gesellschaft und Kaffee…
…und außerdem braucht man noch den besten Tobi der Welt, der all das organisiert während ich noch im Bett liege! Latte Macchiato aus unserer geliebten Nespresso Latissima, frisch gepresster Orangensaft (die elektrische Zitruspresse habe ich von meiner Stiefoma geerbt – ein wahrhaftig fantastisches, simples Gerät), Apfelpfannkuchen, Vollkorncroissants und die Sonntagszeitung. Wir haben uns mittlerweile an die österreichische Zeitungswelt gewöhnt und lesen ab und zu den Standard, bei dem der einzige Störfaktor das rosa Papier ist. Ist wohl Geschmackssache. Die FAZ Sonntag wäre mir ja lieber, aber dann lernt man wiederrum nichts über die neue Heimat, Nachrichten über Österreich sind nämlich außerhalb von Österreich höchst selten. Das ist ein bisschen so wie mit Kanada und Australien – man hört nix, also scheint alles in Ordnung zu sein.
Die Pfannkuchen hat Tobi, wie es bei Pfannkuchen eben so ist, nach Gefühl gemacht. Eier, eine Prise Salz, Mehl und Milch, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Äpfel hat er in Spalten geschnitten und mit Butter angeschwitzt, ganz zum Schluss kam noch etwas Zucker dazu. Mein Vater hat Apfelpfannkuchen früher immer mit dicken Ringen von rohen Äpfeln gemacht – die besten Apfelpfannkuchen der Welt, mit viel Zimtzucker drauf. Aber Tobis Version kommt schon ziemlich nah dran. Man hätte die Äpfel auch noch mit Calvados ablöschen können, leider haben wir grade keinen da.
Die Kötbullar für heute abend werde ich bald schon mal vorbereiten, damit das Fleisch gut durchziehen kann. Bis dahin wünsche ich allen einen entspannten Sonntag!
Brokkoli-Schinken-Quiche

Ab und zu nutze ich meine französische Quiche-Form auch für ihren ursprünglichen Sinn – herzhafte Quiches. Eigentlich gibt es kaum etwas Einfacheres, denn man kann eine Vielzahl von Zutaten unterbringen und sich immer neue Kombinationen ausdenken. Allerdings sollte man sich dessen bewusst sein, dass so eine Quiche nicht unbedingt kalorienarm ist – wenn man Mürbeteig oder Blätterteig verwendet. Reduzieren kann man den Kaloriengehalt indem man Quark-Teig macht oder einfach ein kleineres Stück mit einer großen Portion Salat dazu isst.
Das folgende Rezept wurde inspiriert durch das G+U Kochbuch „Quiches“, das hab ich mal von meiner Tante zu Weihnachten bekommen – zusammen mit meiner Keramik-Form.
500g Brokkoli – die Röschen abtrennen und je nach Größe ein wenig klein schneiden, den Stiel sehr fein hacken
100g Schinken fein würfeln
ein hartgekochtes Ei würfeln
Die Brokkoli-Röschen in kochendem Salzwasser einige Minuten blanchieren. Abgießen, sofort in kaltes Wasser tauchen oder mit sehr kaltem Wasser übergießen (so wird der Garprozess gestoppt und der Brokkoli bleibt schön grün und knackig). Währenddessen den gehackten Stängel, Schinken, gekochtes Ei in eine Schüssel geben. In einer zweiten Schüssel 250g saure Sahne mit einem Ei verrühren, mit Salz, Pfeffer und 1-2 EL 8-Kräuter (TK, oder eine beliebige Mischung frischer gehackter Kräuter) Die Sahnemasse zu der Schinken-Brokkoli-Ei Mischung geben und gut mischen.
Eine Zwiebel in Ringe schneiden und in reichlich Öl anschwitzen. Mit 1-2 TL Currypulver bestäuben.
Eine Quiche-Form mit Blätterteig auslegen und die Brokkoli-Röschen darauf verteilen. Mit der Sahne-Ei-Schinken-Brokkoli-Ei Mischung überziehen und gut verteilen. Die Curry-Zwiebeln drauf verteilen und zum Schluss noch ca. 30g gehackte Mandeln (oder Mantelblättchen). Die Quiche ca. 45min bei 180 Grad Umluft backen. Nach 30min eventuell mit Alufolie abdecken, damit die Zwiebeln nicht verbrennen.
Die Quiche ist relativ aufwändig, die meisten Dinge lassen sich aber gut vorbereiten. Der Aufwand lohnt sich aber 🙂
Morgen mache ich eines unserer Lieblingsessen – Köttbullar mit Rahmsauce und Kartoffelbrei. Ja, genau, das was man bei IKEA im Restaurant bekommt – nur tausendfach besser! Die Kombination eines Jamie Oliver Rezeptes und einiger Tipps meiner schwedischen Freunde resultierte in einem fantastischen Gericht für die kalte Jahreszeit – wir freuen uns jetzt schon drauf!

Scharfe Tomatenpasta mit Knoblauch und Basilikum

Bisher gab es in einem großen deutschen Forum die Möglichkeit, über meine Rezepte zu diskutieren, sich auszutauschen und Tipps zu bekommen. Leider sahen es die Betreiber des Forums als Werbung an, dass ich die Posts dieses Blogs verlinkt habe – das finde ich sehr schade und ungerechtfertigt, denn ich konkurriere in keiner Form mit diesem Forum. Wir haben uns wahnsinnig gefreut, das so viele Leute unseren Blog lesen! – und freuen uns auch weiterhin. Wer Kommentare oder Fragen hat, kann diese jederzeit als Kommentar posten oder an kitchendesasters@gmail.com schreiben 🙂
Heute also Pasta – ich hab so richtig Lust auf Spaghetti!
Von den Chipotle Meatballs ist noch ein kleiner Rest Chili-Sauce übrig, den werde ich verwenden um den Nudeln den richtigen Kick zu geben. Und so wirds gemacht, für zwei Personen:
400g Spaghetti kochen. Währenddessen schonmal in einer Pfanne einen guten Schluck Olivenöl heiß werden lassen. Eine fein gehackte Knoblauchzehe und eine große Hand voll Basilikum, in Stücke gerissen, dazu geben und anschwitzen. Jetzt verbreitet sich meist schon ein herrlicher Duft..
Dann entweder eine Chilischote – ohne Kerne und weißem Häutchen – in Stücke gehackt dazugeben oder getrocknete Chiliflocken, oder einen EL Salsa, oder Chili-Tomatensauce,… je nachdem, was man grad da hat.
Als letztes kommen frische Cherry-Tomaten, in der Mitte durchgeschnitten oder geviertelt (je nach Größe) dazu. Die sollten heiß werden, aber nicht zu lange auf dem Herd stehen, sonst lösen sich die Häutchen ab und man muss sie entweder gleich oder auf dem Teller raussortieren.
Die abgetropften Spaghetti drunter mischen und auf dem Teller einen Schuss Balsamicoessig oder etwas Balsamico-Creme drüber geben, mit Fleur de Sel (oder normalem Salz) und Pfeffer würzen, ein bisschen Parmesan oder Pecorino drüber – fertig!
Dazu ein Glas Rotwein – in unserem Fall ein Cabernet aus Chile – und der Abend kann ja nur noch gut werden. Was es zum Nachtisch gibt, hab ich ja vorhin schon verraten 🙂
Tarte Tatin

Dieses ist der erste Streich – und der zweite kommt sogleich….
Heute habe ich einen rundum freien Tag – die letzte Pflichtveranstaltung für dieses Jahr war gestern, und ich kann nun all meine Energie auf das anstehende Weihnachtsfest, den Heimaturlaub in Deutschland und natürlich das Kochen richten. Da wir nächsten Freitag oder Samstag nach Deutschland fahren, wird es über Weihnachten eine Blog-Pause geben, zumindest teilweise.
Aber erstmal gibt es Tarte Tatin – ich hatte nämlich noch Äpfel, die dringend weg mussten, und einen Blätterteig im Kühlschrank. Tarte Tatin ist wirklich das Einfachste der Welt, und wahnsinnig lecker, finde ich. Ich benutze eine Tefal-Quicheform, die ich in Frankreich für stolze 8 Euro erstanden habe – eins der praktischsten „Geräte“ unserer Küche. Keramikformen sind zwar hübsch, aber unglaublich unpraktisch. Und wenn man Tarte Tatin aus einer Keramikform stürzen will, passiert es schonmal, dass das heiße Karamell raustropft – ich hab‘ zwei hübsche Narben am rechten Oberarm vom letzten Versuch. War gottseidank nicht so schlimm wie es hätte sein können, aber so eine Karamell-Verbrennung tut echt fies weh. Also: immer Ofenhandschuhe tragen und immer einen Teller nehmen, der größer als die Form ist. Und schnell sein. 🙂
Ich nehme:
4-5 kleine Äpfel, geschält, entkernt und erst in Viertel, dann in Scheiben geschnitten
ein ordentliches Stück Butter
2-3 EL braunen Zucker
Butter und Zucker lasse ich zusammen in einem Topf heiß werden, bis der Zucker anfängt zu schmelzen. Achtung, nicht den Finger reinstippen zum Probieren!! Dann schmeiße ich die Apfelspalten rein und rühre gut um, um den Karamell gleichmäßig zu verteilen. Ich lasse sie ca. 5min im Topf karamellisieren, dann verteile ich sie gleichmäßig in der Quiche-Form. Mit dem Blätterteig abdecken – am Rand gut den Teig um die Äpfel herum reindrücken! – und dann bei 200 Grad ca. 15min backen. Der Blätterteig wird etwas aufgehen, aber das macht nix – einfach ein paar kleine Löcher reinpieksen. Wenn der Teig gebräunt ist, rausholen, kurz ruhen lassen, den Blätterteig eventuell sanft nach unten drücken. Dann einen größeren (!) Teller oder ein großes Brett drauf legen und die Tarte darauf mit Gusto wenden.
Wenn man die Tarte früher am Tag vorbereitet und erst abends serviert, kann man sie prima nochmal kurz unter den Grill schieben. So wird sie warm und die Äpfel werden noch schön gebräunt. Das werde ich heute Abend auch machen und deshalb gibt’s auch erst dann ein Foto.
Später gibt es Spaghetti mit Chili-Tomaten-Sauce, frischen Tomaten, Basilikum und Knoblauch. Aber erstmal muss ich ausgiebig meinen neuen Fernseher ausprobieren 🙂
Kalbsbraten mit Semmelknödeln, Rotkohl und Maroni, dazu Feldsalat

Heute hatten wir Besuch, und es gab Braten: Einen Kalbsrollbraten, um genau zu sein. Auch hier habe ich mal wieder auf die Vorarbeit der Österreichischen Metzgerzunft zurückgegriffen: Der Braten war schon fertig gerollt und gewürzt.
Die lästigste Vorbereitung kam zuerst: Die Maroni müssen eingeritzt und dann blanchiert werden. Anschließend muss man sie schälen. Eine undankbare Aufgabe: unter der harten Schale kommt noch ein Silberhaut, die sich am besten löst, wenn die kleinen Dinger noch heiß sind – dann zerbröseln sie aber. Sind sie zu kalt, bröseln sie weniger, man bekommt aber auch die Silberhaut nicht mehr ab. Am besten immer nur ein paar kurz kochen, abschrecken und schälen, so bekommt man den Spagat zwischen zu heiß und zu kalt am besten hin.
Den Braten habe ich als erstes gemacht: Einfach mit Öl in die Pfanne, und von allen Seiten gut angebraten. Währenddessen habe ich ein Bund Suppengrün und 2 Zwiebeln grob geschnitten, und dann zum Braten in die Pfanne gegeben. Das ganze ein paar Minuten mitgeröstet, mit etwas Tomatenmark versetzt und weiterhin geröstet. Ein paar Minuten später dann alles mit Bier abgelöscht, Aromaten (Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Piment, Lorbeer, Pfeffer) zugegeben, in einen Bräter gesetzt und bei 150°C in den Backofen.
Danach habe ich mich um die Semmelknödel gekümmert: Zunächst habe ich ein bisschen Speck und Zwiebeln gedünstet und gleichzeitig 200 ml Milch mit etwas Butter, Salz, Pfeffer und Muskat erhitzt. Dieser Mischung habe ich 3 Eigelb hinzugefügt und sie dann warm über 300g Knödelbrot gegeben, Speck und Zwiebeln sowie Petersilie zugegeben und das ganze gut vermischt. Das ganze darf dann 10 Minuten Ziehen.
Währenddessen habe ich den Rotkohl gemacht. Hier war ich clever und habe ein einfaches Rezept genommen. Zuerst nimmt man den Rotkohl aus der Tiefkühltruhe. Anschließend gibt man ihn in einen Topf und wärmt ihn unter gelegentlichem Rühren auf kleiner Flamme langsam auf (Sorry, aber einfach mal so Rotkraut anzusetzen, das wäre dann wirklich etwas viel des Guten).
Und die Maronen wanderten mit etwas Speck in die Pfanne und wurden dann mit Ahornsirup verfeinert.
Außerdem habe ich schonmal einen Topf mit Wasser für die Klöße aufgestellt. Für die Knödel sollte ausreichend Salzwasser sehr heiß sein, jedoch nicht kochen. Um böse Überraschungen zu vermeiden empfiehlt es sich, bevor es ernst wird immer eine Probe zu machen. Die Probe war gut, also habe ich den Rest der Masse auch verarbeitet: Man macht einfach kleine Kugeln. Die Masse sollte relativ trocken sein, so dass sie zwar gut zusammenhält, aber so fest ist, dass man die Knödel formen und ablegen kann, sonst ist die Masse zu weich.
Der Feldsalat wurde einfach geputzt, für das Dressing hat Franzi ein bisschen Speck und Zwiebeln von den Klößen, 1,5 EL 8-Kräuter-Mischung aus der Tiefkühle, 1 El Apfelessig, 50 ml Sahne, 2 El Joghurt (mager) und Salz und Pfeffer mit dem Zauberstab gemixt und beim mixen ca. 2 El Öl untergemixt.
Zwischendurch habe ich den Braten ab und zu mit seinem Saft übergossen, und geschaut ob er soweit ist. Nach ungefähr 1 h im Ofen war ein Ende abzusehen, und ich habe mich an die Fertigstellung gemacht. Zunächst habe ich die Knödel ins Wasser gegeben (sie brauchen so ca. 10-15 Minuten, je nach Größe). Dann den Rotkohl und die Maroni nochmal hochgedreht.
Außerdem habe ich den Bratensaft in eine kleine Pfanne gegeben, um daraus die Soße fertigzumachen. Dazu habe ich ihn mit den geschmorten Zwiebeln aus dem Bräter gemixt und dann einkochen lassen. Und ich habe ein wenig Bratensoße aus der Tube (von Knorr, tolles Zeug, jedenfalls das beste, was ich in die Richtung kenne, und nein, wir bekommen leider kein Geld von denen) eingerührt, um dem ganzen ein bisschen mehr Schwung zu geben. Das war’s in diesem Falle schon, weil’s einfach gut war. Ansonsten kann man natürlich noch ein bisschen abschmecken je nach Gusto mit etwas Sahne oder Butter verfeinern – jeder wie es ihm gefällt.
Als nächstes kann man den Salat schon fertig machen: auf den Teller damit und Dressing drüber. Dann den Braten aus dem Ofen geholt, 3 Minuten ruhen gelassen und währenddessen die Knödel abgeseiht. Alles schön angerichtet, Rotkraut, Maroni und Soße darüber – Bon Appetit
Zum Nachtisch habe ich einen Rest von Franzis Geburtstagsmenü serviert: kleine Schokotörtchen mit flüssigem Kern. Das Rezept habe ich von Chefkoch.de. Es ist kinderleicht, superschnell und sehr empfehlenswert, da man die Törtchen einfach auf Vorrat einfrieren kann und sie bei Bedarf nur noch in den Ofen schieben muss.
Für 6 Törtchen braucht man
100 g Butter
80 g Zucker
2 Eigelb
2 Eier
80 g Mehl
90 g Zartbitterschokolade
Man schlägt die Butter (sie muss weich sein) zunächst mit dem Zucker schaumig, und rührt dann die Eier und Eigelb ein. Dabei wird die Masse zunächst grieselig,aber keine Angst, wenn man dann das Mehl zugibt, hat sich alles wieder. Dann fügt man die geschmolzene Schokolade bei und gibt alles in gebutterte kleine Förmchen. Diese werden dann eingefroren.
Zum zubereiten gibt man die Förmchen einfach bei 180°C in den Backofen, tiefgefroren, wie sie sind. Nach 16-18 Minuten (je nach Ofen ein bisschen verschieden) sind sie gut. Die Oberseite muss schon richtig „gebacken“ sein, dann sind sie gut. Der Kern ist noch flüssig und läuft dann schön aus. Dazu habe ich – weil mir auf die schnelle nichts besseres einfiel – einfach Preiselbeeren mit Joghurt gemixt. Zwar etwas schwach auf der Brust, aber ganz ok.

Manöverkritik: Alles war eigentlich wunderbar. Bei den Semmelknödeln gilt allerdings: da geht noch was. Sie waren außen etwas schleimig, innen dafür etwas fest und trocken. Die üben wir also einfach noch mal, lecker waren sie trotzdem!